F50-F59 Verhaltensauffälligkeiten mit körperlichen Störungen und Faktoren

ICD-10-GM 2023Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Nicht endständig — zur Verschlüsselung einen Subkode wählen · stationär (§ 301 SGB V): – · ambulant (§ 295 SGB V): –
⚖ Regellage2 SEG-4-Empfehlungen · zuletzt 01.01.2026 — Regeln außerhalb des Katalogs

Regeln außerhalb des Katalogs2

gilt über F50.-FoKA: Konsens

Bei stationär behandelten Patienten mit Diabetes mellitus wird u. a. eine Ernährungsberatung (Diätassistentin) durchgeführt. Ein Ernährungsproblem der Patienten wird nicht beschrieben.

gilt über F50.-FoKA: Konsens

Eine 85-jährige Patientin wird zur Anlage einer PEG-Sonde geplant stationär aufgenommen. Bedingt durch eine bekannte dementielle Erkrankung liegt eine Essverweigerung mit drohendem Energie- und Eiweißmangel vor. Als Hauptdiagnose wird F50.8 Sonstige Essstörungen angegeben. Ist die Hauptdiagnose korrekt?

Kodierrichtlinien und Entscheidungen des Schlichtungsausschusses sind für alle verbindlich; SEG-4-Empfehlungen binden die Begutachtung des MD.

Subkodes7

F50.- Essstörungen⚖ 2
F51.- Nichtorganische Schlafstörungen
F52.- Sexuelle Funktionsstörungen, nicht verursacht durch eine organische Störung oder Krankheit
F53.- Psychische oder Verhaltensstörungen im Wochenbett, anderenorts nicht klassifiziertweiblich12 – 55
F54 Psychologische Faktoren oder Verhaltensfaktoren bei anderenorts klassifizierten KrankheitenMorbi-RSA
F55.- Schädlicher Gebrauch von nichtabhängigkeitserzeugenden Substanzen
F59 Nicht näher bezeichnete Verhaltensauffälligkeiten bei körperlichen Störungen und FaktorenMorbi-RSA

Diagnosehäufigkeit

14.698 Fälle · 87 % Frauen · Gipfel 15 bis unter 18 Jahre · 36 % Psychosomatik/Psychotherapie’23

Zusammengezählt über alle Kodes unter F50-F59.

Rang 144 von 228 auf derselben Katalogebene · 0,084 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Männer ab etwa 29, der Frauen ab etwa 18 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr228140,15 %10,8
1 bis unter 5 Jahre12173480,82 %6,1
5 bis unter 10 Jahre2971471502,0 %10,7
10 bis unter 15 Jahre2.8562142.64219 %54,2
15 bis unter 18 Jahre3.6121693.44325 %54,7
18 bis unter 20 Jahre1.052501.0027,2 %53,4
20 bis unter 25 Jahre1.7511781.57312 %49,6
25 bis unter 30 Jahre1.0961339637,5 %43,9
30 bis unter 35 Jahre7801316495,3 %36,2
35 bis unter 40 Jahre6401245164,4 %34,9
40 bis unter 45 Jahre4611093523,1 %31,8
45 bis unter 50 Jahre4361063303,0 %31,6
50 bis unter 55 Jahre406973092,8 %29,5
55 bis unter 60 Jahre4661073593,2 %25,9
60 bis unter 65 Jahre283822011,9 %22,4
65 bis unter 70 Jahre176611151,2 %18,7
70 bis unter 75 Jahre8732550,59 %7,9
75 bis unter 80 Jahre6826420,46 %9,6
80 bis unter 85 Jahre5222300,35 %5,9
85 bis unter 90 Jahre229130,15 %6,7
90 bis unter 95 Jahre13490,088 %6,4
ab 95 Jahren1100,007 %6,0

Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 10,7 Tagen (5 bis unter 10 Jahre) und ⌀ 54,7 Tagen (15 bis unter 18 Jahre).

Behandelnde Fachabteilung

14.698 Fälle

Keine Abteilung überwiegt — die größte, Psychosomatik/Psychotherapie, hat 36 %

  • Psychosomatik/Psychotherapie36 %5.298
  • Pädiatrie21 %3.035
  • Kinder- und Jugendpsychiatrie20 %2.936
  • Allgemeine Psychiatrie9,2 %1.357
  • Innere Medizin7,2 %1.051
  • Übrige 22 Abteilungen6,9 %1.021
▸ Übrige einzeln
  • Neurologie2,3 %331
  • Sonstige Fachabteilung1,8 %265
  • Gastroenterologie0,87 %128
  • Pneumologie0,53 %78
  • Urologie0,37 %54
  • Intensivmedizin0,25 %37
  • Kardiologie0,24 %35
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe0,18 %27
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde0,082 %12
  • Chirurgie0,075 %11
  • Geriatrie0,061 %9
  • Lungen- und Bronchialheilkunde0,054 %8
  • Kinderkardiologie0,034 %5
  • Neonatologie0,027 %4
  • Nephrologie0,027 %4
  • Hämatologie und internistische Onkologie0,020 %3
  • Endokrinologie0,014 %2
  • Geburtshilfe0,014 %2
  • Neurochirurgie0,014 %2
  • Orthopädie0,014 %2
  • Plastische Chirurgie0,007 %1
  • Unfallchirurgie0,007 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Zusammengezählt über alle Dreisteller unter F50-F59.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Änderungen

2010Bestand
Verhaltensauffälligkeiten mit körperlichen Störungen und Faktoren

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2023 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte