H90.3 Beidseitiger Hörverlust durch Schallempfindungsstörung

ICD-10-GM 2024Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Endständig · stationär (§ 301 SGB V): Primärkode zulässig · ambulant (§ 295 SGB V): Primärkode zulässig
Morbi-RSAVerbrennungen, Verätzungen, Entzündungen und Fremdkörper im HNO-Trakt — Zuordnung im morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich.
Orpha: 6Unter dieser Schlüsselnummer führt die amtliche Datei Alpha-ID-SE 6 Seltene Erkrankungen mit eigener Orpha-Kennnummer. Liegt eine davon vor, ist die Kennnummer seit dem 1.4.2023 im Krankenhaus zusätzlich zu dieser Schlüsselnummer zu übermitteln. Sie stehen unten.
⚖ Regellage1 verbindliche Regel — Regeln außerhalb des Katalogs
Inklusive:

Beidseitige Schallempfindungsschwerhörigkeit

Regeln außerhalb des Katalogs1

gilt über H90.-

Die Diagnosen Schwerhörigkeit und Taubheit können mit einem passenden Kode aus den Kategorien

Kodierrichtlinien und Entscheidungen des Schlichtungsausschusses sind für alle verbindlich; SEG-4-Empfehlungen binden die Begutachtung des MD.

Diagnosehäufigkeit

3.015 Fälle · 50 % Männer · Gipfel 1 bis unter 5 Jahre · 92 % Hals-Nasen-Ohrenheilkunde’24

Rang 868 von 7.648 auf derselben Katalogebene · 0,017 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 58 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr191100916,3 %3,0
1 bis unter 5 Jahre37219417812 %3,2
5 bis unter 10 Jahre15174775,0 %3,8
10 bis unter 15 Jahre5525301,8 %3,3
15 bis unter 18 Jahre3417171,1 %3,3
18 bis unter 20 Jahre185130,60 %4,1
20 bis unter 25 Jahre3712251,2 %3,6
25 bis unter 30 Jahre3821171,3 %3,7
30 bis unter 35 Jahre6835332,3 %3,5
35 bis unter 40 Jahre9041493,0 %3,7
40 bis unter 45 Jahre9139523,0 %3,5
45 bis unter 50 Jahre10934753,6 %4,2
50 bis unter 55 Jahre12967624,3 %3,7
55 bis unter 60 Jahre2191111087,3 %3,7
60 bis unter 65 Jahre2561151418,5 %3,8
65 bis unter 70 Jahre2861361509,5 %4,1
70 bis unter 75 Jahre2991701299,9 %3,8
75 bis unter 80 Jahre2651471188,8 %3,9
80 bis unter 85 Jahre219124957,3 %4,0
85 bis unter 90 Jahre7739382,6 %4,3
90 bis unter 95 Jahre10640,33 %4,1
ab 95 Jahren1100,033 %–

Fälle aus dem Datenjahr 2024, Verweildauer aus 2023 — die amtliche Statistik weist die Belegungstage seit 2024 nicht mehr aus.

Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 3,0 Tagen (unter 1 Jahr) und ⌀ 4,3 Tagen (85 bis unter 90 Jahre).

Behandelnde Fachabteilung’23

6.725 Fälle

Überwiegend Hals-Nasen-Ohrenheilkunde (92 %)

  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde92 %6.171
  • Pädiatrie5,9 %399
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe1,4 %95
  • Kinderchirurgie0,25 %17
  • Kinderkardiologie0,19 %13
  • Übrige 8 Abteilungen0,45 %30
▸ Übrige einzeln
  • Neurologie0,13 %9
  • Geburtshilfe0,089 %6
  • Neonatologie0,089 %6
  • Innere Medizin0,074 %5
  • Chirurgie0,015 %1
  • Intensivmedizin0,015 %1
  • Kinder- und Jugendpsychiatrie0,015 %1
  • Neurochirurgie0,015 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Der Bericht teilt nur bis zum Dreisteller auf; die Verteilung gehört zu H90.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Alphabetisches Verzeichnis11

Angeborene beidseitige Schallempfindungsschwerhörigkeit
Primärschlüssel
Autosomal-dominante nicht-syndromale sensorineurale Schwerhörigkeit Typ DFNA
90635Primärschlüssel
Autosomal-rezessive nicht-syndromale sensorineurale Schwerhörigkeit Typ DFNB
90636Primärschlüssel
Beidseitige Innenohrhochtonschwerhörigkeit
Primärschlüssel
Beidseitige Innenohrschwerhörigkeit
Primärschlüssel
Beidseitige Schallempfindungsschwerhörigkeit
Primärschlüssel
Beidseitiger Hörverlust durch Schallempfindungsstörung
Primärschlüssel
Nicht-syndromale genetisch bedingte beidseitige Schwerhörigkeit
87884Primärschlüssel
Progressive Schwerhörigkeit mit gingivaler Fibromatose
2027Primärschlüssel
Tungland-Bellman-Syndrom
3225Zwei Primärschlüssel
X-chromosomale nicht-syndromale sensorineurale Schwerhörigkeit Typ DFN
90625Primärschlüssel

Seltene Erkrankungen (Orpha)6

90635
Autosomal-dominante nicht-syndromale SchwerhörigkeitSubtypAutosomal-dominanter isolierter neurosensorischer Hörverlust · Hörverlust, isolierter neurosensorischer, autosomal-dominanter · +4
90636
Autosomal-rezessive nicht-syndromale SchwerhörigkeitSubtypAutosomal-rezessive nicht-syndromale Schwerhörigkeit · Autosomal-rezessiver isolierter neurosensorischer Hörverlust · +5
2027
Gingiva-Fibromatose-progressive Schwerhörigkeit-Syndrom
87884
Seltene nicht-syndromale Schwerhörigkeit, genetisch-bedingteICD: H90.5’26Seltener isolierter genetisch bedingter Hörverlust · Seltene isolierte genetisch bedingte Taubheit · +1
3225
Syndromaler Hörverlust mit familiärer Aldosteron-Insensibilität der SpeicheldrüsenhistorischTungland-Bellman-Syndrom
90625
X-chromosomale nicht-syndromale SchwerhörigkeitSubtypX-chromosomale isolierte sensorineurale Taubheit · Hörverlust, isolierter neurosensorischer, X-chromosomaler · +4

Änderungen

2010Bestand
Beidseitiger Hörverlust durch Schallempfindungsstörung

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2024 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte