F51.3 Schlafwandeln [Somnambulismus]

Kurz erklärt: Schlafstörungen ohne körperliche Ursache, zum Beispiel Ein- und Durchschlafstörungen.

ICD-10-GM 2023Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Endständig · stationär (§ 301 SGB V): Primärkode zulässig · ambulant (§ 295 SGB V): Primärkode zulässig
Morbi-RSAAndere psychische Störungen — Zuordnung im morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich.
Definition:

Schlafwandeln oder Somnambulismus ist ein Zustand veränderter Bewusstseinslage, in dem Phänomene von Schlaf und Wachsein kombiniert sind. Während einer schlafwandlerischen Episode verlässt die betreffende Person das Bett, häufig während des ersten Drittels des Nachtschlafes, geht umher, zeigt ein herabgesetztes Bewusstsein, verminderte Reaktivität und Geschicklichkeit. Nach dem Erwachen besteht meist keine Erinnerung an das Schlafwandeln mehr.

Diagnosehäufigkeit

217 Fälle · 54 % Männer · Gipfel 5 bis unter 10 Jahre · 23 % Allgemeine Psychiatrie’23

Rang 3224 von 7.684 auf derselben Katalogebene · 0,001 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 27 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr000––
1 bis unter 5 Jahre2200,92 %1,0
5 bis unter 10 Jahre42301219 %2,4
10 bis unter 15 Jahre201199,2 %1,9
15 bis unter 18 Jahre2110,92 %1,0
18 bis unter 20 Jahre2200,92 %2,5
20 bis unter 25 Jahre2391411 %2,4
25 bis unter 30 Jahre39172218 %2,0
30 bis unter 35 Jahre31171414 %2,6
35 bis unter 40 Jahre17987,8 %2,6
40 bis unter 45 Jahre17897,8 %2,4
45 bis unter 50 Jahre7433,2 %2,3
50 bis unter 55 Jahre3211,4 %1,7
55 bis unter 60 Jahre2110,92 %2,5
60 bis unter 65 Jahre1100,46 %2,0
65 bis unter 70 Jahre000––
70 bis unter 75 Jahre5142,3 %2,6
75 bis unter 80 Jahre000––
80 bis unter 85 Jahre3211,4 %3,3
85 bis unter 90 Jahre1100,46 %1,0
90 bis unter 95 Jahre000––
ab 95 Jahren000––

Behandelnde Fachabteilung

1.857 Fälle

Keine Abteilung überwiegt — die größte, Allgemeine Psychiatrie, hat 23 %

  • Allgemeine Psychiatrie23 %428
  • Innere Medizin23 %427
  • Pädiatrie19 %348
  • Neurologie16 %302
  • Sonstige Fachabteilung11 %203
  • Übrige 11 Abteilungen8,0 %149
▸ Übrige einzeln
  • Pneumologie3,7 %69
  • Psychosomatik/Psychotherapie1,6 %30
  • Kinder- und Jugendpsychiatrie0,92 %17
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde0,59 %11
  • Intensivmedizin0,43 %8
  • Lungen- und Bronchialheilkunde0,38 %7
  • Geriatrie0,11 %2
  • Kardiologie0,11 %2
  • Gastroenterologie0,054 %1
  • Hämatologie und internistische Onkologie0,054 %1
  • Neurochirurgie0,054 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Der Bericht teilt nur bis zum Dreisteller auf; die Verteilung gehört zu F51.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Alphabetisches Verzeichnis6

Mondsüchtigkeit
Primärschlüssel
Nachtwandeln
Primärschlüssel
Schlafbezogene Essstörungen
Primärschlüssel
Schlaftrunkenheit
Primärschlüssel
Schlafwandeln
Primärschlüssel
Somnambulismus
Primärschlüssel

Änderungen

2010Bestand
Schlafwandeln [Somnambulismus]

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2023 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte