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F91.3Störung des Sozialverhaltens mit oppositionellem, aufsässigem Verhalten

ICD-10-GM 2027Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Endständig · stationär (§ 301 SGB V): Primärkode zulässig · ambulant (§ 295 SGB V): Primärkode zulässig
Morbi-RSA’25Störungen des Sozialverhaltens und der Emotionen — Zuordnung im morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich.
Definition:

Diese Verhaltensstörung tritt gewöhnlich bei jüngeren Kindern auf und ist in erster Linie durch deutlich aufsässiges, ungehorsames Verhalten charakterisiert, ohne delinquente Handlungen oder schwere Formen aggressiven oder dissozialen Verhaltens. Für diese Störung müssen die allgemeinen Kriterien für F91.- erfüllt sein: deutlich übermütiges oder ungezogenes Verhalten allein reicht für die Diagnosenstellung nicht aus. Vorsicht beim Stellen dieser Diagnose ist vor allem bei älteren Kindern geboten, bei denen klinisch bedeutsame Störungen des Sozialverhaltens meist mit dissozialem oder aggressivem Verhalten einhergehen, das über Aufsässigkeit, Ungehorsam oder Trotz hinausgeht.

Diagnosehäufigkeit

827 Fälle · 70 % Männer · Gipfel 5 bis unter 10 Jahre · 79 % Kinder- und Jugendpsychiatrie’24

Rang 1855 von 7.648 auf derselben Katalogebene · 0,005 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 10 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr000––
1 bis unter 5 Jahre5138136,2 %28,0
5 bis unter 10 Jahre3682808844 %35,1
10 bis unter 15 Jahre33521811741 %35,9
15 bis unter 18 Jahre6335287,6 %16,5
18 bis unter 20 Jahre3300,36 %52,0
20 bis unter 25 Jahre6510,73 %30,0
25 bis unter 30 Jahre000–2,0
30 bis unter 35 Jahre000––
35 bis unter 40 Jahre1100,12 %–
40 bis unter 45 Jahre000––
45 bis unter 50 Jahre000––
50 bis unter 55 Jahre000––
55 bis unter 60 Jahre000––
60 bis unter 65 Jahre000––
65 bis unter 70 Jahre000––
70 bis unter 75 Jahre000––
75 bis unter 80 Jahre000––
80 bis unter 85 Jahre000––
85 bis unter 90 Jahre000––
90 bis unter 95 Jahre000––
ab 95 Jahren000––

Fälle aus dem Datenjahr 2024, Verweildauer aus 2023 — die amtliche Statistik weist die Belegungstage seit 2024 nicht mehr aus.

Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 16,5 Tagen (15 bis unter 18 Jahre) und ⌀ 35,9 Tagen (10 bis unter 15 Jahre).

Behandelnde Fachabteilung’23

2.246 Fälle

Überwiegend Kinder- und Jugendpsychiatrie (79 %)

  • Kinder- und Jugendpsychiatrie79 %1.767
  • Pädiatrie12 %261
  • Psychosomatik/Psychotherapie3,7 %83
  • Allgemeine Psychiatrie2,5 %56
  • Neurologie2,3 %51
  • Übrige 8 Abteilungen1,2 %28
▸ Übrige einzeln
  • Innere Medizin0,45 %10
  • Sonstige Fachabteilung0,31 %7
  • Intensivmedizin0,22 %5
  • Kardiologie0,089 %2
  • Gastroenterologie0,045 %1
  • Kinderkardiologie0,045 %1
  • Orthopädie0,045 %1
  • Urologie0,045 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Der Bericht teilt nur bis zum Dreisteller auf; die Verteilung gehört zu F91.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Alphabetisches Verzeichnis1

Störung des Sozialverhaltens mit oppositionellem aufsässigen Verhalten
PrimärschlüsselPrimär†:F91.3

Änderungen

2010Bestand
Störung des Sozialverhaltens mit oppositionellem, aufsässigem Verhalten

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2027 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte