F84.- Tief greifende Entwicklungsstörungen

ICD-10-GM 2023Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Nicht endständig — zur Verschlüsselung einen Subkode wählen · stationär (§ 301 SGB V): nicht zur Verschlüsselung zugelassen · ambulant (§ 295 SGB V): nicht zur Verschlüsselung zugelassen
Definition:

Diese Gruppe von Störungen ist gekennzeichnet durch qualitative Abweichungen in den wechselseitigen sozialen Interaktionen und Kommunikationsmustern und durch ein eingeschränktes, stereotypes, sich wiederholendes Repertoire von Interessen und Aktivitäten. Diese qualitativen Auffälligkeiten sind in allen Situationen ein grundlegendes Funktionsmerkmal des betroffenen Kindes.

Kodierhinweis:

Sollen alle begleitenden somatischen Zustandsbilder und eine Intelligenzminderung angegeben werden, sind zusätzliche Schlüsselnummern zu benutzen.

Subkodes8

F84.0 Frühkindlicher AutismusCCL:12Morbi-RSA
F84.1 Atypischer AutismusCCL:12Morbi-RSA
F84.2 Rett-SyndromweiblichCCL:23Morbi-RSA
F84.3 Andere desintegrative Störung des KindesaltersCCL:12Morbi-RSA
F84.4 Überaktive Störung mit Intelligenzminderung und BewegungsstereotypienCCL:12Morbi-RSA
F84.5 Asperger-Syndrom3 – 124CCL:12Morbi-RSA
F84.8 Sonstige tief greifende EntwicklungsstörungenCCL:12Morbi-RSA
F84.9 Tief greifende Entwicklungsstörung, nicht näher bezeichnetCCL:12Morbi-RSA

Diagnosehäufigkeit

3.842 Fälle · 74 % Männer · Gipfel 5 bis unter 10 Jahre · 33 % Pädiatrie’23

Zusammengezählt über alle Kodes unter F84.-.

Rang 535 von 1.537 auf derselben Katalogebene · 0,022 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 13 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr4130,10 %5,8
1 bis unter 5 Jahre56340415915 %8,3
5 bis unter 10 Jahre92174617524 %23,1
10 bis unter 15 Jahre68249718518 %39,0
15 bis unter 18 Jahre48529918613 %32,8
18 bis unter 20 Jahre196145515,1 %31,6
20 bis unter 25 Jahre3873058210 %28,3
25 bis unter 30 Jahre216175415,6 %27,1
30 bis unter 35 Jahre13691453,5 %29,4
35 bis unter 40 Jahre8059212,1 %21,2
40 bis unter 45 Jahre7059111,8 %17,3
45 bis unter 50 Jahre3626100,94 %36,4
50 bis unter 55 Jahre2212100,57 %27,1
55 bis unter 60 Jahre181710,47 %33,6
60 bis unter 65 Jahre181710,47 %32,7
65 bis unter 70 Jahre5410,13 %45,2
70 bis unter 75 Jahre1010,026 %19,0
75 bis unter 80 Jahre1100,026 %26,0
80 bis unter 85 Jahre1100,026 %41,0
85 bis unter 90 Jahre000––
90 bis unter 95 Jahre000––
ab 95 Jahren000––

Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 8,3 Tagen (1 bis unter 5 Jahre) und ⌀ 39,0 Tagen (10 bis unter 15 Jahre).

Behandelnde Fachabteilung

3.842 Fälle

Keine Abteilung überwiegt — die größte, Pädiatrie, hat 33 %

  • Pädiatrie33 %1.258
  • Kinder- und Jugendpsychiatrie31 %1.181
  • Allgemeine Psychiatrie29 %1.123
  • Neurologie4,2 %161
  • Sonstige Fachabteilung1,6 %60
  • Übrige 8 Abteilungen1,5 %59
▸ Übrige einzeln
  • Psychosomatik/Psychotherapie0,83 %32
  • Innere Medizin0,49 %19
  • Intensivmedizin0,078 %3
  • Chirurgie0,026 %1
  • Gastroenterologie0,026 %1
  • Kinderchirurgie0,026 %1
  • Lungen- und Bronchialheilkunde0,026 %1
  • Neurochirurgie0,026 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Änderungen

2010Bestand
Tief greifende Entwicklungsstörungen

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2023 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte