G80-G83 Zerebrale Lähmung und sonstige Lähmungssyndrome

ICD-10-GM 2023Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Nicht endständig — zur Verschlüsselung einen Subkode wählen · stationär (§ 301 SGB V): – · ambulant (§ 295 SGB V): –
⚖ Regellage2 SEG-4-Empfehlungen · zuletzt 01.01.2026 — Regeln außerhalb des Katalogs

Regeln außerhalb des Katalogs2

gilt über G80.-FoKA: Konsens

Was ist die Hauptdiagnose bei Kindern mit infantiler Zerebralparese bei operativer Behandlung von Kontrakturen?

gilt über G80.-FoKA: Konsens

Aufnahme mit linksseitiger Hemiparese bei Verdacht auf Hirninfarkt. Bei Aufnahme leichte Sprechstörung und leichte Hemiparese links. In der Bildgebung Nachweis von multiplen frischen rechts cerebralen Ischämien. Es erfolgt eine Schlaganfallkomplexbehandlung.

Kodierrichtlinien und Entscheidungen des Schlichtungsausschusses sind für alle verbindlich; SEG-4-Empfehlungen binden die Begutachtung des MD.

Subkodes4

G80.- Infantile Zerebralparese⚖ 2
G81.- Hemiparese und Hemiplegie
G82.- Paraparese und Paraplegie, Tetraparese und Tetraplegie⚖ 4
G83.- Sonstige Lähmungssyndrome⚖ 2

Diagnosehäufigkeit

15.283 Fälle · 54 % Männer · Gipfel 60 bis unter 65 Jahre · 52 % Neurologie’23

Zusammengezählt über alle Kodes unter G80-G83.

Rang 140 von 228 auf derselben Katalogebene · 0,087 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 58 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr6139220,40 %15,4
1 bis unter 5 Jahre4692971723,1 %13,0
5 bis unter 10 Jahre5793622173,8 %13,9
10 bis unter 15 Jahre5072892183,3 %14,5
15 bis unter 18 Jahre3441851592,3 %14,8
18 bis unter 20 Jahre2441261181,6 %10,3
20 bis unter 25 Jahre5622812813,7 %10,3
25 bis unter 30 Jahre4612142473,0 %10,3
30 bis unter 35 Jahre6052903154,0 %9,8
35 bis unter 40 Jahre6723433294,4 %9,5
40 bis unter 45 Jahre7453663794,9 %10,6
45 bis unter 50 Jahre6813573244,5 %12,8
50 bis unter 55 Jahre9785384406,4 %13,7
55 bis unter 60 Jahre1.3087525568,6 %16,4
60 bis unter 65 Jahre1.3978265719,1 %16,6
65 bis unter 70 Jahre1.3587855738,9 %18,7
70 bis unter 75 Jahre1.3867556319,1 %18,4
75 bis unter 80 Jahre1.0535535006,9 %18,3
80 bis unter 85 Jahre1.0945445507,2 %16,6
85 bis unter 90 Jahre6012743273,9 %15,4
90 bis unter 95 Jahre15256960,99 %10,7
ab 95 Jahren264220,17 %11,6

Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 9,5 Tagen (35 bis unter 40 Jahre) und ⌀ 18,7 Tagen (65 bis unter 70 Jahre).

Behandelnde Fachabteilung

15.283 Fälle

Vor allem Neurologie und Orthopädie (52 % und 12 %)

  • Neurologie52 %7.915
  • Orthopädie12 %1.773
  • Pädiatrie8,6 %1.308
  • Innere Medizin7,7 %1.178
  • Neurochirurgie6,1 %928
  • Übrige 27 Abteilungen14 %2.181
▸ Übrige einzeln
  • Sonstige Fachabteilung5,5 %833
  • Chirurgie3,4 %519
  • Geriatrie1,8 %270
  • Unfallchirurgie1,5 %232
  • Intensivmedizin0,47 %72
  • Kinderchirurgie0,44 %68
  • Kardiologie0,34 %52
  • Gastroenterologie0,17 %26
  • Pneumologie0,12 %18
  • Plastische Chirurgie0,11 %17
  • Hämatologie und internistische Onkologie0,092 %14
  • Urologie0,085 %13
  • Nephrologie0,065 %10
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde0,039 %6
  • Dermatologie0,026 %4
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe0,026 %4
  • Gefäßchirurgie0,026 %4
  • Allgemeine Psychiatrie0,020 %3
  • Strahlenheilkunde0,020 %3
  • Zahn- u. Kieferheilkunde, Mund- u. Kieferchirurgie0,020 %3
  • Geburtshilfe0,013 %2
  • Lungen- und Bronchialheilkunde0,013 %2
  • Rheumatologie0,013 %2
  • Augenheilkunde0,007 %1
  • Endokrinologie0,007 %1
  • Kinder- und Jugendpsychiatrie0,007 %1
  • Neonatologie0,007 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Zusammengezählt über alle Dreisteller unter G80-G83.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Änderungen

2010Bestand
Zerebrale Lähmung und sonstige Lähmungssyndrome

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2023 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte