G83.8 Sonstige näher bezeichnete Lähmungssyndrome

ICD-10-GM 2023Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Endständig · stationär (§ 301 SGB V): Primärkode zulässig · ambulant (§ 295 SGB V): Primärkode zulässig
CCL:123Complication and Comorbidity Level je Partition: Als Nebendiagnose kann dieser Kode mit den Stufen 1, 2, 3 in die PCCL-Berechnung eingehen.
Morbi-RSAArteria-carotis-interna-, bilaterale und multiple Syndrome der extrazerebralen hirnversorgenden Arterien/ Diplegie der oberen Extremitäten, Monoplegie und andere Lähmungen — Zuordnung im morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich.
Orpha: 1Unter dieser Schlüsselnummer führt die amtliche Datei Alpha-ID-SE eine Seltene Erkrankung mit eigener Orpha-Kennnummer. Liegt eine davon vor, ist die Kennnummer seit dem 1.4.2023 im Krankenhaus zusätzlich zu dieser Schlüsselnummer zu übermitteln. Sie stehen unten.
⚖ Regellage2 SEG-4-Empfehlungen · 1 offene Streitfrage · zuletzt 01.01.2026 — Regeln außerhalb des Katalogs
Inklusive:

Todd-Paralyse (postiktal)

Regeln außerhalb des Katalogs2

gilt über G83.-FoKA: Konsens

Aufnahme mit linksseitiger Hemiparese bei Verdacht auf Hirninfarkt. Bei Aufnahme leichte Sprechstörung und leichte Hemiparese links. In der Bildgebung Nachweis von multiplen frischen rechts cerebralen Ischämien. Es erfolgt eine Schlaganfallkomplexbehandlung.

Ein Patient wird wegen Bandscheibenvorfällen und Spinalkanalstenose mit Radikulopathie C6/C7 und Parese des M. trizeps brachii im Krankenhaus operiert (Bandscheibenexzision, Spondylodese, Dekompression). Kann als Nebendiagnose aufgrund der Trizepsparese auch G83.88 (ab 2016 G83.

Kodierrichtlinien und Entscheidungen des Schlichtungsausschusses sind für alle verbindlich; SEG-4-Empfehlungen binden die Begutachtung des MD.

Diagnosehäufigkeit

191 Fälle · 53 % Frauen · Gipfel 70 bis unter 75 Jahre · 67 % Neurologie’23

Rang 3374 von 7.684 auf derselben Katalogebene · 0,001 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Männer ab etwa 56, der Frauen ab etwa 64 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr000––
1 bis unter 5 Jahre5322,6 %4,2
5 bis unter 10 Jahre2111,0 %3,0
10 bis unter 15 Jahre4042,1 %2,8
15 bis unter 18 Jahre000––
18 bis unter 20 Jahre4222,1 %4,8
20 bis unter 25 Jahre6603,1 %4,3
25 bis unter 30 Jahre5232,6 %3,4
30 bis unter 35 Jahre7523,7 %3,1
35 bis unter 40 Jahre7253,7 %4,3
40 bis unter 45 Jahre12846,3 %4,4
45 bis unter 50 Jahre7433,7 %19,4
50 bis unter 55 Jahre151057,9 %3,5
55 bis unter 60 Jahre196139,9 %8,1
60 bis unter 65 Jahre188109,4 %5,7
65 bis unter 70 Jahre11745,8 %9,3
70 bis unter 75 Jahre2391412 %11,3
75 bis unter 80 Jahre12576,3 %8,0
80 bis unter 85 Jahre165118,4 %8,5
85 bis unter 90 Jahre155107,9 %12,6
90 bis unter 95 Jahre3121,6 %3,7
ab 95 Jahren000––

Behandelnde Fachabteilung

3.673 Fälle

Überwiegend Neurologie (67 %)

  • Neurologie67 %2.450
  • Innere Medizin11 %387
  • Neurochirurgie6,1 %224
  • Orthopädie3,9 %143
  • Pädiatrie2,9 %107
  • Übrige 20 Abteilungen9,9 %362
▸ Übrige einzeln
  • Chirurgie2,7 %100
  • Geriatrie2,0 %75
  • Unfallchirurgie1,7 %63
  • Sonstige Fachabteilung0,87 %32
  • Kardiologie0,65 %24
  • Intensivmedizin0,57 %21
  • Plastische Chirurgie0,30 %11
  • Urologie0,19 %7
  • Gastroenterologie0,16 %6
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde0,14 %5
  • Gefäßchirurgie0,11 %4
  • Hämatologie und internistische Onkologie0,082 %3
  • Nephrologie0,054 %2
  • Pneumologie0,054 %2
  • Zahn- u. Kieferheilkunde, Mund- u. Kieferchirurgie0,054 %2
  • Dermatologie0,027 %1
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe0,027 %1
  • Geburtshilfe0,027 %1
  • Neonatologie0,027 %1
  • Rheumatologie0,027 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Der Bericht teilt nur bis zum Dreisteller auf; die Verteilung gehört zu G83.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Alphabetisches Verzeichnis21

Alternierende mittlere Paralyse
Primärschlüssel
Alternierende Paralyse
Primärschlüssel
Alternierende Paralyse des Nervus oculomotorius
Primärschlüssel
Brown-Séquard-Krankheit
Primärschlüssel
Brown-Séquard-Paralyse
Primärschlüssel
Brown-Séquard-Syndrom
Primärschlüssel
Hemiplegia alternans facialis
Primärschlüssel
Hypomyelinisierende Neuropathie mit Arthrogrypose
2680Zwei Primärschlüssel
Jackson-Paralyse
Primärschlüssel
Medulläre Paralyse
Primärschlüssel
Mesenzephalische Paralyse a.n.k.
Primärschlüssel
Paralysis spinalis
Primärschlüssel
Postepileptische Todd-Paralyse
Primärschlüssel
Postiktale Todd-Paralyse
Primärschlüssel
Rückenmarklähmung
Primärschlüssel
Rückenmarkparalyse
Primärschlüssel
▸ noch 5 Einträge
Spinalparalyse
Primärschlüssel
Tegmentale mesenzephalische Paralyse
Primärschlüssel
Tegmentale Paralyse
Primärschlüssel
Todd-Paralyse
Primärschlüssel
Triplegie
Primärschlüssel

Seltene Erkrankungen (Orpha)1

2680
Hypomyelinisierung-Neuropathie-Arthrogrypose-SyndromBoylan-Dew-Syndrom

Änderungen2

2019Teilweise übergeleitet
Inhalte übergeleitet in G83.6
2016Zusammengeführt
Inhalte übernommen aus G83.88
2010Bestand
Sonstige näher bezeichnete Lähmungssyndrome

Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2023 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte