F44.8- Sonstige dissoziative Störungen [Konversionsstörungen]

ICD-10-GM 2022Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Nicht endständig — zur Verschlüsselung einen Subkode wählen · stationär (§ 301 SGB V): nicht zur Verschlüsselung zugelassen · ambulant (§ 295 SGB V): Primärkode zulässig
Ambulant 4-stelligIn der stationären Versorgung (§ 301 SGB V) ist die endständige Schlüsselnummer anzugeben — dieser Kode selbst ist dort nicht kodierbar, sondern einer seiner Subkodes. In der ambulanten Versorgung (§ 295 SGB V) kann auf die fünfte Stelle verzichtet werden: in der hausärztlichen Versorgung, im organisierten Notfalldienst und in der fachärztlichen Versorgung für Diagnosen außerhalb des Fachgebietes.
Morbi-RSASonstige dissoziative Störungen — Zuordnung im morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich.

Subkodes4

F44.80 Ganser-SyndromMorbi-RSA
F44.81 Multiple Persönlichkeit(sstörung)Morbi-RSA
F44.82 Transitorische dissoziative Störungen [Konversionsstörungen] in Kindheit und JugendMorbi-RSA
F44.88 Sonstige dissoziative Störungen [Konversionsstörungen]Morbi-RSA

Diagnosehäufigkeit

1.127 Fälle · 80 % Frauen · Gipfel 15 bis unter 18 Jahre · 53 % Neurologie’22

Rang 1568 von 7.638 auf derselben Katalogebene · 0,007 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Männer ab etwa 38, der Frauen ab etwa 30 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr000––
1 bis unter 5 Jahre000––
5 bis unter 10 Jahre10370,89 %3,6
10 bis unter 15 Jahre8311727,4 %12,5
15 bis unter 18 Jahre1522412813 %8,5
18 bis unter 20 Jahre355303,1 %9,0
20 bis unter 25 Jahre1362211412 %26,8
25 bis unter 30 Jahre11114979,8 %26,2
30 bis unter 35 Jahre9025658,0 %16,6
35 bis unter 40 Jahre9719788,6 %22,6
40 bis unter 45 Jahre8015657,1 %29,9
45 bis unter 50 Jahre629535,5 %28,2
50 bis unter 55 Jahre7820586,9 %19,1
55 bis unter 60 Jahre8432527,5 %25,1
60 bis unter 65 Jahre4811374,3 %21,7
65 bis unter 70 Jahre153121,3 %21,9
70 bis unter 75 Jahre10460,89 %3,3
75 bis unter 80 Jahre155101,3 %9,6
80 bis unter 85 Jahre162141,4 %6,3
85 bis unter 90 Jahre5320,44 %10,6
90 bis unter 95 Jahre000––
ab 95 Jahren000––

Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 8,5 Tagen (15 bis unter 18 Jahre) und ⌀ 29,9 Tagen (40 bis unter 45 Jahre).

Behandelnde Fachabteilung

9.521 Fälle

Vor allem Neurologie und Allgemeine Psychiatrie (53 % und 13 %)

  • Neurologie53 %5.041
  • Allgemeine Psychiatrie13 %1.212
  • Pädiatrie13 %1.192
  • Innere Medizin7,6 %728
  • Psychosomatik/Psychotherapie5,7 %546
  • Übrige 23 Abteilungen8,4 %802
▸ Übrige einzeln
  • Kinder- und Jugendpsychiatrie2,8 %264
  • Intensivmedizin1,6 %153
  • Sonstige Fachabteilung1,4 %131
  • Kardiologie0,84 %80
  • Neurochirurgie0,66 %63
  • Gastroenterologie0,28 %27
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde0,18 %17
  • Geriatrie0,17 %16
  • Unfallchirurgie0,13 %12
  • Chirurgie0,11 %10
  • Pneumologie0,063 %6
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe0,032 %3
  • Kinderkardiologie0,032 %3
  • Nephrologie0,032 %3
  • Orthopädie0,032 %3
  • Dermatologie0,021 %2
  • Kinderchirurgie0,021 %2
  • Zahn- u. Kieferheilkunde, Mund- u. Kieferchirurgie0,021 %2
  • Augenheilkunde0,011 %1
  • Endokrinologie0,011 %1
  • Hämatologie und internistische Onkologie0,011 %1
  • Plastische Chirurgie0,011 %1
  • Rheumatologie0,011 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Der Bericht teilt nur bis zum Dreisteller auf; die Verteilung gehört zu F44.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Änderungen

2010Bestand
Sonstige dissoziative Störungen [Konversionsstörungen]

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2022 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte