F50.- Essstörungen

ICD-10-GM 2025Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Nicht endständig — zur Verschlüsselung einen Subkode wählen · stationär (§ 301 SGB V): nicht zur Verschlüsselung zugelassen · ambulant (§ 295 SGB V): nicht zur Verschlüsselung zugelassen
⚖ Regellage2 SEG-4-Empfehlungen · zuletzt 01.01.2026 — Regeln außerhalb des Katalogs
Exklusive:

Anorexia o.n.A. R63.0

Fütterschwierigkeiten und Betreuungsfehler R63.3

Fütterstörung im Kleinkind- und Kindesalter F98.2

Polyphagie R63.2

Regeln außerhalb des Katalogs2

Bei stationär behandelten Patienten mit Diabetes mellitus wird u. a. eine Ernährungsberatung (Diätassistentin) durchgeführt. Ein Ernährungsproblem der Patienten wird nicht beschrieben.

Eine 85-jährige Patientin wird zur Anlage einer PEG-Sonde geplant stationär aufgenommen. Bedingt durch eine bekannte dementielle Erkrankung liegt eine Essverweigerung mit drohendem Energie- und Eiweißmangel vor. Als Hauptdiagnose wird F50.8 Sonstige Essstörungen angegeben. Ist die Hauptdiagnose korrekt?

Kodierrichtlinien und Entscheidungen des Schlichtungsausschusses sind für alle verbindlich; SEG-4-Empfehlungen binden die Begutachtung des MD.

Subkodes8

F50.0- Anorexia nervosaAmbulant 4-stelligMorbi-RSA⚖ 2
F50.1 Atypische Anorexia nervosaCCL:12Morbi-RSA⚖ 2
F50.2 Bulimia nervosaCCL:12Morbi-RSA⚖ 2
F50.3 Atypische Bulimia nervosaCCL:12Morbi-RSA⚖ 2
F50.4 Essattacken bei anderen psychischen StörungenCCL:12Morbi-RSA⚖ 2
F50.5 Erbrechen bei anderen psychischen StörungenMorbi-RSA⚖ 2
F50.8 Sonstige EssstörungenCCL:12Morbi-RSA⚖ 2
F50.9 Essstörung, nicht näher bezeichnetCCL:12Morbi-RSA⚖ 2

Diagnosehäufigkeit

12.378 Fälle · 93 % Frauen · Gipfel 15 bis unter 18 Jahre · 43 % Psychosomatik/Psychotherapie’24

Zusammengezählt über alle Kodes unter F50.-.

Rang 269 von 1.532 auf derselben Katalogebene · 0,069 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 18 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr000–4,3
1 bis unter 5 Jahre155100,12 %6,8
5 bis unter 10 Jahre151451061,2 %22,9
10 bis unter 15 Jahre2.7851832.60222 %55,7
15 bis unter 18 Jahre3.5131553.35828 %55,9
18 bis unter 20 Jahre1.045499968,4 %55,3
20 bis unter 25 Jahre1.638811.55713 %54,8
25 bis unter 30 Jahre960768847,8 %55,7
30 bis unter 35 Jahre531544774,3 %49,0
35 bis unter 40 Jahre415443713,4 %46,8
40 bis unter 45 Jahre304402642,5 %46,0
45 bis unter 50 Jahre260302302,1 %45,5
50 bis unter 55 Jahre219361831,8 %49,2
55 bis unter 60 Jahre242352072,0 %42,9
60 bis unter 65 Jahre151231281,2 %39,8
65 bis unter 70 Jahre7410640,60 %36,1
70 bis unter 75 Jahre344300,27 %19,9
75 bis unter 80 Jahre152130,12 %18,9
80 bis unter 85 Jahre165110,13 %10,0
85 bis unter 90 Jahre7070,057 %4,8
90 bis unter 95 Jahre3120,024 %6,7
ab 95 Jahren000––

Fälle aus dem Datenjahr 2024, Verweildauer aus 2023 — die amtliche Statistik weist die Belegungstage seit 2024 nicht mehr aus.

Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 39,8 Tagen (60 bis unter 65 Jahre) und ⌀ 55,9 Tagen (15 bis unter 18 Jahre).

Behandelnde Fachabteilung’23

12.106 Fälle

Vor allem Psychosomatik/Psychotherapie und Kinder- und Jugendpsychiatrie (43 % und 24 %)

  • Psychosomatik/Psychotherapie43 %5.229
  • Kinder- und Jugendpsychiatrie24 %2.913
  • Pädiatrie21 %2.602
  • Allgemeine Psychiatrie5,5 %664
  • Innere Medizin4,1 %501
  • Übrige 15 Abteilungen1,6 %197
▸ Übrige einzeln
  • Gastroenterologie1,00 %121
  • Intensivmedizin0,17 %20
  • Kardiologie0,12 %14
  • Neurologie0,066 %8
  • Geriatrie0,050 %6
  • Sonstige Fachabteilung0,050 %6
  • Chirurgie0,041 %5
  • Pneumologie0,041 %5
  • Neonatologie0,025 %3
  • Endokrinologie0,017 %2
  • Kinderkardiologie0,017 %2
  • Nephrologie0,017 %2
  • Hämatologie und internistische Onkologie0,008 %1
  • Lungen- und Bronchialheilkunde0,008 %1
  • Neurochirurgie0,008 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Änderungen

2010Bestand
Essstörungen

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2025 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte