F07.- Persönlichkeits- und Verhaltensstörung aufgrund einer Krankheit, Schädigung oder Funktionsstörung des Gehirns

ICD-10-GM 2024Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Nicht endständig — zur Verschlüsselung einen Subkode wählen · stationär (§ 301 SGB V): nicht zur Verschlüsselung zugelassen · ambulant (§ 295 SGB V): nicht zur Verschlüsselung zugelassen
⚖ Regellage1 verbindliche Regel — Regeln außerhalb des Katalogs
Definition:

Eine Veränderung der Persönlichkeit oder des Verhaltens kann Rest- oder Begleiterscheinung einer Krankheit, Schädigung oder Funktionsstörung des Gehirns sein.

Regeln außerhalb des Katalogs1

-Anmerkung: Erläuterungen, die mit den entsprechenden Abschnitten aus dem Regelwerk für die WHO-Ausgabe der ICD-10 (Band II) identisch sind, sind am Ende mit „(WHO)“ gekennzeichnet.

Kodierrichtlinien und Entscheidungen des Schlichtungsausschusses sind für alle verbindlich; SEG-4-Empfehlungen binden die Begutachtung des MD.

Subkodes5

F07.0 Organische PersönlichkeitsstörungCCL:1234Morbi-RSA⚖ 1
F07.1 Postenzephalitisches SyndromMorbi-RSA⚖ 1
F07.2 Organisches Psychosyndrom nach SchädelhirntraumaMorbi-RSA⚖ 1
F07.8 Sonstige organische Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen aufgrund einer Krankheit, Schädigung oder Funktionsstörung des GehirnsMorbi-RSA⚖ 1
F07.9 Nicht näher bezeichnete organische Persönlichkeits- und Verhaltensstörung aufgrund einer Krankheit, Schädigung oder Funktionsstörung des GehirnsMorbi-RSA⚖ 1

Diagnosehäufigkeit

5.387 Fälle · 61 % Männer · Gipfel 80 bis unter 85 Jahre · 78 % Allgemeine Psychiatrie’24

Zusammengezählt über alle Kodes unter F07.-.

Rang 447 von 1.532 auf derselben Katalogebene · 0,030 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Männer ab etwa 62, der Frauen ab etwa 71 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr000––
1 bis unter 5 Jahre6420,11 %10,8
5 bis unter 10 Jahre2812160,52 %5,1
10 bis unter 15 Jahre5826321,1 %4,1
15 bis unter 18 Jahre5124270,95 %10,1
18 bis unter 20 Jahre5432221,0 %27,9
20 bis unter 25 Jahre180112683,3 %33,1
25 bis unter 30 Jahre186134523,5 %28,3
30 bis unter 35 Jahre166109573,1 %31,2
35 bis unter 40 Jahre205135703,8 %26,7
40 bis unter 45 Jahre236161754,4 %30,5
45 bis unter 50 Jahre232172604,3 %30,8
50 bis unter 55 Jahre3282171116,1 %29,2
55 bis unter 60 Jahre4973591389,2 %29,2
60 bis unter 65 Jahre5093611489,4 %29,3
65 bis unter 70 Jahre4303061248,0 %29,4
70 bis unter 75 Jahre4412851568,2 %28,0
75 bis unter 80 Jahre4452511948,3 %25,6
80 bis unter 85 Jahre61029531511 %24,7
85 bis unter 90 Jahre4982402589,2 %23,3
90 bis unter 95 Jahre183681153,4 %21,9
ab 95 Jahren4410340,82 %16,7

Fälle aus dem Datenjahr 2024, Verweildauer aus 2023 — die amtliche Statistik weist die Belegungstage seit 2024 nicht mehr aus.

Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 21,9 Tagen (90 bis unter 95 Jahre) und ⌀ 33,1 Tagen (20 bis unter 25 Jahre).

Behandelnde Fachabteilung’23

5.496 Fälle

Überwiegend Allgemeine Psychiatrie (78 %)

  • Allgemeine Psychiatrie78 %4.302
  • Neurologie16 %863
  • Innere Medizin1,4 %75
  • Pädiatrie1,1 %60
  • Psychosomatik/Psychotherapie0,93 %51
  • Übrige 14 Abteilungen2,6 %145
▸ Übrige einzeln
  • Sonstige Fachabteilung0,45 %25
  • Kinderchirurgie0,44 %24
  • Geriatrie0,35 %19
  • Chirurgie0,33 %18
  • Unfallchirurgie0,31 %17
  • Neurochirurgie0,25 %14
  • Kinder- und Jugendpsychiatrie0,22 %12
  • Gastroenterologie0,073 %4
  • Orthopädie0,073 %4
  • Kardiologie0,055 %3
  • Nephrologie0,036 %2
  • Intensivmedizin0,018 %1
  • Strahlenheilkunde0,018 %1
  • Zahn- u. Kieferheilkunde, Mund- u. Kieferchirurgie0,018 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Änderungen

2010Bestand
Persönlichkeits- und Verhaltensstörung aufgrund einer Krankheit, Schädigung oder Funktionsstörung des Gehirns

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2024 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte