F19.0 Psychische und Verhaltensstörungen durch multiplen Substanzgebrauch und Konsum anderer psychotroper Substanzen: Akute Intoxikation [akuter Rausch]

ICD-10-GM 2022Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Endständig · stationär (§ 301 SGB V): Primärkode zulässig · ambulant (§ 295 SGB V): Primärkode zulässig
Morbi-RSAAnpassungsstörungen, sonstige Reaktionen auf schwere Belastung, sonstige nicht-psychotische organische Störungen, schädlicher Gebrauch von Alkohol / Drogen ohne Abhängigkeitssymptom — Zuordnung im morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich.
⚖ Regellage2 verbindliche Regeln · 1 SEG-4-Empfehlung · zuletzt 01.01.2026 — Regeln außerhalb des Katalogs

Regeln außerhalb des Katalogs3

gilt über F19.-

Die einzelnen konsumierten Substanzen werden, wann immer möglich, entsprechend ihrer Art und Auswirkung so genau wie möglich kodiert.

gilt über F19.-

Die allgemeinen Hinweise zu den Kategorien F10–F19 in der ICD-10-GM sind zu beachten.

SEG-4KDE 14: Alkoholrausch01.01.2026

Abgrenzung bei der Kodierung als Hauptdiagnose für stationäre Behandlung: F10.0 Psychische Störungen und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Akute Intoxikation [akuter Rausch] gegen T51.0 Toxische Wirkung von vorwiegend nicht medizinisch verwendeten Substanzen, Toxische Wirkung von Alkohol, Äthanol

Kodierrichtlinien und Entscheidungen des Schlichtungsausschusses sind für alle verbindlich; SEG-4-Empfehlungen binden die Begutachtung des MD.

Diagnosehäufigkeit

10.044 Fälle · 68 % Männer · Gipfel 20 bis unter 25 Jahre · 56 % Allgemeine Psychiatrie’22

Rang 330 von 7.638 auf derselben Katalogebene · 0,058 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 35 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr1100,010 %1,0
1 bis unter 5 Jahre2020,020 %2,0
5 bis unter 10 Jahre000––
10 bis unter 15 Jahre10129721,0 %1,7
15 bis unter 18 Jahre5492912585,5 %1,6
18 bis unter 20 Jahre6263792476,2 %1,6
20 bis unter 25 Jahre1.43295747514 %1,8
25 bis unter 30 Jahre1.17082035012 %1,8
30 bis unter 35 Jahre1.18288729512 %1,8
35 bis unter 40 Jahre1.3571.01334414 %2,1
40 bis unter 45 Jahre1.14086627411 %2,0
45 bis unter 50 Jahre8506302208,5 %2,1
50 bis unter 55 Jahre6484392096,5 %2,1
55 bis unter 60 Jahre4662931734,6 %2,0
60 bis unter 65 Jahre230137932,3 %2,2
65 bis unter 70 Jahre10662441,1 %3,1
70 bis unter 75 Jahre6325380,63 %2,8
75 bis unter 80 Jahre5023270,50 %2,3
80 bis unter 85 Jahre3914250,39 %2,2
85 bis unter 90 Jahre2010100,20 %5,4
90 bis unter 95 Jahre7250,070 %1,4
ab 95 Jahren5140,050 %3,4

Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 1,6 Tagen (15 bis unter 18 Jahre) und ⌀ 3,1 Tagen (65 bis unter 70 Jahre).

Behandelnde Fachabteilung

25.602 Fälle

Vor allem Allgemeine Psychiatrie und Innere Medizin (56 % und 28 %)

  • Allgemeine Psychiatrie56 %14.311
  • Innere Medizin28 %7.093
  • Intensivmedizin4,9 %1.248
  • Pädiatrie2,6 %664
  • Gastroenterologie2,4 %627
  • Übrige 21 Abteilungen6,5 %1.659
▸ Übrige einzeln
  • Kardiologie2,0 %506
  • Kinder- und Jugendpsychiatrie1,5 %390
  • Neurologie0,98 %251
  • Sonstige Fachabteilung0,91 %232
  • Pneumologie0,27 %68
  • Hämatologie und internistische Onkologie0,22 %57
  • Chirurgie0,20 %51
  • Unfallchirurgie0,12 %30
  • Endokrinologie0,090 %23
  • Nephrologie0,086 %22
  • Psychosomatik/Psychotherapie0,035 %9
  • Orthopädie0,023 %6
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe0,012 %3
  • Gefäßchirurgie0,012 %3
  • Kinderkardiologie0,008 %2
  • Geriatrie0,004 %1
  • Lungen- und Bronchialheilkunde0,004 %1
  • Neurochirurgie0,004 %1
  • Rheumatologie0,004 %1
  • Urologie0,004 %1
  • Zahn- u. Kieferheilkunde, Mund- u. Kieferchirurgie0,004 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Der Bericht teilt nur bis zum Dreisteller auf; die Verteilung gehört zu F19.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Alphabetisches Verzeichnis5

Akuter Rausch durch Betäubungsmittel
Primärschlüssel
Akuter Rausch durch multiple psychotrope Substanzen
Primärschlüssel
Horrortrip
Primärschlüssel
Pathologischer Drogenrausch
Primärschlüssel
Rausch durch eine psychotrope Substanz a.n.k.
Primärschlüssel

Änderungen

2010Bestand
Psychische und Verhaltensstörungen durch multiplen Substanzgebrauch und Konsum anderer psychotroper Substanzen: Akute Intoxikation [akuter Rausch]

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2022 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte