F23.2 Akute schizophreniforme psychotische Störung

ICD-10-GM 2022Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Endständig · stationär (§ 301 SGB V): Primärkode zulässig · ambulant (§ 295 SGB V): Primärkode zulässig
Morbi-RSAReaktive und andere psychotische Störungen, leichte und mittelgradige depressive Störungen (< 50 Jahre) — Zuordnung im morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich.
Definition:

Eine akute psychotische Störung, bei der die psychotischen Symptome vergleichsweise stabil sind und die Kriterien für Schizophrenie (F20.-) erfüllen, aber weniger als einen Monat bestanden haben. Die polymorphen, unbeständigen Merkmale, die unter F23.0 beschrieben wurden, fehlen. Wenn die schizophrenen Symptome andauern, ist die Diagnose in Schizophrenie (F20.-) zu ändern.

Inklusive:

Akute (undifferenzierte) Schizophrenie

Kurze schizophreniforme: Psychose

Kurze schizophreniforme: Störung

Oneirophrenie

Schizophrene Reaktion

Exklusive:

Organische wahnhafte [schizophreniforme] Störung F06.2

Schizophreniforme Störung o.n.A. F20.8

Diagnosehäufigkeit

1.119 Fälle · 54 % Männer · Gipfel 20 bis unter 25 Jahre · 89 % Allgemeine Psychiatrie’22

Rang 1572 von 7.638 auf derselben Katalogebene · 0,007 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Männer ab etwa 32, der Frauen ab etwa 39 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr000––
1 bis unter 5 Jahre000––
5 bis unter 10 Jahre000––
10 bis unter 15 Jahre12661,1 %36,2
15 bis unter 18 Jahre2816122,5 %29,9
18 bis unter 20 Jahre5635215,0 %22,9
20 bis unter 25 Jahre1671155215 %21,5
25 bis unter 30 Jahre1621045814 %20,7
30 bis unter 35 Jahre143806313 %24,1
35 bis unter 40 Jahre141796213 %19,3
40 bis unter 45 Jahre9955448,8 %23,5
45 bis unter 50 Jahre8526597,6 %20,9
50 bis unter 55 Jahre8430547,5 %22,1
55 bis unter 60 Jahre4922274,4 %22,0
60 bis unter 65 Jahre3516193,1 %21,3
65 bis unter 70 Jahre245192,1 %13,4
70 bis unter 75 Jahre13491,2 %30,6
75 bis unter 80 Jahre3210,27 %14,7
80 bis unter 85 Jahre10370,89 %13,2
85 bis unter 90 Jahre8350,71 %12,3
90 bis unter 95 Jahre000––
ab 95 Jahren000––

Behandelnde Fachabteilung

10.487 Fälle

Überwiegend Allgemeine Psychiatrie (89 %)

  • Allgemeine Psychiatrie89 %9.350
  • Kinder- und Jugendpsychiatrie3,3 %342
  • Innere Medizin3,0 %316
  • Neurologie2,4 %249
  • Pädiatrie0,63 %66
  • Übrige 16 Abteilungen1,6 %164
▸ Übrige einzeln
  • Gastroenterologie0,25 %26
  • Intensivmedizin0,25 %26
  • Kardiologie0,23 %24
  • Psychosomatik/Psychotherapie0,19 %20
  • Sonstige Fachabteilung0,18 %19
  • Geriatrie0,16 %17
  • Chirurgie0,086 %9
  • Unfallchirurgie0,057 %6
  • Hämatologie und internistische Onkologie0,038 %4
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe0,029 %3
  • Pneumologie0,029 %3
  • Neurochirurgie0,019 %2
  • Orthopädie0,019 %2
  • Endokrinologie0,010 %1
  • Nephrologie0,010 %1
  • Urologie0,010 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Der Bericht teilt nur bis zum Dreisteller auf; die Verteilung gehört zu F23.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Alphabetisches Verzeichnis9

Akute Schizophrenie a.n.k.
Primärschlüssel
Akute schizophreniforme psychotische Störung
Primärschlüssel
Akute undifferenzierte Schizophrenie
Primärschlüssel
Akuter schizophreniformer Anfall
Primärschlüssel
Kurzdauernde schizophrene Episode a.n.k.
Primärschlüssel
Kurze schizophreniforme Psychose
Primärschlüssel
Kurze schizophreniforme Störung
Primärschlüssel
Oneirophrenie
Primärschlüssel
Schizophrene Episode
Primärschlüssel

Änderungen

2010Bestand
Akute schizophreniforme psychotische Störung

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2022 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte