F07.2 Organisches Psychosyndrom nach Schädelhirntrauma

ICD-10-GM 2022Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Endständig · stationär (§ 301 SGB V): Primärkode zulässig · ambulant (§ 295 SGB V): Primärkode zulässig
Morbi-RSAAndere psychische Störungen — Zuordnung im morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich.
Orpha: 1Unter dieser Schlüsselnummer führt die amtliche Datei Alpha-ID-SE eine Seltene Erkrankung mit eigener Orpha-Kennnummer. Liegt eine davon vor, ist die Kennnummer seit dem 1.4.2023 im Krankenhaus zusätzlich zu dieser Schlüsselnummer zu übermitteln. Sie stehen unten.
⚖ Regellage1 verbindliche Regel — Regeln außerhalb des Katalogs
Inklusive:

Postkontusionelles Syndrom (Enzephalopathie)

Posttraumatisches (organisches) Psychosyndrom, nicht psychotisch

Exklusive:

Akute Gehirnerschütterung S06.0

Definition:

Das Syndrom folgt einem Schädeltrauma, das meist schwer genug ist, um zur Bewusstlosigkeit zu führen. Es besteht aus einer Reihe verschiedenartiger Symptome, wie Kopfschmerzen, Schwindel, Erschöpfung, Reizbarkeit, Schwierigkeiten bei Konzentration und geistigen Leistungen, Gedächtnisstörungen, Schlafstörungen und verminderter Belastungsfähigkeit für Stress, emotionale Reize oder Alkohol.

Regeln außerhalb des Katalogs1

gilt über F07.-

-Anmerkung: Erläuterungen, die mit den entsprechenden Abschnitten aus dem Regelwerk für die WHO-Ausgabe der ICD-10 (Band II) identisch sind, sind am Ende mit „(WHO)“ gekennzeichnet.

Kodierrichtlinien und Entscheidungen des Schlichtungsausschusses sind für alle verbindlich; SEG-4-Empfehlungen binden die Begutachtung des MD.

Diagnosehäufigkeit

1.110 Fälle · 74 % Männer · Gipfel 55 bis unter 60 Jahre · 82 % Allgemeine Psychiatrie’22

Rang 1578 von 7.638 auf derselben Katalogebene · 0,006 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 53 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr000––
1 bis unter 5 Jahre4310,36 %2,0
5 bis unter 10 Jahre191091,7 %1,9
10 bis unter 15 Jahre5324294,8 %3,1
15 bis unter 18 Jahre188101,6 %14,4
18 bis unter 20 Jahre218131,9 %20,1
20 bis unter 25 Jahre5545105,0 %26,0
25 bis unter 30 Jahre4635114,1 %45,5
30 bis unter 35 Jahre6044165,4 %25,3
35 bis unter 40 Jahre6751166,0 %27,1
40 bis unter 45 Jahre7660166,8 %32,8
45 bis unter 50 Jahre6958116,2 %34,3
50 bis unter 55 Jahre10980299,8 %32,5
55 bis unter 60 Jahre1611322915 %36,0
60 bis unter 65 Jahre1561213514 %27,2
65 bis unter 70 Jahre645685,8 %32,3
70 bis unter 75 Jahre3220122,9 %17,9
75 bis unter 80 Jahre4832164,3 %22,6
80 bis unter 85 Jahre2919102,6 %25,2
85 bis unter 90 Jahre16881,4 %14,4
90 bis unter 95 Jahre6330,54 %9,0
ab 95 Jahren1010,090 %32,0

Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 3,1 Tagen (10 bis unter 15 Jahre) und ⌀ 36,0 Tagen (55 bis unter 60 Jahre).

Behandelnde Fachabteilung

5.946 Fälle

Überwiegend Allgemeine Psychiatrie (82 %)

  • Allgemeine Psychiatrie82 %4.858
  • Neurologie13 %778
  • Innere Medizin1,5 %91
  • Pädiatrie0,76 %45
  • Kinderchirurgie0,69 %41
  • Übrige 14 Abteilungen2,2 %133
▸ Übrige einzeln
  • Unfallchirurgie0,49 %29
  • Sonstige Fachabteilung0,34 %20
  • Geriatrie0,29 %17
  • Chirurgie0,27 %16
  • Neurochirurgie0,18 %11
  • Kinder- und Jugendpsychiatrie0,17 %10
  • Orthopädie0,10 %6
  • Psychosomatik/Psychotherapie0,10 %6
  • Gastroenterologie0,084 %5
  • Intensivmedizin0,067 %4
  • Kardiologie0,067 %4
  • Hämatologie und internistische Onkologie0,050 %3
  • Nephrologie0,017 %1
  • Pneumologie0,017 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Der Bericht teilt nur bis zum Dreisteller auf; die Verteilung gehört zu F07.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Alphabetisches Verzeichnis14

Boxer-Syndrom
Primärschlüssel
Chronische traumatische Enzephalopathie
97353Primärschlüssel
Commotio-Syndrom
Primärschlüssel
Organisches Psychosyndrom nach Schädelhirntrauma
Primärschlüssel
Post-commotio-Enzephalopathie
Primärschlüssel
Postkommotionelle Beschwerden
Primärschlüssel
Postkommotionelles Syndrom
Primärschlüssel
Postkontusionelle Enzephalopathie
Primärschlüssel
Postkontusionelles Syndrom
Primärschlüssel
Posttraumatisches Psychosyndrom nichtpsychotischer Ausprägung
Primärschlüssel
Psychosyndrom nach Commotio cerebri
Primärschlüssel
Punch-drunk-Syndrom
Primärschlüssel
Status post commotionem cerebri
Primärschlüssel
Traumatische Enzephalopathie
Primärschlüssel

Seltene Erkrankungen (Orpha)1

97353
Dementia pugilisticaBoxer-Demenz · Enzephalopathie, chronische traumatische · +1

Änderungen

2010Bestand
Organisches Psychosyndrom nach Schädelhirntrauma

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2022 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte