F50.- Essstörungen

ICD-10-GM 2022Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Nicht endständig — zur Verschlüsselung einen Subkode wählen · stationär (§ 301 SGB V): nicht zur Verschlüsselung zugelassen · ambulant (§ 295 SGB V): nicht zur Verschlüsselung zugelassen
⚖ Regellage2 SEG-4-Empfehlungen · zuletzt 01.01.2026 — Regeln außerhalb des Katalogs
Exklusive:

Anorexia o.n.A. R63.0

Fütterschwierigkeiten und Betreuungsfehler R63.3

Fütterstörung im Kleinkind- und Kindesalter F98.2

Polyphagie R63.2

Regeln außerhalb des Katalogs2

Bei stationär behandelten Patienten mit Diabetes mellitus wird u. a. eine Ernährungsberatung (Diätassistentin) durchgeführt. Ein Ernährungsproblem der Patienten wird nicht beschrieben.

Eine 85-jährige Patientin wird zur Anlage einer PEG-Sonde geplant stationär aufgenommen. Bedingt durch eine bekannte dementielle Erkrankung liegt eine Essverweigerung mit drohendem Energie- und Eiweißmangel vor. Als Hauptdiagnose wird F50.8 Sonstige Essstörungen angegeben. Ist die Hauptdiagnose korrekt?

Kodierrichtlinien und Entscheidungen des Schlichtungsausschusses sind für alle verbindlich; SEG-4-Empfehlungen binden die Begutachtung des MD.

Subkodes8

F50.0- Anorexia nervosaAmbulant 4-stelligMorbi-RSA⚖ 2
F50.1 Atypische Anorexia nervosaMorbi-RSA⚖ 2
F50.2 Bulimia nervosaMorbi-RSA⚖ 2
F50.3 Atypische Bulimia nervosaMorbi-RSA⚖ 2
F50.4 Essattacken bei anderen psychischen StörungenMorbi-RSA⚖ 2
F50.5 Erbrechen bei anderen psychischen StörungenMorbi-RSA⚖ 2
F50.8 Sonstige EssstörungenMorbi-RSA⚖ 2
F50.9 Essstörung, nicht näher bezeichnetMorbi-RSA⚖ 2

Diagnosehäufigkeit

12.948 Fälle · 93 % Frauen · Gipfel 15 bis unter 18 Jahre · 40 % Psychosomatik/Psychotherapie’22

Zusammengezählt über alle Kodes unter F50.-.

Rang 259 von 1.540 auf derselben Katalogebene · 0,075 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 18 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr7430,054 %2,7
1 bis unter 5 Jahre211290,16 %7,1
5 bis unter 10 Jahre10442620,80 %26,0
10 bis unter 15 Jahre3.2282043.02425 %52,8
15 bis unter 18 Jahre3.7351603.57529 %53,5
18 bis unter 20 Jahre1.056521.0048,2 %47,6
20 bis unter 25 Jahre1.682941.58813 %52,2
25 bis unter 30 Jahre870717996,7 %53,7
30 bis unter 35 Jahre537484894,1 %51,7
35 bis unter 40 Jahre413463673,2 %45,6
40 bis unter 45 Jahre360483122,8 %44,1
45 bis unter 50 Jahre249222271,9 %43,2
50 bis unter 55 Jahre242362061,9 %43,6
55 bis unter 60 Jahre203291741,6 %40,1
60 bis unter 65 Jahre10717900,83 %42,2
65 bis unter 70 Jahre4915340,38 %31,9
70 bis unter 75 Jahre316250,24 %23,1
75 bis unter 80 Jahre163130,12 %9,4
80 bis unter 85 Jahre224180,17 %10,5
85 bis unter 90 Jahre9270,070 %10,3
90 bis unter 95 Jahre7160,054 %5,0
ab 95 Jahren000––

Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 40,1 Tagen (55 bis unter 60 Jahre) und ⌀ 53,7 Tagen (25 bis unter 30 Jahre).

Behandelnde Fachabteilung

12.948 Fälle

Vor allem Psychosomatik/Psychotherapie und Kinder- und Jugendpsychiatrie (40 % und 24 %)

  • Psychosomatik/Psychotherapie40 %5.233
  • Kinder- und Jugendpsychiatrie24 %3.164
  • Pädiatrie23 %2.986
  • Allgemeine Psychiatrie6,2 %805
  • Innere Medizin4,1 %535
  • Übrige 16 Abteilungen1,7 %225
▸ Übrige einzeln
  • Gastroenterologie0,99 %128
  • Intensivmedizin0,14 %18
  • Kardiologie0,12 %15
  • Sonstige Fachabteilung0,11 %14
  • Neurologie0,070 %9
  • Endokrinologie0,062 %8
  • Chirurgie0,046 %6
  • Geriatrie0,046 %6
  • Nephrologie0,039 %5
  • Pneumologie0,031 %4
  • Hämatologie und internistische Onkologie0,023 %3
  • Kinderchirurgie0,023 %3
  • Kinderkardiologie0,015 %2
  • Rheumatologie0,015 %2
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe0,008 %1
  • Neurochirurgie0,008 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Änderungen

2010Bestand
Essstörungen

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2022 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte