F45.40 Anhaltende somatoforme Schmerzstörung

Kurz erklärt: Körperliche Beschwerden, für die sich keine ausreichende organische Ursache findet (somatoforme Störung).

ICD-10-GM 2025Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Endständig · stationär (§ 301 SGB V): Primärkode zulässig · ambulant (§ 295 SGB V): Primärkode zulässig
Morbi-RSAChronischer Schmerz ohne Dauermedikation — Zuordnung im morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich.
Definition:

Die vorherrschende Beschwerde ist ein andauernder, schwerer und quälender Schmerz, der durch einen physiologischen Prozess oder eine körperliche Störung nicht hinreichend erklärt werden kann. Er tritt in Verbindung mit emotionalen Konflikten oder psychosozialen Belastungen auf, denen die Hauptrolle für Beginn, Schweregrad, Exazerbation oder Aufrechterhaltung der Schmerzen zukommt. Die Folge ist meist eine beträchtlich gesteigerte persönliche oder medizinische Hilfe und Unterstützung.

Inklusive:

Psychalgie

Psychogen: Kopfschmerz

Psychogen: Rückenschmerz

Somatoforme Schmerzstörung

Exklusive:

Spannungskopfschmerz G44.2

Diagnosehäufigkeit

28.894 Fälle · 72 % Frauen · Gipfel 55 bis unter 60 Jahre · 16 % Sonstige Fachabteilung’24

Die Statistik weist F45.40 nicht einzeln aus — die Zahlen gehören zu F45.4 mit allen Subkodes.

Rang 108 von 7.648 auf derselben Katalogebene · 0,16 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 59 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr000––
1 bis unter 5 Jahre000–2,0
5 bis unter 10 Jahre5518370,19 %16,7
10 bis unter 15 Jahre6171924252,1 %23,3
15 bis unter 18 Jahre6541065482,3 %24,6
18 bis unter 20 Jahre135331020,47 %23,2
20 bis unter 25 Jahre342852571,2 %19,6
25 bis unter 30 Jahre4461512951,5 %21,4
30 bis unter 35 Jahre5842243602,0 %19,6
35 bis unter 40 Jahre9103535573,1 %18,2
40 bis unter 45 Jahre1.3704109604,7 %18,5
45 bis unter 50 Jahre1.9825311.4516,9 %18,1
50 bis unter 55 Jahre3.3398482.49112 %18,7
55 bis unter 60 Jahre5.2771.4793.79818 %18,4
60 bis unter 65 Jahre4.6121.3293.28316 %17,4
65 bis unter 70 Jahre2.5247181.8068,7 %16,4
70 bis unter 75 Jahre2.1705761.5947,5 %15,8
75 bis unter 80 Jahre1.5943961.1985,5 %15,8
80 bis unter 85 Jahre1.4353521.0835,0 %14,8
85 bis unter 90 Jahre7421705722,6 %14,7
90 bis unter 95 Jahre10023770,35 %14,7
ab 95 Jahren6240,021 %13,9

Fälle aus dem Datenjahr 2024, Verweildauer aus 2023 — die amtliche Statistik weist die Belegungstage seit 2024 nicht mehr aus.

Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 14,7 Tagen (85 bis unter 90 Jahre) und ⌀ 24,6 Tagen (15 bis unter 18 Jahre).

Behandelnde Fachabteilung’23

37.859 Fälle

Keine Abteilung überwiegt — die größte, Sonstige Fachabteilung, hat 16 %

  • Sonstige Fachabteilung16 %6.210
  • Innere Medizin15 %5.744
  • Neurologie14 %5.482
  • Orthopädie13 %5.103
  • Psychosomatik/Psychotherapie13 %4.981
  • Übrige 27 Abteilungen27 %10.339
▸ Übrige einzeln
  • Chirurgie7,6 %2.879
  • Allgemeine Psychiatrie6,1 %2.298
  • Pädiatrie5,4 %2.030
  • Intensivmedizin1,6 %593
  • Unfallchirurgie1,2 %460
  • Rheumatologie1,1 %426
  • Neurochirurgie0,95 %359
  • Kardiologie0,80 %301
  • Gastroenterologie0,63 %237
  • Kinder- und Jugendpsychiatrie0,60 %226
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde0,59 %224
  • Geriatrie0,41 %155
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe0,15 %56
  • Hämatologie und internistische Onkologie0,045 %17
  • Nephrologie0,040 %15
  • Pneumologie0,040 %15
  • Dermatologie0,037 %14
  • Urologie0,018 %7
  • Kinderchirurgie0,016 %6
  • Plastische Chirurgie0,013 %5
  • Lungen- und Bronchialheilkunde0,011 %4
  • Augenheilkunde0,008 %3
  • Zahn- u. Kieferheilkunde, Mund- u. Kieferchirurgie0,008 %3
  • Endokrinologie0,005 %2
  • Gefäßchirurgie0,005 %2
  • Kinderkardiologie0,003 %1
  • Neonatologie0,003 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Der Bericht teilt nur bis zum Dreisteller auf; die Verteilung gehört zu F45.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Alphabetisches Verzeichnis40

Anhaltende somatoforme schmerzhafte Störung
Primärschlüssel
Cephalgia nichtorganischen Ursprungs
Primärschlüssel
Emotionale Kopfschmerzen
Primärschlüssel
Kopfschmerzen nichtorganischen Ursprungs
Primärschlüssel
Nervöse Kephalgie
Primärschlüssel
Nervöse Kopfschmerzen
Primärschlüssel
Neuralgismus
Primärschlüssel
Persistierende psychogene Schmerzen
Primärschlüssel
Pseudoneuralgie
Primärschlüssel
Psychalgie
Primärschlüssel
Psychogene Arthralgie
Primärschlüssel
Psychogene Arthrodynie
Primärschlüssel
Psychogene Brustdrüsenschmerzen
Primärschlüssel
Psychogene Dorsalgie
Primärschlüssel
Psychogene Gastralgie
Primärschlüssel
Psychogene gastrische Schmerzen
Primärschlüssel
▸ noch 24 Einträge
Psychogene Gelenkschmerzen
Primärschlüssel
Psychogene Herzschmerzen
Primärschlüssel
Psychogene Hodenschmerzen
Primärschlüssel
Psychogene Kopfschmerzen
Primärschlüssel
Psychogene Magenschmerzen
Primärschlüssel
Psychogene Mammaschmerzen
Primärschlüssel
Psychogene Mastalgie
Primärschlüssel
Psychogene Mastodynie
Primärschlüssel
Psychogene Myalgie
Primärschlüssel
Psychogene Nackenschmerzen
Primärschlüssel
Psychogene Penisschmerzen
Primärschlüssel
Psychogene Polyarthralgie
Primärschlüssel
Psychogene Präkordialschmerzen
Primärschlüssel
Psychogene Rückenschmerzen
Primärschlüssel
Psychogene Schmerzen der Genitalorgane
Primärschlüssel
Psychogene Schmerzen des gastrointestinalen Systems
Primärschlüssel
Psychogene Schmerzen im Halswirbelsäulenbereich
Primärschlüssel
Psychogene Schmerzen im Skrotum
Primärschlüssel
Psychogene Schmerzen im Testis
Primärschlüssel
Psychogene Schmerzen im Uterus
Primärschlüssel
Psychogene Schmerzen im Weichteilgewebe
Primärschlüssel
Psychogene spastische Proktalgie
Primärschlüssel
Psychogene Wirbelsäulenschmerzen
Primärschlüssel
Somatoforme Schmerzstörung
Primärschlüssel

Arzneimittelvalidierung Morbi-RSA (ATC)27

M01AA
ButylpyrazolidineICD:F45.4-F45.40F45.41+165
M01AB
Essigsäure-Derivate und verwandte SubstanzenICD:F45.4-F45.40F45.41+171
M01AC
OxicameICD:F45.4-F45.40F45.41+165
M01AE
Propionsäure-DerivateICD:E84.0E84.1E84.8-+178
M01AX
Andere nichtsteroidale Antiphlogistika und AntirheumatikaICD:F45.4-F45.40F45.41+165
N02AA
Natürliche Opium-AlkaloideICD:F45.4-F45.40F45.41+23
N02AB
Phenylpiperidin-DerivateICD:F45.4-F45.40F45.41+22
N02AC
Diphenylpropylamin-DerivateICD:F45.4-F45.40F45.41+23
N02AD
Benzomorphan-DerivateICD:F45.4-F45.40F45.41+22
N02AE
Oripavin-DerivateICD:F45.4-F45.40F45.41+22
N02AF
Morphinan-DerivateICD:F45.4-F45.40F45.41+22
N02AG
Opioide in Kombination mit SpasmolytikaICD:F45.4-F45.40F45.41+2
N02AJ
Opioide in Kombination mit nichtopioiden AnalgetikaICD:F45.4-F45.40F45.41+22
N02AX
Andere OpioideICD:F45.4-F45.40F45.41+22
N02BA
Salicylsäure und DerivateICD:F45.4-F45.40F45.41+28
▸ noch 11 Einträge
N02BB
PyrazoloneICD:F45.4-F45.40F45.41+28
N02BF
GabapentinoideICD:F45.4-F45.40F45.41+35
N02BG
Andere Analgetika und AntipyretikaICD:F45.4-F45.40F45.41+33
N02BH
Homöopathische und anthroposophische Analgetika und AntipyretikaICD:F45.4-F45.40F45.41+2
N02BP
Pflanzliche Analgetika und AntipyretikaICD:F45.4-F45.40F45.41+2
N03AB
Hydantoin-DerivateICD:F45.4-F45.40F45.41+2
N03AF
Carboxamid-DerivateICD:F20.0F20.1F20.2+60
N06AA
Nichtselektive Monoamin-WiederaufnahmehemmerICD:F30.0F30.1F30.2+28
N06AB
Selektive Serotonin-WiederaufnahmehemmerICD:F30.0F30.1F30.2+22
N06AX
Andere AntidepressivaICD:F30.0F30.1F30.2+22

Änderungen

2010Bestand
Anhaltende somatoforme Schmerzstörung

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2025 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte