F44.1 Dissoziative Fugue

ICD-10-GM 2022Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Endständig · stationär (§ 301 SGB V): Primärkode zulässig · ambulant (§ 295 SGB V): Primärkode zulässig
Morbi-RSASonstige dissoziative Störungen — Zuordnung im morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich.
Definition:

Eine dissoziative Fugue ist eine zielgerichtete Ortsveränderung, die über die gewöhnliche Alltagsmobilität hinausgeht. Darüber hinaus zeigt sie alle Kennzeichen einer dissoziativen Amnesie (F44.0). Obwohl für die Zeit der Fugue eine Amnesie besteht, kann das Verhalten des Patienten während dieser Zeit auf unabhängige Beobachter vollständig normal wirken.

Exklusive:

Postiktale Fugue bei Epilepsie G40.-

Diagnosehäufigkeit

43 Fälle · 65 % Frauen · Gipfel 45 bis unter 50 Jahre · 53 % Neurologie’22

Rang 4905 von 7.638 auf derselben Katalogebene · 0,000 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Männer ab etwa 36, der Frauen ab etwa 46 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr000––
1 bis unter 5 Jahre000––
5 bis unter 10 Jahre000––
10 bis unter 15 Jahre2024,7 %19,5
15 bis unter 18 Jahre1012,3 %1,0
18 bis unter 20 Jahre1012,3 %4,0
20 bis unter 25 Jahre4049,3 %2,5
25 bis unter 30 Jahre4319,3 %8,8
30 bis unter 35 Jahre4409,3 %20,0
35 bis unter 40 Jahre3217,0 %7,3
40 bis unter 45 Jahre4319,3 %27,5
45 bis unter 50 Jahre1321130 %5,7
50 bis unter 55 Jahre3127,0 %7,3
55 bis unter 60 Jahre000––
60 bis unter 65 Jahre4049,3 %67,3
65 bis unter 70 Jahre000––
70 bis unter 75 Jahre000––
75 bis unter 80 Jahre000––
80 bis unter 85 Jahre000––
85 bis unter 90 Jahre000––
90 bis unter 95 Jahre000––
ab 95 Jahren000––

Behandelnde Fachabteilung

9.521 Fälle

Vor allem Neurologie und Allgemeine Psychiatrie (53 % und 13 %)

  • Neurologie53 %5.041
  • Allgemeine Psychiatrie13 %1.212
  • Pädiatrie13 %1.192
  • Innere Medizin7,6 %728
  • Psychosomatik/Psychotherapie5,7 %546
  • Übrige 23 Abteilungen8,4 %802
▸ Übrige einzeln
  • Kinder- und Jugendpsychiatrie2,8 %264
  • Intensivmedizin1,6 %153
  • Sonstige Fachabteilung1,4 %131
  • Kardiologie0,84 %80
  • Neurochirurgie0,66 %63
  • Gastroenterologie0,28 %27
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde0,18 %17
  • Geriatrie0,17 %16
  • Unfallchirurgie0,13 %12
  • Chirurgie0,11 %10
  • Pneumologie0,063 %6
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe0,032 %3
  • Kinderkardiologie0,032 %3
  • Nephrologie0,032 %3
  • Orthopädie0,032 %3
  • Dermatologie0,021 %2
  • Kinderchirurgie0,021 %2
  • Zahn- u. Kieferheilkunde, Mund- u. Kieferchirurgie0,021 %2
  • Augenheilkunde0,011 %1
  • Endokrinologie0,011 %1
  • Hämatologie und internistische Onkologie0,011 %1
  • Plastische Chirurgie0,011 %1
  • Rheumatologie0,011 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Der Bericht teilt nur bis zum Dreisteller auf; die Verteilung gehört zu F44.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Alphabetisches Verzeichnis2

Dissoziative Fugue
Primärschlüssel
Hysterische Fugue
Primärschlüssel

Änderungen

2010Bestand
Dissoziative Fugue

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2022 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte