F07.0 Organische Persönlichkeitsstörung

ICD-10-GM 2024Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Endständig · stationär (§ 301 SGB V): Primärkode zulässig · ambulant (§ 295 SGB V): Primärkode zulässig
CCL:1234Complication and Comorbidity Level je Partition: Als Nebendiagnose kann dieser Kode mit den Stufen 1, 2, 3, 4 in die PCCL-Berechnung eingehen.
Morbi-RSALeichte und mittelgradige depressive Episoden (> 49 Jahre), Missbrauch von Personen, sonstige depressive Störungen und Episoden, organische Persönlichkeitsstörung, nicht-psychotisch organische Störung, n.n.bez., sonstige Hirndegenerationen, leichte kognitive Störung — Zuordnung im morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich.
⚖ Regellage1 verbindliche Regel — Regeln außerhalb des Katalogs
Definition:

Diese Störung ist charakterisiert durch eine auffällige Veränderung des gewohnten prämorbiden Verhaltensmusters und betrifft die Äußerung von Affekten, Bedürfnissen und Impulsen. Eine Beeinträchtigung der kognitiven Fähigkeiten, des Denkvermögens und ein verändertes Sexualverhalten können ebenfalls Teil des klinischen Bildes sein.

Inklusive:

Frontalhirnsyndrom

Leukotomiesyndrom

Lobotomiesyndrom

Organisch: Pseudopsychopathie

Organisch: pseudoretardierte Persönlichkeit

Persönlichkeitsstörung bei limbischer Epilepsie

Exklusive:

Andauernde Persönlichkeitsänderung nach: Extrembelastung F62.0

Andauernde Persönlichkeitsänderung nach: psychiatrischer Krankheit F62.1

Organisches Psychosyndrom nach Schädelhirntrauma F07.2

Persönlichkeitsstörungen F60-F61

Postenzephalitisches Syndrom F07.1

Regeln außerhalb des Katalogs1

gilt über F07.-

-Anmerkung: Erläuterungen, die mit den entsprechenden Abschnitten aus dem Regelwerk für die WHO-Ausgabe der ICD-10 (Band II) identisch sind, sind am Ende mit „(WHO)“ gekennzeichnet.

Kodierrichtlinien und Entscheidungen des Schlichtungsausschusses sind für alle verbindlich; SEG-4-Empfehlungen binden die Begutachtung des MD.

Diagnosehäufigkeit

1.157 Fälle · 66 % Männer · Gipfel 55 bis unter 60 Jahre · 78 % Allgemeine Psychiatrie’24

Rang 1564 von 7.648 auf derselben Katalogebene · 0,006 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 58 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr000––
1 bis unter 5 Jahre000––
5 bis unter 10 Jahre000––
10 bis unter 15 Jahre2200,17 %20,0
15 bis unter 18 Jahre2200,17 %2,5
18 bis unter 20 Jahre10460,86 %25,5
20 bis unter 25 Jahre4328153,7 %44,6
25 bis unter 30 Jahre7455196,4 %33,1
30 bis unter 35 Jahre6030305,2 %27,3
35 bis unter 40 Jahre6033275,2 %18,5
40 bis unter 45 Jahre7241316,2 %28,8
45 bis unter 50 Jahre7151206,1 %32,5
50 bis unter 55 Jahre10165368,7 %27,9
55 bis unter 60 Jahre134924212 %30,7
60 bis unter 65 Jahre128923611 %27,4
65 bis unter 70 Jahre10872369,3 %26,1
70 bis unter 75 Jahre10673339,2 %27,0
75 bis unter 80 Jahre6544215,6 %19,3
80 bis unter 85 Jahre7443316,4 %21,9
85 bis unter 90 Jahre302372,6 %19,5
90 bis unter 95 Jahre16881,4 %15,7
ab 95 Jahren1100,086 %19,7

Fälle aus dem Datenjahr 2024, Verweildauer aus 2023 — die amtliche Statistik weist die Belegungstage seit 2024 nicht mehr aus.

Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 18,5 Tagen (35 bis unter 40 Jahre) und ⌀ 33,1 Tagen (25 bis unter 30 Jahre).

Behandelnde Fachabteilung’23

5.496 Fälle

Überwiegend Allgemeine Psychiatrie (78 %)

  • Allgemeine Psychiatrie78 %4.302
  • Neurologie16 %863
  • Innere Medizin1,4 %75
  • Pädiatrie1,1 %60
  • Psychosomatik/Psychotherapie0,93 %51
  • Übrige 14 Abteilungen2,6 %145
▸ Übrige einzeln
  • Sonstige Fachabteilung0,45 %25
  • Kinderchirurgie0,44 %24
  • Geriatrie0,35 %19
  • Chirurgie0,33 %18
  • Unfallchirurgie0,31 %17
  • Neurochirurgie0,25 %14
  • Kinder- und Jugendpsychiatrie0,22 %12
  • Gastroenterologie0,073 %4
  • Orthopädie0,073 %4
  • Kardiologie0,055 %3
  • Nephrologie0,036 %2
  • Intensivmedizin0,018 %1
  • Strahlenheilkunde0,018 %1
  • Zahn- u. Kieferheilkunde, Mund- u. Kieferchirurgie0,018 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Der Bericht teilt nur bis zum Dreisteller auf; die Verteilung gehört zu F07.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Alphabetisches Verzeichnis17

Frontalhirnsyndrom
Primärschlüssel
Leukotomiesyndrom
Primärschlüssel
Lobotomiesyndrom [Postlobotomiesyndrom]
Primärschlüssel
Moria
Primärschlüssel
Organisch bedingte pseudoretardierte Persönlichkeit
Primärschlüssel
Organische Gehirnstörung mit Verhaltensstörung
Primärschlüssel
Organische Hirnstörung mit Verhaltensstörung
Primärschlüssel
Organische Persönlichkeitsstörung
Primärschlüssel
Organische Pseudopsychopathie
Primärschlüssel
Organische Wesensänderung
Primärschlüssel
Persönlichkeitsstörung bei limbischer Epilepsie
Primärschlüssel
Persönlichkeitsstörung nach organischem Hirnschaden
Primärschlüssel
Postleukotomiesyndrom
Primärschlüssel
Pseudoretardierte Persönlichkeitsstörung
Primärschlüssel
Stirnhirnsyndrom
Primärschlüssel
Temporallappensyndrom
Primärschlüssel
▸ noch 1 Einträge
Witzelsucht
Primärschlüssel

Änderungen

2010Bestand
Organische Persönlichkeitsstörung

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2024 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte