F84.5 Asperger-Syndrom

ICD-10-GM 2022Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Endständig · stationär (§ 301 SGB V): Primärkode zulässig · ambulant (§ 295 SGB V): Primärkode zulässig
Morbi-RSATiefgreifende Entwicklungsstörungen — Zuordnung im morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich.
3 – 124Altersbeschränkung: 3 Jahre – 124 Jahre (Kann-Kriterium). Außerhalb dieses Bereichs erzeugt der Grouper eine Warnung, akzeptiert den Kode aber.
Definition:

Diese Störung von unsicherer nosologischer Validität ist durch dieselbe Form qualitativer Abweichungen der wechselseitigen sozialen Interaktionen, wie für den Autismus typisch, charakterisiert, zusammen mit einem eingeschränkten, stereotypen, sich wiederholenden Repertoire von Interessen und Aktivitäten. Die Störung unterscheidet sich vom Autismus in erster Linie durch fehlende allgemeine Entwicklungsverzögerung bzw. den fehlenden Entwicklungsrückstand der Sprache und der kognitiven Entwicklung. Die Störung geht häufig mit einer auffallenden Ungeschicklichkeit einher. Die Abweichungen tendieren stark dazu, bis in die Adoleszenz und das Erwachsenenalter zu persistieren. Gelegentlich treten psychotische Episoden im frühen Erwachsenenleben auf.

Inklusive:

Autistische Psychopathie

Schizoide Störung des Kindesalters

Diagnosehäufigkeit

824 Fälle · 73 % Männer · Gipfel 10 bis unter 15 Jahre · 33 % Pädiatrie’22

Rang 1837 von 7.638 auf derselben Katalogebene · 0,005 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 16 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr000––
1 bis unter 5 Jahre10641,2 %16,9
5 bis unter 10 Jahre1381152317 %32,3
10 bis unter 15 Jahre2041396525 %44,1
15 bis unter 18 Jahre147994818 %45,4
18 bis unter 20 Jahre6846228,3 %41,1
20 bis unter 25 Jahre96732312 %30,5
25 bis unter 30 Jahre5742156,9 %46,4
30 bis unter 35 Jahre251873,0 %18,6
35 bis unter 40 Jahre312473,8 %31,4
40 bis unter 45 Jahre211922,5 %18,2
45 bis unter 50 Jahre8710,97 %48,1
50 bis unter 55 Jahre9811,1 %23,1
55 bis unter 60 Jahre9811,1 %13,3
60 bis unter 65 Jahre000––
65 bis unter 70 Jahre000––
70 bis unter 75 Jahre1100,12 %82,0
75 bis unter 80 Jahre000––
80 bis unter 85 Jahre000––
85 bis unter 90 Jahre000––
90 bis unter 95 Jahre000––
ab 95 Jahren000––

Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 30,5 Tagen (20 bis unter 25 Jahre) und ⌀ 46,4 Tagen (25 bis unter 30 Jahre).

Behandelnde Fachabteilung

3.357 Fälle

Keine Abteilung überwiegt — die größte, Pädiatrie, hat 33 %

  • Pädiatrie33 %1.121
  • Allgemeine Psychiatrie30 %1.023
  • Kinder- und Jugendpsychiatrie29 %979
  • Neurologie5,3 %178
  • Psychosomatik/Psychotherapie0,98 %33
  • Übrige 8 Abteilungen0,69 %23
▸ Übrige einzeln
  • Innere Medizin0,33 %11
  • Sonstige Fachabteilung0,15 %5
  • Kinderchirurgie0,060 %2
  • Geriatrie0,030 %1
  • Hämatologie und internistische Onkologie0,030 %1
  • Kardiologie0,030 %1
  • Neurochirurgie0,030 %1
  • Orthopädie0,030 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Der Bericht teilt nur bis zum Dreisteller auf; die Verteilung gehört zu F84.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Alphabetisches Verzeichnis6

Asperger-Krankheit
Primärschlüssel
Asperger-Syndrom
Primärschlüssel
Autistische Psychopathie
Primärschlüssel
Kindliche Schizophrenie
Primärschlüssel
Schizoide Störung beim Kind
Primärschlüssel
Schizophrenes Syndrom beim Kind
Primärschlüssel

Änderungen

2010Bestand
Asperger-Syndrom

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2022 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte