F63.8 Sonstige abnorme Gewohnheiten und Störungen der Impulskontrolle

ICD-10-GM 2022Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Endständig · stationär (§ 301 SGB V): Primärkode zulässig · ambulant (§ 295 SGB V): Primärkode zulässig
Morbi-RSAStörungen der Impulskontrolle — Zuordnung im morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich.
Definition:

In diese Kategorie fallen andere Arten sich dauernd wiederholenden unangepassten Verhaltens, die nicht Folge eines erkennbaren psychiatrischen Syndroms sind und bei denen der betroffene Patient den Impulsen, das pathologische Verhalten auszuführen, nicht widerstehen kann. Nach einer vorausgehenden Periode mit Anspannung folgt während des Handlungsablaufs ein Gefühl der Erleichterung.

Inklusive:

Störung mit intermittierend auftretender Reizbarkeit

Diagnosehäufigkeit

490 Fälle · 72 % Männer · Gipfel 20 bis unter 25 Jahre · 68 % Allgemeine Psychiatrie’22

Rang 2350 von 7.638 auf derselben Katalogebene · 0,003 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 27 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr000––
1 bis unter 5 Jahre000––
5 bis unter 10 Jahre5501,0 %17,4
10 bis unter 15 Jahre3721167,6 %23,9
15 bis unter 18 Jahre51331810 %28,1
18 bis unter 20 Jahre3623137,3 %21,2
20 bis unter 25 Jahre84661817 %27,1
25 bis unter 30 Jahre74581615 %22,3
30 bis unter 35 Jahre433588,8 %22,2
35 bis unter 40 Jahre4533129,2 %18,9
40 bis unter 45 Jahre302196,1 %26,2
45 bis unter 50 Jahre171343,5 %32,9
50 bis unter 55 Jahre211654,3 %60,5
55 bis unter 60 Jahre191453,9 %26,6
60 bis unter 65 Jahre12752,4 %29,3
65 bis unter 70 Jahre9541,8 %26,7
70 bis unter 75 Jahre6421,2 %42,5
75 bis unter 80 Jahre1100,20 %2,0
80 bis unter 85 Jahre000––
85 bis unter 90 Jahre000––
90 bis unter 95 Jahre000––
ab 95 Jahren000––

Behandelnde Fachabteilung

754 Fälle

Überwiegend Allgemeine Psychiatrie (68 %)

  • Allgemeine Psychiatrie68 %511
  • Psychosomatik/Psychotherapie14 %109
  • Kinder- und Jugendpsychiatrie13 %98
  • Innere Medizin1,9 %14
  • Pädiatrie1,5 %11
  • Übrige 4 Abteilungen1,5 %11
▸ Übrige einzeln
  • Neurologie0,66 %5
  • Chirurgie0,40 %3
  • Dermatologie0,27 %2
  • Kinderchirurgie0,13 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Der Bericht teilt nur bis zum Dreisteller auf; die Verteilung gehört zu F63.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Alphabetisches Verzeichnis4

Internetsucht
Primärschlüssel
Pornographiesucht
Primärschlüssel
Störung der Impulskontrolle mit intermittierend auftretender Reizbarkeit
Primärschlüssel
Störung des Sozialverhaltens mit Zwangscharakter
Primärschlüssel

Änderungen

2010Bestand
Sonstige abnorme Gewohnheiten und Störungen der Impulskontrolle

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2022 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte