F42.1 Vorwiegend Zwangshandlungen [Zwangsrituale]

ICD-10-GM 2022Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Endständig · stationär (§ 301 SGB V): Primärkode zulässig · ambulant (§ 295 SGB V): Primärkode zulässig
Morbi-RSAWahn, Demenz bei anderen Erkrankungen, spezifische Zwangsstörungen, sonstige manische und bipolare affektive Störungen, schwere Depression ohne Rezidiv, rezidivierende depressive Störung (< 55 Jahre) — Zuordnung im morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich.
Definition:

Die meisten Zwangshandlungen beziehen sich auf Reinlichkeit (besonders Händewaschen), wiederholte Kontrollen, die garantieren, dass sich eine möglicherweise gefährliche Situation nicht entwickeln kann oder übertriebene Ordnung und Sauberkeit. Diesem Verhalten liegt die Furcht vor einer Gefahr zugrunde, die den Patienten bedroht oder von ihm ausgeht; das Ritual ist ein wirkungsloser oder symbolischer Versuch, diese Gefahr abzuwenden.

Diagnosehäufigkeit

751 Fälle · 58 % Frauen · Gipfel 20 bis unter 25 Jahre · 48 % Allgemeine Psychiatrie’22

Rang 1919 von 7.638 auf derselben Katalogebene · 0,004 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 25 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr000––
1 bis unter 5 Jahre1010,13 %23,0
5 bis unter 10 Jahre14771,9 %39,1
10 bis unter 15 Jahre90414912 %58,3
15 bis unter 18 Jahre100485213 %60,6
18 bis unter 20 Jahre3820185,1 %46,2
20 bis unter 25 Jahre126547217 %45,5
25 bis unter 30 Jahre7428469,9 %35,9
30 bis unter 35 Jahre6620468,8 %49,7
35 bis unter 40 Jahre5117346,8 %35,5
40 bis unter 45 Jahre4320235,7 %39,7
45 bis unter 50 Jahre3718194,9 %35,5
50 bis unter 55 Jahre4317265,7 %42,2
55 bis unter 60 Jahre2913163,9 %40,0
60 bis unter 65 Jahre2010102,7 %38,9
65 bis unter 70 Jahre11381,5 %45,8
70 bis unter 75 Jahre3120,40 %19,7
75 bis unter 80 Jahre2020,27 %26,5
80 bis unter 85 Jahre2020,27 %19,0
85 bis unter 90 Jahre1010,13 %13,0
90 bis unter 95 Jahre000––
ab 95 Jahren000––

Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 35,5 Tagen (35 bis unter 40 Jahre) und ⌀ 60,6 Tagen (15 bis unter 18 Jahre).

Behandelnde Fachabteilung

4.762 Fälle

Vor allem Allgemeine Psychiatrie und Psychosomatik/Psychotherapie (48 % und 32 %)

  • Allgemeine Psychiatrie48 %2.262
  • Psychosomatik/Psychotherapie32 %1.523
  • Kinder- und Jugendpsychiatrie18 %845
  • Pädiatrie1,6 %74
  • Neurochirurgie0,63 %30
  • Übrige 5 Abteilungen0,59 %28
▸ Übrige einzeln
  • Neurologie0,34 %16
  • Innere Medizin0,19 %9
  • Gastroenterologie0,021 %1
  • Geriatrie0,021 %1
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde0,021 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Der Bericht teilt nur bis zum Dreisteller auf; die Verteilung gehört zu F42.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Alphabetisches Verzeichnis5

Impulsivneurose
Primärschlüssel
Kompulsive psychoneurotische Reaktion
Primärschlüssel
Vorwiegend Zwangshandlung
Primärschlüssel
Vorwiegend Zwangsrituale
Primärschlüssel
Zwangshandlung
Primärschlüssel

Änderungen

2010Bestand
Vorwiegend Zwangshandlungen [Zwangsrituale]

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2022 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte