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F48.1Depersonalisations- und Derealisationssyndrom

Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295
Endständig · stationär (§ 301 SGB V): Primärkode zulässig · ambulant (§ 295 SGB V): Primärkode zulässig
Morbi-RSA’25
Andere psychische Störungen — Zuordnung im morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich.
Definition:

Eine seltene Störung, bei der ein Patient spontan beklagt, dass seine geistige Aktivität, sein Körper oder die Umgebung sich in ihrer Qualität verändert haben, und unwirklich, wie in weiter Ferne oder automatisiert erlebt werden. Neben vielen anderen Phänomenen und Symptomen klagen die Patienten am häufigsten über den Verlust von Emotionen, über Entfremdung und Loslösung vom eigenen Denken, vom Körper oder von der umgebenden realen Welt. Trotz der dramatischen Form dieser Erfahrungen ist sich der betreffende Patient der Unwirklichkeit dieser Veränderung bewusst. Das Sensorium ist normal, die Möglichkeiten des emotionalen Ausdrucks intakt. Depersonalisations- und Derealisationsphänomene können im Rahmen einer schizophrenen, depressiven, phobischen oder Zwangsstörung auftreten. In solchen Fällen sollte die Diagnose der im Vordergrund stehenden Störung gestellt werden.

Diagnosehäufigkeit

Rang 4069 von 7.648 auf derselben Katalogebene · 0,001 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 25 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr000––
1 bis unter 5 Jahre000––
5 bis unter 10 Jahre2202,2 %–
10 bis unter 15 Jahre5235,5 %26,3
15 bis unter 18 Jahre7347,7 %15,4
18 bis unter 20 Jahre117412 %24,2
20 bis unter 25 Jahre2091122 %40,8
25 bis unter 30 Jahre1411315 %19,6
30 bis unter 35 Jahre9549,9 %27,4
35 bis unter 40 Jahre114712 %61,3
40 bis unter 45 Jahre3033,3 %10,3
45 bis unter 50 Jahre1011,1 %–
50 bis unter 55 Jahre2022,2 %29,5
55 bis unter 60 Jahre1011,1 %1,5
60 bis unter 65 Jahre2112,2 %44,5
65 bis unter 70 Jahre1011,1 %9,0
70 bis unter 75 Jahre2112,2 %18,0
75 bis unter 80 Jahre000––
80 bis unter 85 Jahre000––
85 bis unter 90 Jahre000––
90 bis unter 95 Jahre000––
ab 95 Jahren000––

Fälle aus dem Datenjahr 2024, Verweildauer aus 2023 — die amtliche Statistik weist die Belegungstage seit 2024 nicht mehr aus.

Behandelnde Fachabteilung’23

825 Fälle

Keine Abteilung überwiegt — die größte, Innere Medizin, hat 27 %

  • Innere Medizin27 %224
  • Neurologie26 %217
  • Psychosomatik/Psychotherapie13 %105
  • Pädiatrie11 %91
  • Allgemeine Psychiatrie7,0 %58
  • Übrige 17 Abteilungen16 %130
▸ Übrige einzeln
  • Sonstige Fachabteilung3,8 %31
  • Geriatrie3,4 %28
  • Kardiologie3,4 %28
  • Kinder- und Jugendpsychiatrie0,85 %7
  • Gastroenterologie0,73 %6
  • Hämatologie und internistische Onkologie0,61 %5
  • Lungen- und Bronchialheilkunde0,61 %5
  • Chirurgie0,36 %3
  • Intensivmedizin0,36 %3
  • Orthopädie0,36 %3
  • Pneumologie0,36 %3
  • Rheumatologie0,24 %2
  • Unfallchirurgie0,24 %2
  • Dermatologie0,12 %1
  • Kinderkardiologie0,12 %1
  • Nephrologie0,12 %1
  • Neurochirurgie0,12 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Der Bericht teilt nur bis zum Dreisteller auf; die Verteilung gehört zu F48.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Alphabetisches Verzeichnis7

Depersonalisation
PrimärschlüsselPrimär†:F48.1
Depersonalisationssyndrom
PrimärschlüsselPrimär†:F48.1
Derealisation
PrimärschlüsselPrimär†:F48.1
Derealisationssyndrom
PrimärschlüsselPrimär†:F48.1
Neurotische Derealisation
PrimärschlüsselPrimär†:F48.1
Neurotischer Zustand mit Depersonalisationsphasen
PrimärschlüsselPrimär†:F48.1
Neurotisches Depersonalisationssyndrom
PrimärschlüsselPrimär†:F48.1

Änderungen

2010Bestand
Depersonalisations- und Derealisationssyndrom

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2026 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2026 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte