F40.- Phobische Störungen

ICD-10-GM 2023Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Nicht endständig — zur Verschlüsselung einen Subkode wählen · stationär (§ 301 SGB V): nicht zur Verschlüsselung zugelassen · ambulant (§ 295 SGB V): nicht zur Verschlüsselung zugelassen
Definition:

Eine Gruppe von Störungen, bei der Angst ausschließlich oder überwiegend durch eindeutig definierte, eigentlich ungefährliche Situationen hervorgerufen wird. In der Folge werden diese Situationen typischerweise vermieden oder mit Furcht ertragen. Die Befürchtungen des Patienten können sich auf Einzelsymptome wie Herzklopfen oder Schwächegefühl beziehen, häufig gemeinsam mit sekundären Ängsten vor dem Sterben, Kontrollverlust oder dem Gefühl, wahnsinnig zu werden. Allein die Vorstellung, dass die phobische Situation eintreten könnte, erzeugt meist schon Erwartungsangst. Phobische Angst tritt häufig gleichzeitig mit Depression auf. Ob zwei Diagnosen, phobische Störung und depressive Episode, erforderlich sind, richtet sich nach dem zeitlichen Verlauf beider Zustandsbilder und nach therapeutischen Erwägungen zum Zeitpunkt der Konsultation.

Subkodes5

F40.0- AgoraphobieAmbulant 4-stelligMorbi-RSA
F40.1 Soziale PhobienMorbi-RSA
F40.2 Spezifische (isolierte) PhobienMorbi-RSA
F40.8 Sonstige phobische StörungenMorbi-RSA
F40.9 Phobische Störung, nicht näher bezeichnetMorbi-RSA

Diagnosehäufigkeit

5.236 Fälle · 67 % Frauen · Gipfel 15 bis unter 18 Jahre · 33 % Psychosomatik/Psychotherapie’23

Zusammengezählt über alle Kodes unter F40.-.

Rang 454 von 1.537 auf derselben Katalogebene · 0,030 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Männer ab etwa 27, der Frauen ab etwa 22 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr000––
1 bis unter 5 Jahre000––
5 bis unter 10 Jahre289190,53 %41,6
10 bis unter 15 Jahre70415255213 %53,0
15 bis unter 18 Jahre1.06428078420 %50,5
18 bis unter 20 Jahre3501022486,7 %36,5
20 bis unter 25 Jahre64226138112 %40,0
25 bis unter 30 Jahre4421942488,4 %41,1
30 bis unter 35 Jahre3081411675,9 %40,0
35 bis unter 40 Jahre2891251645,5 %38,6
40 bis unter 45 Jahre2441311134,7 %37,8
45 bis unter 50 Jahre197861113,8 %37,7
50 bis unter 55 Jahre213771364,1 %37,6
55 bis unter 60 Jahre194581363,7 %36,6
60 bis unter 65 Jahre161541073,1 %30,8
65 bis unter 70 Jahre136361002,6 %29,3
70 bis unter 75 Jahre7323501,4 %24,6
75 bis unter 80 Jahre688601,3 %13,8
80 bis unter 85 Jahre7410641,4 %9,0
85 bis unter 90 Jahre373340,71 %7,0
90 bis unter 95 Jahre121110,23 %6,8
ab 95 Jahren000––

Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 9,0 Tagen (80 bis unter 85 Jahre) und ⌀ 53,0 Tagen (10 bis unter 15 Jahre).

Behandelnde Fachabteilung

5.236 Fälle

Keine Abteilung überwiegt — die größte, Psychosomatik/Psychotherapie, hat 33 %

  • Psychosomatik/Psychotherapie33 %1.729
  • Kinder- und Jugendpsychiatrie29 %1.528
  • Allgemeine Psychiatrie28 %1.462
  • Neurologie5,3 %280
  • Pädiatrie2,9 %153
  • Übrige 12 Abteilungen1,6 %84
▸ Übrige einzeln
  • Innere Medizin1,1 %58
  • Geriatrie0,13 %7
  • Kardiologie0,11 %6
  • Gastroenterologie0,057 %3
  • Pneumologie0,038 %2
  • Sonstige Fachabteilung0,038 %2
  • Chirurgie0,019 %1
  • Dermatologie0,019 %1
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde0,019 %1
  • Intensivmedizin0,019 %1
  • Nephrologie0,019 %1
  • Neurochirurgie0,019 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Änderungen

2010Bestand
Phobische Störungen

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2023 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte