F40.1 Soziale Phobien

ICD-10-GM 2023Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Endständig · stationär (§ 301 SGB V): Primärkode zulässig · ambulant (§ 295 SGB V): Primärkode zulässig
Morbi-RSARezidivierende depressive Störung (> 54 Jahre), sonstige, n.n.bez. rezidivierende depressive Störungen, dissoziative Störungen, n.n.bez., sonstige Angst- und anhaltende affektive Störungen — Zuordnung im morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich.
Definition:

Furcht vor prüfender Betrachtung durch andere Menschen, die zu Vermeidung sozialer Situationen führt. Umfassendere soziale Phobien sind in der Regel mit niedrigem Selbstwertgefühl und Furcht vor Kritik verbunden. Sie können sich in Beschwerden wie Erröten, Händezittern, Übelkeit oder Drang zum Wasserlassen äußern. Dabei meint die betreffende Person manchmal, dass eine dieser sekundären Manifestationen der Angst das primäre Problem darstellt. Die Symptome können sich bis zu Panikattacken steigern.

Inklusive:

Anthropophobie

Soziale Neurose

Diagnosehäufigkeit

2.459 Fälle · 66 % Frauen · Gipfel 15 bis unter 18 Jahre · 33 % Psychosomatik/Psychotherapie’23

Rang 986 von 7.684 auf derselben Katalogebene · 0,014 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 17 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr000––
1 bis unter 5 Jahre000––
5 bis unter 10 Jahre6510,24 %58,3
10 bis unter 15 Jahre5429944322 %56,4
15 bis unter 18 Jahre88922466536 %50,9
18 bis unter 20 Jahre237701679,6 %35,6
20 bis unter 25 Jahre33915718214 %43,2
25 bis unter 30 Jahre15189626,1 %42,5
30 bis unter 35 Jahre9361323,8 %42,8
35 bis unter 40 Jahre5736212,3 %40,1
40 bis unter 45 Jahre5336172,2 %34,8
45 bis unter 50 Jahre2713141,1 %46,4
50 bis unter 55 Jahre3016141,2 %33,9
55 bis unter 60 Jahre171250,69 %46,9
60 bis unter 65 Jahre12660,49 %32,7
65 bis unter 70 Jahre1010,041 %28,0
70 bis unter 75 Jahre4310,16 %43,8
75 bis unter 80 Jahre000––
80 bis unter 85 Jahre000––
85 bis unter 90 Jahre000––
90 bis unter 95 Jahre1010,041 %42,0
ab 95 Jahren000––

Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 34,8 Tagen (40 bis unter 45 Jahre) und ⌀ 56,4 Tagen (10 bis unter 15 Jahre).

Behandelnde Fachabteilung

5.236 Fälle

Keine Abteilung überwiegt — die größte, Psychosomatik/Psychotherapie, hat 33 %

  • Psychosomatik/Psychotherapie33 %1.729
  • Kinder- und Jugendpsychiatrie29 %1.528
  • Allgemeine Psychiatrie28 %1.462
  • Neurologie5,3 %280
  • Pädiatrie2,9 %153
  • Übrige 12 Abteilungen1,6 %84
▸ Übrige einzeln
  • Innere Medizin1,1 %58
  • Geriatrie0,13 %7
  • Kardiologie0,11 %6
  • Gastroenterologie0,057 %3
  • Pneumologie0,038 %2
  • Sonstige Fachabteilung0,038 %2
  • Chirurgie0,019 %1
  • Dermatologie0,019 %1
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde0,019 %1
  • Intensivmedizin0,019 %1
  • Nephrologie0,019 %1
  • Neurochirurgie0,019 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Der Bericht teilt nur bis zum Dreisteller auf; die Verteilung gehört zu F40.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Alphabetisches Verzeichnis5

Anthropophobie
Primärschlüssel
Gynäkophobie
Primärschlüssel
Soziale Neurose
Primärschlüssel
Soziale Phobie
Primärschlüssel
Xenophobie
Primärschlüssel

Änderungen

2010Bestand
Soziale Phobien

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2023 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte