F06.7 Leichte kognitive Störung

ICD-10-GM 2022Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Endständig · stationär (§ 301 SGB V): Primärkode zulässig · ambulant (§ 295 SGB V): Primärkode zulässig
Morbi-RSALeichte und mittelgradige depressive Episoden (> 49 Jahre), Missbrauch von Personen, sonstige depressive Störungen und Episoden, organische Persönlichkeitsstörung, nicht-psychotisch organische Störung, n.n.bez., sonstige Hirndegenerationen, leichte kognitive Störung — Zuordnung im morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich.
⚖ Regellage1 verbindliche Regel · 2 SEG-4-Empfehlungen · zuletzt 01.01.2026 — Regeln außerhalb des Katalogs
Definition:

Eine Störung, die charakterisiert ist durch Gedächtnisstörungen, Lernschwierigkeiten und die verminderte Fähigkeit, sich längere Zeit auf eine Aufgabe zu konzentrieren. Oft besteht ein Gefühl geistiger Ermüdung bei dem Versuch, Aufgaben zu lösen. Objektiv erfolgreiches Lernen wird subjektiv als schwierig empfunden. Keines dieser Symptome ist so schwerwiegend, dass die Diagnose einer Demenz (F00-F03) oder eines Delirs (F05.-) gestellt werden kann. Die Diagnose sollte nur in Verbindung mit einer körperlichen Krankheit gestellt und bei Vorliegen einer anderen psychischen oder Verhaltensstörung aus dem Abschnitt F10-F99 nicht verwandt werden. Diese Störung kann vor, während oder nach einer Vielzahl von zerebralen oder systemischen Infektionen oder anderen körperlichen Krankheiten auftreten. Der direkte Nachweis einer zerebralen Beteiligung ist aber nicht notwendig. Die Störung wird vom postenzephalitischen (F07.1) und vom postkontusionellen Syndrom (F07.2) durch ihre andere Ätiologie, die wenig variablen, insgesamt leichteren Symptome und die zumeist kürzere Dauer unterschieden.

Regeln außerhalb des Katalogs3

gilt über F06.-

-Anmerkung: Erläuterungen, die mit den entsprechenden Abschnitten aus dem Regelwerk für die WHO-Ausgabe der ICD-10 (Band II) identisch sind, sind am Ende mit „(WHO)“ gekennzeichnet.

Unter welchen Voraussetzungen ist als Nebendiagnose der ICD-Kode R54 Senilität kodierbar?

Wie sind Halluzinationen und/oder affektive Symptome, die im Rahmen einer bekannten Parkinson-Demenz auftreten und behandelt werden, zu verschlüsseln?

Kodierrichtlinien und Entscheidungen des Schlichtungsausschusses sind für alle verbindlich; SEG-4-Empfehlungen binden die Begutachtung des MD.

Diagnosehäufigkeit

2.936 Fälle · 55 % Männer · Gipfel 75 bis unter 80 Jahre · 80 % Allgemeine Psychiatrie’22

Rang 858 von 7.638 auf derselben Katalogebene · 0,017 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 71 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr000––
1 bis unter 5 Jahre000––
5 bis unter 10 Jahre1100,034 %1,0
10 bis unter 15 Jahre000––
15 bis unter 18 Jahre7520,24 %8,9
18 bis unter 20 Jahre5320,17 %5,2
20 bis unter 25 Jahre15960,51 %4,7
25 bis unter 30 Jahre11830,37 %3,4
30 bis unter 35 Jahre198110,65 %4,8
35 bis unter 40 Jahre5125261,7 %8,1
40 bis unter 45 Jahre4128131,4 %2,4
45 bis unter 50 Jahre6929402,4 %3,7
50 bis unter 55 Jahre15685715,3 %4,5
55 bis unter 60 Jahre32518014511 %5,6
60 bis unter 65 Jahre33819913912 %3,5
65 bis unter 70 Jahre34420813612 %4,4
70 bis unter 75 Jahre44625519115 %4,7
75 bis unter 80 Jahre45625020616 %6,1
80 bis unter 85 Jahre43622720915 %6,8
85 bis unter 90 Jahre176711056,0 %8,0
90 bis unter 95 Jahre3412221,2 %12,1
ab 95 Jahren6150,20 %5,8

Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 3,5 Tagen (60 bis unter 65 Jahre) und ⌀ 8,1 Tagen (35 bis unter 40 Jahre).

Behandelnde Fachabteilung

18.205 Fälle

Überwiegend Allgemeine Psychiatrie (80 %)

  • Allgemeine Psychiatrie80 %14.518
  • Neurologie16 %2.931
  • Innere Medizin2,1 %376
  • Geriatrie0,97 %177
  • Psychosomatik/Psychotherapie0,19 %35
  • Übrige 14 Abteilungen0,92 %168
▸ Übrige einzeln
  • Kinder- und Jugendpsychiatrie0,18 %32
  • Gastroenterologie0,15 %28
  • Dermatologie0,12 %22
  • Sonstige Fachabteilung0,093 %17
  • Hämatologie und internistische Onkologie0,066 %12
  • Kardiologie0,060 %11
  • Pädiatrie0,049 %9
  • Intensivmedizin0,044 %8
  • Nephrologie0,044 %8
  • Neurochirurgie0,044 %8
  • Pneumologie0,027 %5
  • Unfallchirurgie0,022 %4
  • Chirurgie0,016 %3
  • Strahlenheilkunde0,005 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Der Bericht teilt nur bis zum Dreisteller auf; die Verteilung gehört zu F06.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Alphabetisches Verzeichnis5

Leichte Gedächtnislücke nach organischer Hirnschädigung
Primärschlüssel
Leichte Gedächtnisstörung nach Hirnschädigung
Primärschlüssel
Leichte kognitive Störung
Primärschlüssel
Leichte Störung des Erinnerungsvermögens nach Hirnschädigung
Primärschlüssel
Leichter Verlust des Erinnerungsvermögens nach organischer Hirnschädigung
Primärschlüssel

Änderungen

2010Bestand
Leichte kognitive Störung

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2022 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte