F32.3 Schwere depressive Episode mit psychotischen Symptomen

Kurz erklärt: Depressive Episode: mindestens zwei Wochen gedrückte Stimmung, Interessen- und Antriebsverlust; die vierte Stelle nennt den Schweregrad.

ICD-10-GM 2023Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Endständig · stationär (§ 301 SGB V): Primärkode zulässig · ambulant (§ 295 SGB V): Primärkode zulässig
CCL:12Complication and Comorbidity Level je Partition: Als Nebendiagnose kann dieser Kode mit den Stufen 1, 2 in die PCCL-Berechnung eingehen.
Morbi-RSAWahn, Demenz bei anderen Erkrankungen, spezifische Zwangsstörungen, sonstige manische und bipolare affektive Störungen, schwere Depression ohne Rezidiv, rezidivierende depressive Störung (< 55 Jahre) — Zuordnung im morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich.
Definition:

Eine schwere depressive Episode, wie unter F32.2 beschrieben, bei der aber Halluzinationen, Wahnideen, psychomotorische Hemmung oder ein Stupor so schwer ausgeprägt sind, dass alltägliche soziale Aktivitäten unmöglich sind und Lebensgefahr durch Suizid und mangelhafte Flüssigkeits- und Nahrungsaufnahme bestehen kann. Halluzinationen und Wahn können, müssen aber nicht, synthym sein.

Inklusive:

Einzelne Episoden: majore Depression [major depression] mit psychotischen Symptomen

Einzelne Episoden: psychogene depressive Psychose

Einzelne Episoden: psychotische Depression

Einzelne Episoden: reaktive depressive Psychose

Diagnosehäufigkeit

6.430 Fälle · 55 % Frauen · Gipfel 60 bis unter 65 Jahre · 60 % Allgemeine Psychiatrie’23

Rang 493 von 7.684 auf derselben Katalogebene · 0,037 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 56 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr000––
1 bis unter 5 Jahre000––
5 bis unter 10 Jahre1100,016 %5,0
10 bis unter 15 Jahre167231442,6 %40,6
15 bis unter 18 Jahre310932174,8 %38,2
18 bis unter 20 Jahre158571012,5 %29,8
20 bis unter 25 Jahre3311941375,1 %35,9
25 bis unter 30 Jahre3121791334,9 %33,1
30 bis unter 35 Jahre3121671454,9 %30,1
35 bis unter 40 Jahre3291531765,1 %38,7
40 bis unter 45 Jahre3441651795,3 %37,6
45 bis unter 50 Jahre3441711735,3 %42,7
50 bis unter 55 Jahre4692302397,3 %41,1
55 bis unter 60 Jahre6312943379,8 %50,4
60 bis unter 65 Jahre64833531310 %48,0
65 bis unter 70 Jahre5382552838,4 %47,9
70 bis unter 75 Jahre4471812667,0 %45,5
75 bis unter 80 Jahre3671482195,7 %43,1
80 bis unter 85 Jahre4601553057,2 %38,1
85 bis unter 90 Jahre206791273,2 %37,7
90 bis unter 95 Jahre5320330,82 %26,6
ab 95 Jahren3120,047 %33,0

Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 29,8 Tagen (18 bis unter 20 Jahre) und ⌀ 50,4 Tagen (55 bis unter 60 Jahre).

Behandelnde Fachabteilung

98.551 Fälle

Überwiegend Allgemeine Psychiatrie (60 %)

  • Allgemeine Psychiatrie60 %59.505
  • Kinder- und Jugendpsychiatrie21 %20.541
  • Psychosomatik/Psychotherapie14 %13.807
  • Innere Medizin1,8 %1.813
  • Neurologie1,3 %1.256
  • Übrige 23 Abteilungen1,7 %1.629
▸ Übrige einzeln
  • Pädiatrie0,69 %680
  • Geriatrie0,40 %394
  • Gastroenterologie0,13 %125
  • Intensivmedizin0,11 %106
  • Sonstige Fachabteilung0,097 %96
  • Kardiologie0,092 %91
  • Chirurgie0,042 %41
  • Neurochirurgie0,021 %21
  • Hämatologie und internistische Onkologie0,017 %17
  • Nephrologie0,010 %10
  • Pneumologie0,010 %10
  • Unfallchirurgie0,009 %9
  • Endokrinologie0,006 %6
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde0,004 %4
  • Orthopädie0,004 %4
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe0,003 %3
  • Thoraxchirurgie0,003 %3
  • Herzchirurgie0,002 %2
  • Kinderkardiologie0,002 %2
  • Plastische Chirurgie0,002 %2
  • Geburtshilfe0,001 %1
  • Lungen- und Bronchialheilkunde0,001 %1
  • Urologie0,001 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Der Bericht teilt nur bis zum Dreisteller auf; die Verteilung gehört zu F32.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Alphabetisches Verzeichnis11

Depressive Psychose
Primärschlüssel
Einzelne Episode einer majoren Depression mit psychotischen Symptomen
Primärschlüssel
Paranoide Depression
Primärschlüssel
Psychogene depressive Psychose als Einzelepisode
Primärschlüssel
Psychotische Depression als Einzelepisode
Primärschlüssel
Psychotische depressive Reaktion
Primärschlüssel
Psychotische menopausale Depression als Einzelepisode
Primärschlüssel
Psychotische reaktive Depression
Primärschlüssel
Reaktive depressive Psychose
Primärschlüssel
Reaktive depressive Psychose als Einzelepisode
Primärschlüssel
Schwere depressive Episode mit psychotischen Symptomen
Primärschlüssel

Arzneimittelvalidierung Morbi-RSA (ATC)6

N05AN
LithiumICD:F20.0F20.1F20.2+37
N06AA
Nichtselektive Monoamin-WiederaufnahmehemmerICD:F30.0F30.1F30.2+28
N06AB
Selektive Serotonin-WiederaufnahmehemmerICD:F30.0F30.1F30.2+22
N06AF
Monoaminoxidasehemmer, nichtselektivICD:F30.0F30.1F30.2+17
N06AG
Monoaminoxidase-A-HemmerICD:F30.0F30.1F30.2+17
N06AX
Andere AntidepressivaICD:F30.0F30.1F30.2+22

Änderungen

2010Bestand
Schwere depressive Episode mit psychotischen Symptomen

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2023 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte