F11.2 Psychische und Verhaltensstörungen durch Opioide: Abhängigkeitssyndrom

ICD-10-GM 2026Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Endständig · stationär (§ 301 SGB V): Primärkode zulässig · ambulant (§ 295 SGB V): Primärkode zulässig
CCL:12Complication and Comorbidity Level je Partition: Als Nebendiagnose kann dieser Kode mit den Stufen 1, 2 in die PCCL-Berechnung eingehen.
Morbi-RSAAbhängigkeitssyndrom: Opioide, Kokain — Zuordnung im morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich.
⚖ Regellage1 verbindliche Regel · 1 SEG-4-Empfehlung · zuletzt 01.01.2026 — Regeln außerhalb des Katalogs

Regeln außerhalb des Katalogs2

gilt über F11.-

Die allgemeinen Hinweise zu den Kategorien F10–F19 in der ICD-10-GM sind zu beachten.

SEG-4KDE 552: Heroinkonsum01.01.2026

Die Aufnahme in das Krankenhaus erfolgt zur Entzugsbehandlung bei Alkoholabhängigkeit. Anamnestisch ist ein Heroinkonsum bekannt, der letzte Konsum liegt elf Jahre zurück. Erhoben wird die Suchtanamnese, ein durchgeführter Drogenurintest zeigt ein negatives Ergebnis bezüglich Heroin.

Kodierrichtlinien und Entscheidungen des Schlichtungsausschusses sind für alle verbindlich; SEG-4-Empfehlungen binden die Begutachtung des MD.

Diagnosehäufigkeit

19.166 Fälle · 79 % Männer · Gipfel 40 bis unter 45 Jahre · 88 % Allgemeine Psychiatrie’24

Rang 171 von 7.648 auf derselben Katalogebene · 0,11 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 41 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr000––
1 bis unter 5 Jahre000–16,0
5 bis unter 10 Jahre000––
10 bis unter 15 Jahre4130,021 %68,5
15 bis unter 18 Jahre13159720,68 %28,4
18 bis unter 20 Jahre4743051692,5 %14,8
20 bis unter 25 Jahre1.8781.4793999,8 %16,4
25 bis unter 30 Jahre1.7941.4303649,4 %15,0
30 bis unter 35 Jahre1.7691.3813889,2 %16,0
35 bis unter 40 Jahre2.8612.27758415 %16,2
40 bis unter 45 Jahre3.4172.77264518 %16,1
45 bis unter 50 Jahre2.7002.24345714 %16,5
50 bis unter 55 Jahre1.9171.55136610 %16,9
55 bis unter 60 Jahre1.2489872616,5 %16,9
60 bis unter 65 Jahre5874681193,1 %17,6
65 bis unter 70 Jahre225176491,2 %20,4
70 bis unter 75 Jahre9655410,50 %18,0
75 bis unter 80 Jahre3219130,17 %19,3
80 bis unter 85 Jahre2010100,10 %17,4
85 bis unter 90 Jahre131120,068 %6,0
90 bis unter 95 Jahre000–9,0
ab 95 Jahren000––

Fälle aus dem Datenjahr 2024, Verweildauer aus 2023 — die amtliche Statistik weist die Belegungstage seit 2024 nicht mehr aus.

Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 14,8 Tagen (18 bis unter 20 Jahre) und ⌀ 20,4 Tagen (65 bis unter 70 Jahre).

Behandelnde Fachabteilung’23

24.786 Fälle

Überwiegend Allgemeine Psychiatrie (88 %)

  • Allgemeine Psychiatrie88 %21.898
  • Innere Medizin6,7 %1.653
  • Sonstige Fachabteilung1,9 %473
  • Intensivmedizin0,77 %190
  • Kinder- und Jugendpsychiatrie0,42 %104
  • Übrige 21 Abteilungen1,9 %468
▸ Übrige einzeln
  • Neurologie0,42 %104
  • Kardiologie0,37 %92
  • Gastroenterologie0,36 %89
  • Pädiatrie0,33 %83
  • Pneumologie0,093 %23
  • Chirurgie0,069 %17
  • Hämatologie und internistische Onkologie0,044 %11
  • Unfallchirurgie0,036 %9
  • Geriatrie0,032 %8
  • Nephrologie0,028 %7
  • Orthopädie0,028 %7
  • Neurochirurgie0,020 %5
  • Endokrinologie0,008 %2
  • Gefäßchirurgie0,008 %2
  • Lungen- und Bronchialheilkunde0,008 %2
  • Psychosomatik/Psychotherapie0,008 %2
  • Dermatologie0,004 %1
  • Kinderkardiologie0,004 %1
  • Neonatologie0,004 %1
  • Strahlenheilkunde0,004 %1
  • Urologie0,004 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Der Bericht teilt nur bis zum Dreisteller auf; die Verteilung gehört zu F11.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Alphabetisches Verzeichnis24

Abhängigkeit vom Morphinsulfattyp
Primärschlüssel
Abhängigkeit vom Morphinsulfittyp
Primärschlüssel
Abhängigkeit von Äthylmorphin
Primärschlüssel
Abhängigkeit von Codein
Primärschlüssel
Abhängigkeit von Demerol
Primärschlüssel
Abhängigkeit von Dextromethorphan
Primärschlüssel
Abhängigkeit von Dextromoramid
Primärschlüssel
Abhängigkeit von Dextrorphan
Primärschlüssel
Abhängigkeit von Dilaudid
Primärschlüssel
Abhängigkeit von Heroin
Primärschlüssel
Abhängigkeit von Kodein
Primärschlüssel
Abhängigkeit von Laudanum
Primärschlüssel
Abhängigkeit von Methadon
Primärschlüssel
Abhängigkeit von Methylmorphin
Primärschlüssel
Abhängigkeit von morphinähnlicher Substanz
Primärschlüssel
Abhängigkeit von Opiaten
Primärschlüssel
▸ noch 8 Einträge
Abhängigkeit von Opium
Primärschlüssel
Abhängigkeit von Opiumderivat
Primärschlüssel
Abhängigkeit von Paregoric USP
Primärschlüssel
Abhängigkeit von synthetischen Drogen mit morphingleichem Effekt
Primärschlüssel
Abhängigkeit von Tinctura Opii benzoica
Primärschlüssel
Abhängigkeitssyndrom bei Gebrauch von Opioiden
Primärschlüssel
Morphinismus
Primärschlüssel
Opiumsucht
Primärschlüssel

Änderungen

2010Bestand
Psychische und Verhaltensstörungen durch Opioide: Abhängigkeitssyndrom

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2026 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte