F50.5 Erbrechen bei anderen psychischen Störungen

ICD-10-GM 2023Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Endständig · stationär (§ 301 SGB V): Primärkode zulässig · ambulant (§ 295 SGB V): Primärkode zulässig
Morbi-RSASonstige Essstörungen — Zuordnung im morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich.
⚖ Regellage2 SEG-4-Empfehlungen · zuletzt 01.01.2026 — Regeln außerhalb des Katalogs
Definition:

Wiederholtes Erbrechen bei dissoziativen Störungen F44.- und Hypochondrie F45.2 und Erbrechen, das nicht unter anderen Zustandsbildern außerhalb des Kapitels V klassifiziert werden kann. Diese Subkategorie kann zusätzlich zu O21.- (übermäßiges Erbrechen in der Schwangerschaft) verwendet werden, wenn hauptsächlich emotionale Faktoren wiederholte Übelkeit und Erbrechen verursachen.

Inklusive:

Psychogenes Erbrechen

Exklusive:

Erbrechen o.n.A. R11

Übelkeit R11

Regeln außerhalb des Katalogs2

gilt über F50.-FoKA: Konsens

Bei stationär behandelten Patienten mit Diabetes mellitus wird u. a. eine Ernährungsberatung (Diätassistentin) durchgeführt. Ein Ernährungsproblem der Patienten wird nicht beschrieben.

gilt über F50.-FoKA: Konsens

Eine 85-jährige Patientin wird zur Anlage einer PEG-Sonde geplant stationär aufgenommen. Bedingt durch eine bekannte dementielle Erkrankung liegt eine Essverweigerung mit drohendem Energie- und Eiweißmangel vor. Als Hauptdiagnose wird F50.8 Sonstige Essstörungen angegeben. Ist die Hauptdiagnose korrekt?

Kodierrichtlinien und Entscheidungen des Schlichtungsausschusses sind für alle verbindlich; SEG-4-Empfehlungen binden die Begutachtung des MD.

Diagnosehäufigkeit

125 Fälle · 88 % Frauen · Gipfel 15 bis unter 18 Jahre · 43 % Psychosomatik/Psychotherapie’23

Rang 3810 von 7.684 auf derselben Katalogebene · 0,001 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 18 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr000––
1 bis unter 5 Jahre1100,80 %1,0
5 bis unter 10 Jahre9367,2 %3,1
10 bis unter 15 Jahre1921715 %5,2
15 bis unter 18 Jahre3513428 %8,3
18 bis unter 20 Jahre4043,2 %2,0
20 bis unter 25 Jahre1731414 %9,2
25 bis unter 30 Jahre4043,2 %20,8
30 bis unter 35 Jahre4133,2 %4,8
35 bis unter 40 Jahre4043,2 %14,0
40 bis unter 45 Jahre3032,4 %5,3
45 bis unter 50 Jahre3032,4 %3,0
50 bis unter 55 Jahre2021,6 %9,5
55 bis unter 60 Jahre4043,2 %7,8
60 bis unter 65 Jahre8176,4 %9,1
65 bis unter 70 Jahre3212,4 %3,3
70 bis unter 75 Jahre000––
75 bis unter 80 Jahre3122,4 %9,0
80 bis unter 85 Jahre2021,6 %15,0
85 bis unter 90 Jahre000––
90 bis unter 95 Jahre000––
ab 95 Jahren000––

Behandelnde Fachabteilung

12.106 Fälle

Vor allem Psychosomatik/Psychotherapie und Kinder- und Jugendpsychiatrie (43 % und 24 %)

  • Psychosomatik/Psychotherapie43 %5.229
  • Kinder- und Jugendpsychiatrie24 %2.913
  • Pädiatrie21 %2.602
  • Allgemeine Psychiatrie5,5 %664
  • Innere Medizin4,1 %501
  • Übrige 15 Abteilungen1,6 %197
▸ Übrige einzeln
  • Gastroenterologie1,00 %121
  • Intensivmedizin0,17 %20
  • Kardiologie0,12 %14
  • Neurologie0,066 %8
  • Geriatrie0,050 %6
  • Sonstige Fachabteilung0,050 %6
  • Chirurgie0,041 %5
  • Pneumologie0,041 %5
  • Neonatologie0,025 %3
  • Endokrinologie0,017 %2
  • Kinderkardiologie0,017 %2
  • Nephrologie0,017 %2
  • Hämatologie und internistische Onkologie0,008 %1
  • Lungen- und Bronchialheilkunde0,008 %1
  • Neurochirurgie0,008 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Der Bericht teilt nur bis zum Dreisteller auf; die Verteilung gehört zu F50.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Alphabetisches Verzeichnis11

Erbrechen bei psychischer Störung
Primärschlüssel
Hysterisches Erbrechen
Primärschlüssel
Nervöses Erbrechen
Primärschlüssel
Neurotisches Erbrechen
Primärschlüssel
Periodisches psychogenes Erbrechen
Primärschlüssel
Psychogene Hyperemesis gravidarum
Primärschlüssel
Psychogener Vomitus
Primärschlüssel
Psychogener Vomitus faeculentus
Primärschlüssel
Psychogenes Erbrechen
Primärschlüssel
Psychogenes Erbrechen nach Magen-Darm-Operation
Primärschlüssel
Zyklisches psychogenes Erbrechen
Primärschlüssel

Änderungen

2010Bestand
Erbrechen bei anderen psychischen Störungen

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2023 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte