F50.1 Atypische Anorexia nervosa

ICD-10-GM 2022Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Endständig · stationär (§ 301 SGB V): Primärkode zulässig · ambulant (§ 295 SGB V): Primärkode zulässig
Morbi-RSAAnorexia nervosa, Bulimie — Zuordnung im morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich.
⚖ Regellage2 SEG-4-Empfehlungen · zuletzt 01.01.2026 — Regeln außerhalb des Katalogs
Definition:

Es handelt sich um Störungen, die einige Kriterien der Anorexia nervosa erfüllen, das gesamte klinische Bild rechtfertigt die Diagnose jedoch nicht. Zum Beispiel können die Schlüsselsymptome wie deutliche Angst vor dem zu Dicksein oder die Amenorrhoe fehlen, trotz eines erheblichen Gewichtsverlustes und gewichtsreduzierendem Verhalten. Die Diagnose ist bei einer bekannten körperlichen Krankheit mit Gewichtsverlust nicht zu stellen.

Regeln außerhalb des Katalogs2

gilt über F50.-FoKA: Konsens

Bei stationär behandelten Patienten mit Diabetes mellitus wird u. a. eine Ernährungsberatung (Diätassistentin) durchgeführt. Ein Ernährungsproblem der Patienten wird nicht beschrieben.

gilt über F50.-FoKA: Konsens

Eine 85-jährige Patientin wird zur Anlage einer PEG-Sonde geplant stationär aufgenommen. Bedingt durch eine bekannte dementielle Erkrankung liegt eine Essverweigerung mit drohendem Energie- und Eiweißmangel vor. Als Hauptdiagnose wird F50.8 Sonstige Essstörungen angegeben. Ist die Hauptdiagnose korrekt?

Kodierrichtlinien und Entscheidungen des Schlichtungsausschusses sind für alle verbindlich; SEG-4-Empfehlungen binden die Begutachtung des MD.

Diagnosehäufigkeit

1.656 Fälle · 90 % Frauen · Gipfel 15 bis unter 18 Jahre · 40 % Psychosomatik/Psychotherapie’22

Rang 1242 von 7.638 auf derselben Katalogebene · 0,010 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 18 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr000––
1 bis unter 5 Jahre000––
5 bis unter 10 Jahre10370,60 %52,7
10 bis unter 15 Jahre3593632322 %56,7
15 bis unter 18 Jahre4573742028 %50,0
18 bis unter 20 Jahre163161479,8 %45,8
20 bis unter 25 Jahre2752525017 %47,4
25 bis unter 30 Jahre134121228,1 %51,2
30 bis unter 35 Jahre697624,2 %52,8
35 bis unter 40 Jahre5212403,1 %46,2
40 bis unter 45 Jahre362342,2 %50,3
45 bis unter 50 Jahre241231,4 %57,7
50 bis unter 55 Jahre333302,0 %39,4
55 bis unter 60 Jahre204161,2 %25,7
60 bis unter 65 Jahre143110,85 %35,1
65 bis unter 70 Jahre3210,18 %46,3
70 bis unter 75 Jahre6240,36 %22,8
75 bis unter 80 Jahre1010,060 %2,0
80 bis unter 85 Jahre000––
85 bis unter 90 Jahre000––
90 bis unter 95 Jahre000––
ab 95 Jahren000––

Behandelnde Fachabteilung

12.948 Fälle

Vor allem Psychosomatik/Psychotherapie und Kinder- und Jugendpsychiatrie (40 % und 24 %)

  • Psychosomatik/Psychotherapie40 %5.233
  • Kinder- und Jugendpsychiatrie24 %3.164
  • Pädiatrie23 %2.986
  • Allgemeine Psychiatrie6,2 %805
  • Innere Medizin4,1 %535
  • Übrige 16 Abteilungen1,7 %225
▸ Übrige einzeln
  • Gastroenterologie0,99 %128
  • Intensivmedizin0,14 %18
  • Kardiologie0,12 %15
  • Sonstige Fachabteilung0,11 %14
  • Neurologie0,070 %9
  • Endokrinologie0,062 %8
  • Chirurgie0,046 %6
  • Geriatrie0,046 %6
  • Nephrologie0,039 %5
  • Pneumologie0,031 %4
  • Hämatologie und internistische Onkologie0,023 %3
  • Kinderchirurgie0,023 %3
  • Kinderkardiologie0,015 %2
  • Rheumatologie0,015 %2
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe0,008 %1
  • Neurochirurgie0,008 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Der Bericht teilt nur bis zum Dreisteller auf; die Verteilung gehört zu F50.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Alphabetisches Verzeichnis1

Atypische Anorexia nervosa
Primärschlüssel

Änderungen

2010Bestand
Atypische Anorexia nervosa

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2022 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte