DRGSystemDeutschland

F41.2Angst und depressive Störung, gemischt

Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295
Endständig · stationär (§ 301 SGB V): Primärkode zulässig · ambulant (§ 295 SGB V): Primärkode zulässig
Chronische
Chronische bzw. langandauernde Erkrankung — wird bei der PCCL-Berechnung als Dauerdiagnose berücksichtigt.
Morbi-RSA’25
Akute Belastungsreaktion, rezidivierende depressive Störung (> 54 Jahre), sonstige, n.n.bez. rezidivierende depressive Störungen, dissoziative Störungen, n.n.bez., generalisierte Angststörungen, sonstige anhaltende affektive Störungen — Zuordnung im morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich.
Definition:

Diese Kategorie soll bei gleichzeitigem Bestehen von Angst und Depression Verwendung finden, jedoch nur, wenn keine der beiden Störungen eindeutig vorherrscht und keine für sich genommen eine eigenständige Diagnose rechtfertigt. Treten ängstliche und depressive Symptome in so starker Ausprägung auf, dass sie einzelne Diagnosen rechtfertigen, sollen beide Diagnosen gestellt und auf diese Kategorie verzichtet werden.

Inklusive:

Ängstliche Depression (leicht oder nicht anhaltend)

Diagnosehäufigkeit

Rang 965 von 7.648 auf derselben Katalogebene · 0,014 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Männer ab etwa 44, der Frauen ab etwa 54 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr000––
1 bis unter 5 Jahre000––
5 bis unter 10 Jahre7340,27 %52,2
10 bis unter 15 Jahre217581598,5 %48,0
15 bis unter 18 Jahre2917421711 %38,6
18 bis unter 20 Jahre5619372,2 %28,8
20 bis unter 25 Jahre12156654,7 %26,7
25 bis unter 30 Jahre11544714,5 %24,7
30 bis unter 35 Jahre11846724,6 %24,5
35 bis unter 40 Jahre9941583,9 %22,8
40 bis unter 45 Jahre13548875,3 %21,1
45 bis unter 50 Jahre10438664,1 %27,4
50 bis unter 55 Jahre11034764,3 %28,8
55 bis unter 60 Jahre181631187,1 %25,4
60 bis unter 65 Jahre185601257,2 %27,1
65 bis unter 70 Jahre176481286,9 %27,9
70 bis unter 75 Jahre175421336,8 %24,4
75 bis unter 80 Jahre160331276,2 %21,5
80 bis unter 85 Jahre197291687,7 %20,7
85 bis unter 90 Jahre9422723,7 %19,1
90 bis unter 95 Jahre244200,93 %14,4
ab 95 Jahren2020,078 %9,0

Fälle aus dem Datenjahr 2024, Verweildauer aus 2023 — die amtliche Statistik weist die Belegungstage seit 2024 nicht mehr aus.

Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 19,1 Tagen (85 bis unter 90 Jahre) und ⌀ 48,0 Tagen (10 bis unter 15 Jahre).

Behandelnde Fachabteilung’23

16.976 Fälle

Vor allem Allgemeine Psychiatrie und Psychosomatik/Psychotherapie (45 % und 19 %)

  • Allgemeine Psychiatrie45 %7.627
  • Psychosomatik/Psychotherapie19 %3.165
  • Innere Medizin16 %2.656
  • Neurologie7,3 %1.237
  • Kinder- und Jugendpsychiatrie4,9 %839
  • Übrige 22 Abteilungen8,6 %1.452
▸ Übrige einzeln
  • Pädiatrie4,4 %747
  • Kardiologie1,9 %322
  • Geriatrie0,90 %152
  • Gastroenterologie0,37 %63
  • Pneumologie0,20 %34
  • Sonstige Fachabteilung0,19 %33
  • Intensivmedizin0,14 %24
  • Hämatologie und internistische Onkologie0,094 %16
  • Chirurgie0,065 %11
  • Nephrologie0,047 %8
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe0,041 %7
  • Endokrinologie0,035 %6
  • Kinderkardiologie0,029 %5
  • Lungen- und Bronchialheilkunde0,029 %5
  • Unfallchirurgie0,029 %5
  • Neurochirurgie0,024 %4
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde0,018 %3
  • Orthopädie0,018 %3
  • Augenheilkunde0,006 %1
  • Dermatologie0,006 %1
  • Rheumatologie0,006 %1
  • Urologie0,006 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Der Bericht teilt nur bis zum Dreisteller auf; die Verteilung gehört zu F41.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Alphabetisches Verzeichnis12

Ängstlich-depressive Verstimmung
PrimärschlüsselPrimär†:F41.2
Ängstlich-depressives Syndrom
PrimärschlüsselPrimär†:F41.2
Ängstliche Depression
PrimärschlüsselPrimär†:F41.2
Angst und depressive Reaktion, gemischt
PrimärschlüsselPrimär†:F41.2
Angst und depressive Störung, gemischt
PrimärschlüsselPrimär†:F41.2
Angstattacke
PrimärschlüsselPrimär†:F41.2
Angstdepression
PrimärschlüsselPrimär†:F41.2
Depressive ängstliche Entwicklung
PrimärschlüsselPrimär†:F41.2
Depressiver Angstzustand
PrimärschlüsselPrimär†:F41.2
Leichte ängstliche Depression
PrimärschlüsselPrimär†:F41.2
Neurotischer depressiver Angstzustand
PrimärschlüsselPrimär†:F41.2
Nichtanhaltende ängstliche Depression
PrimärschlüsselPrimär†:F41.2

Änderungen

2010Bestand
Angst und depressive Störung, gemischt

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2026 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2026 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte