I50.0- Rechtsherzinsuffizienz

ICD-10-GM 2022Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Nicht endständig — zur Verschlüsselung einen Subkode wählen · stationär (§ 301 SGB V): nicht zur Verschlüsselung zugelassen · ambulant (§ 295 SGB V): Primärkode zulässig
Ambulant 4-stelligIn der stationären Versorgung (§ 301 SGB V) ist die endständige Schlüsselnummer anzugeben — dieser Kode selbst ist dort nicht kodierbar, sondern einer seiner Subkodes. In der ambulanten Versorgung (§ 295 SGB V) kann auf die fünfte Stelle verzichtet werden: in der hausärztlichen Versorgung, im organisierten Notfalldienst und in der fachärztlichen Versorgung für Diagnosen außerhalb des Fachgebietes.
Morbi-RSAAngina pectoris / Z.n. altem Myokardinfarkt / Leichte und n.n.bez. Herzinsuffizienz — Zuordnung im morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich.
⚖ Regellage2 verbindliche Regeln · 1 SEG-4-Empfehlung · 2 weitere Quellen · zuletzt 01.01.2026 — Regeln außerhalb des Katalogs
Kodierhinweis:

Soll das Vorliegen von Endorganmanifestationen (Magen-Darm-Trakt, Leber) oder eines Cor pulmonale angegeben werden, so ist eine zusätzliche Schlüsselnummer zu benutzen.

Soll das Stadium der Rechtsherzinsuffizienz angegeben werden, ist für die Schlüsselnummern I50.00 und I50.01 eine zusätzliche Schlüsselnummer aus I50.02!-I50.05! zu benutzen.

Regeln außerhalb des Katalogs5

gilt über I50.-

Steht eine Herzkrankheit in kausalem Zusammenhang zur Hypertonie, so ist ein Kode für die Herzkrankheit (z.B. aus I50.− Herzinsuffizienz oder I51.− Komplikationen einer Herzkrankheit und ungenau beschriebene Herzkrankheit) gefolgt von I11.− Hypertensive Herzkrankheit anzugeben.

gilt über I50.-

In Fällen, bei denen sowohl eine hypertensive Herzkrankheit (I11.–) als auch eine hypertensive Nierenkrankheit (I12.–) vorliegt, ist ein Kode für die Herzkrankheit (z.B. aus I50.– Herzinsuffizienz) und für die Nierenkrankheit (z.B. aus N18.

Verschlüsselung einer Stauungspneumonie in Verbindung mit Herzinsuffizienz

BSGBSG, Urteil vom 16.07.2025: Prüfverfahren nach § 275 Abs 1c SGB 5 – Korrektur der Hauptdiagnose – teleologische Reduktion der Regelung über Datensatzkorrekturen nach de …16.07.2025

Die Regelung über Datensatzkorrekturen nach der Prüfverfahrensvereinbarung 2016 (juris: PrüfvVbg) ist im Fall der Korrektur der Hauptdiagnose teleologisch dahingehend zu reduzieren, dass im gerichtlichen Verfahren sich der Vergütungsanspruch unter voller materieller Prüfung nach der sich danach ergebenden Hauptdiagnose bestimmt, der Anspruch des Krankenhauses aber auf den Rechnungsbetrag beschränkt ist, der sich aus der ursprünglich erfolgten Kodierung oder in zulässiger Weise erfolgten Nachkodierung ergibt.

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BSGBSG, Urteil vom 23.06.2015: Vergütungsanspruch des Krankenhauses gegen die Krankenkasse – keine geriatrische frührehabilitative Komplexbehandlung für unter 60-jährige P …23.06.2015

Eine geriatrische frührehabilitative Komplexbehandlung ist nur für Patienten ab Vollendung des 60. Lebensjahrs vorgesehen.

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Kodierrichtlinien und Entscheidungen des Schlichtungsausschusses sind für alle verbindlich; SEG-4-Empfehlungen binden die Begutachtung des MD.

Subkodes6

I50.00 Primäre RechtsherzinsuffizienzMorbi-RSA⚖ 5ATC: 34
I50.01 Sekundäre RechtsherzinsuffizienzMorbi-RSA⚖ 11ATC: 34
I50.02! ohne BeschwerdenAusrufezeichenkodeMorbi-RSA⚖ 6ATC: 34
I50.03! mit Beschwerden bei stärkerer BelastungAusrufezeichenkodeMorbi-RSA⚖ 6ATC: 34
I50.04! mit Beschwerden bei leichterer BelastungAusrufezeichenkodeMorbi-RSA⚖ 6ATC: 34
I50.05! mit Beschwerden in RuheAusrufezeichenkodeMorbi-RSA⚖ 6ATC: 34

Diagnosehäufigkeit

157.642 Fälle · 52 % Frauen · Gipfel 80 bis unter 85 Jahre · 64 % Innere Medizin’22

Rang 7 von 7.638 auf derselben Katalogebene · 0,92 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 83 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr227150,014 %8,0
1 bis unter 5 Jahre12570,008 %9,6
5 bis unter 10 Jahre4310,003 %4,8
10 bis unter 15 Jahre16880,010 %8,0
15 bis unter 18 Jahre10910,006 %20,2
18 bis unter 20 Jahre10550,006 %16,4
20 bis unter 25 Jahre4126150,026 %10,1
25 bis unter 30 Jahre6136250,039 %12,1
30 bis unter 35 Jahre12482420,079 %11,9
35 bis unter 40 Jahre249175740,16 %11,4
40 bis unter 45 Jahre4513211300,29 %9,6
45 bis unter 50 Jahre7115092020,45 %10,9
50 bis unter 55 Jahre1.6231.1165071,0 %10,6
55 bis unter 60 Jahre3.1722.2199532,0 %11,5
60 bis unter 65 Jahre5.6163.8331.7833,6 %11,3
65 bis unter 70 Jahre8.7875.5973.1905,6 %11,2
70 bis unter 75 Jahre14.2318.4095.8229,0 %11,2
75 bis unter 80 Jahre19.95410.5549.40013 %11,0
80 bis unter 85 Jahre40.08419.36320.72125 %10,9
85 bis unter 90 Jahre38.36416.11622.24824 %10,5
90 bis unter 95 Jahre19.1946.65612.53812 %9,9
ab 95 Jahren4.9061.3263.5803,1 %9,1

Behandelnde Fachabteilung

446.814 Fälle

Überwiegend Innere Medizin (64 %)

  • Innere Medizin64 %284.368
  • Kardiologie27 %119.112
  • Geriatrie4,2 %18.609
  • Pneumologie1,1 %4.873
  • Nephrologie0,92 %4.131
  • Übrige 26 Abteilungen3,5 %15.721
▸ Übrige einzeln
  • Gastroenterologie0,73 %3.282
  • Intensivmedizin0,66 %2.957
  • Herzchirurgie0,35 %1.571
  • Sonstige Fachabteilung0,35 %1.546
  • Hämatologie und internistische Onkologie0,34 %1.530
  • Chirurgie0,32 %1.429
  • Lungen- und Bronchialheilkunde0,22 %968
  • Neurologie0,13 %583
  • Gefäßchirurgie0,067 %298
  • Kinderkardiologie0,058 %261
  • Unfallchirurgie0,058 %259
  • Endokrinologie0,055 %245
  • Thoraxchirurgie0,040 %178
  • Urologie0,033 %147
  • Orthopädie0,028 %124
  • Pädiatrie0,025 %111
  • Rheumatologie0,014 %61
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe0,011 %49
  • Dermatologie0,006 %29
  • Strahlenheilkunde0,005 %24
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde0,005 %21
  • Neurochirurgie0,005 %21
  • Plastische Chirurgie0,003 %15
  • Augenheilkunde0,001 %5
  • Neonatologie0,001 %5
  • Zahn- u. Kieferheilkunde, Mund- u. Kieferchirurgie0,000 %2

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Der Bericht teilt nur bis zum Dreisteller auf; die Verteilung gehört zu I50.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Arzneimittelvalidierung Morbi-RSA (ATC)34

C01AA
DigitalisglykosideICD:I11.0-I11.00I11.01+39
C01AC
StrophanthusglykosideICD:I11.0-I11.00I11.01+39
C01AH
Homöopathische und anthroposophische Zubereitungen mit HerzglykosidenICD:I11.0-I11.00I11.01+44
C01AP
Andere pflanzliche Zubereitungen mit HerzglykosidenICD:I11.0-I11.00I11.01+36
C01CX
Andere KardiostimulanzienICD:I11.0-I11.00I11.01+39
C01EB
Andere HerzmittelICD:I11.0-I11.00I11.01+20
C03AA
Thiazide, reinICD:I10.0-I10.00I10.01+99
C03BA
Sulfonamide, reinICD:I10.0-I10.00I10.01+99
C03BX
Andere Low-ceiling-DiuretikaICD:I10.0-I10.00I10.01+99
C03CA
Sulfonamide, reinICD:I10.0-I10.00I10.01+99
C03DA
AldosteronantagonistenICD:I10.0-I10.00I10.01+99
C03EA
Low-ceiling-Diuretika und Kalium sparende MittelICD:I10.0-I10.00I10.01+99
C03EB
High-ceiling-Diuretika und Kalium sparende DiuretikaICD:I10.0-I10.00I10.01+99
C03EC
Aldosteronantagonisten und Low-ceiling-DiuretikaICD:I10.0-I10.00I10.01+99
C03ED
Aldosteronantagonisten und High-ceiling-DiuretikaICD:I10.0-I10.00I10.01+99
C03XH
Andere homöopathische und anthroposophische DiuretikaICD:I10.0-I10.00I10.01+77
▸ noch 18 Einträge
C03XP
Pflanzliche DiuretikaICD:I10.0-I10.00I10.01+77
C07AA
Beta-Adrenozeptorantagonisten, nichtselektivICD:E05.0E05.1E05.2+151
C07AB
Beta-Adrenozeptorantagonisten, selektivICD:G21.0G24.0G24.1+143
C07AG
Alpha- und Beta-AdrenozeptorantagonistenICD:I10.0-I10.00I10.01+113
C07BA
Beta-Adrenozeptorantagonisten, nichtselektiv, und ThiazideICD:I10.0-I10.00I10.01+113
C07BB
Beta-Adrenozeptorantagonisten, selektiv, und ThiazideICD:I10.0-I10.00I10.01+113
C07CA
Beta-Adrenozeptorantagonisten, nichtselektiv, und andere DiuretikaICD:I10.0-I10.00I10.01+113
C07CB
Beta-Adrenozeptorantagonisten, selektiv, und andere DiuretikaICD:I10.0-I10.00I10.01+113
C07DA
Beta-Adrenozeptorantagonisten, nichtselektiv, Thiazide und andere DiuretikaICD:I10.0-I10.00I10.01+113
C07FB
Beta-Adrenozeptorantagonisten und CalciumkanalblockerICD:I10.0-I10.00I10.01+113
C07FX
Beta-Adrenozeptorantagonisten, andere KombinationenICD:I10.0-I10.00I10.01+113
C09AA
ACE-Hemmer, reinICD:I10.0-I10.00I10.01+113
C09BA
ACE-Hemmer und DiuretikaICD:I10.0-I10.00I10.01+113
C09CA
Angiotensin-II-Rezeptorblocker (ARB), reinICD:I10.0-I10.00I10.01+113
C09DA
Angiotensin-II-Rezeptorblocker (ARB) und DiuretikaICD:I10.0-I10.00I10.01+113
C09DB
Angiotensin-II-Rezeptorblocker (ARB) und CalciumkanalblockerICD:I10.0-I10.00I10.01+113
C09DX
Angiotensin-II-Rezeptorblocker (ARB), andere KombinationenICD:I10.0-I10.00I10.01+113
C09XA
Renin-InhibitorenICD:I10.0-I10.00I10.01+113

Änderungen

2010Bestand
Rechtsherzinsuffizienz

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2022 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte