F30-F39 Affektive Störungen

ICD-10-GM 2023Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Nicht endständig — zur Verschlüsselung einen Subkode wählen · stationär (§ 301 SGB V): – · ambulant (§ 295 SGB V): –
Text:

Diese Gruppe enthält Störungen deren Hauptsymptome in einer Veränderung der Stimmung oder der Affektivität entweder zur Depression - mit oder ohne begleitende(r) Angst - oder zur gehobenen Stimmung bestehen. Dieser Stimmungswechsel wird meist von einer Veränderung des allgemeinen Aktivitätsniveaus begleitet. Die meisten anderen Symptome beruhen hierauf oder sind im Zusammenhang mit dem Stimmungs- und Aktivitätswechsel leicht zu verstehen. Die meisten dieser Störungen neigen zu Rückfällen. Der Beginn der einzelnen Episoden ist oft mit belastenden Ereignissen oder Situationen in Zusammenhang zu bringen.

Subkodes7

F30.- Manische Episode
F31.- Bipolare affektive Störung
F32.- Depressive Episode
F33.- Rezidivierende depressive Störung
F34.- Anhaltende affektive Störungen
F38.- Andere affektive Störungen
F39 Nicht näher bezeichnete affektive StörungMorbi-RSA

Diagnosehäufigkeit

282.322 Fälle · 61 % Frauen · Gipfel 55 bis unter 60 Jahre · 70 % Allgemeine Psychiatrie’23

Zusammengezählt über alle Kodes unter F30-F39.

Rang 14 von 228 auf derselben Katalogebene · 1,6 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 48 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr2110,001 %2,5
1 bis unter 5 Jahre8530,003 %14,9
5 bis unter 10 Jahre13185460,046 %44,8
10 bis unter 15 Jahre8.6951.1457.5503,1 %31,2
15 bis unter 18 Jahre14.9943.38311.6115,3 %31,6
18 bis unter 20 Jahre10.0493.4296.6203,6 %33,7
20 bis unter 25 Jahre23.2869.77913.5078,2 %35,6
25 bis unter 30 Jahre19.9259.06410.8617,1 %36,5
30 bis unter 35 Jahre18.1098.3949.7156,4 %36,5
35 bis unter 40 Jahre17.9938.1609.8336,4 %35,8
40 bis unter 45 Jahre17.8667.9479.9196,3 %37,3
45 bis unter 50 Jahre18.4958.05510.4406,6 %38,4
50 bis unter 55 Jahre25.25910.40514.8548,9 %39,8
55 bis unter 60 Jahre31.34813.23118.11711 %40,3
60 bis unter 65 Jahre24.45410.34314.1118,7 %39,8
65 bis unter 70 Jahre15.3016.0829.2195,4 %38,3
70 bis unter 75 Jahre12.4204.5637.8574,4 %37,5
75 bis unter 80 Jahre9.1712.9236.2483,2 %36,0
80 bis unter 85 Jahre9.5422.8696.6733,4 %33,7
85 bis unter 90 Jahre4.2891.3062.9831,5 %28,9
90 bis unter 95 Jahre8732875860,31 %22,3
ab 95 Jahren11232800,040 %19,0

Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 28,9 Tagen (85 bis unter 90 Jahre) und ⌀ 40,3 Tagen (55 bis unter 60 Jahre).

Behandelnde Fachabteilung

282.322 Fälle

Überwiegend Allgemeine Psychiatrie (70 %)

  • Allgemeine Psychiatrie70 %197.209
  • Psychosomatik/Psychotherapie20 %56.218
  • Kinder- und Jugendpsychiatrie7,9 %22.278
  • Innere Medizin0,93 %2.619
  • Neurologie0,62 %1.740
  • Übrige 25 Abteilungen0,80 %2.258
▸ Übrige einzeln
  • Pädiatrie0,28 %779
  • Geriatrie0,20 %566
  • Gastroenterologie0,073 %207
  • Sonstige Fachabteilung0,056 %159
  • Intensivmedizin0,052 %148
  • Kardiologie0,049 %139
  • Chirurgie0,023 %64
  • Neurochirurgie0,022 %63
  • Hämatologie und internistische Onkologie0,009 %26
  • Pneumologie0,007 %20
  • Nephrologie0,006 %17
  • Unfallchirurgie0,005 %15
  • Orthopädie0,004 %12
  • Endokrinologie0,004 %11
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe0,003 %9
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde0,002 %6
  • Kinderkardiologie0,001 %3
  • Thoraxchirurgie0,001 %3
  • Urologie0,001 %3
  • Herzchirurgie0,001 %2
  • Plastische Chirurgie0,001 %2
  • Geburtshilfe0,000 %1
  • Kinderchirurgie0,000 %1
  • Lungen- und Bronchialheilkunde0,000 %1
  • Strahlenheilkunde0,000 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Zusammengezählt über alle Dreisteller unter F30-F39.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Änderungen

2010Bestand
Affektive Störungen

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2023 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte