F04 Organisches amnestisches Syndrom, nicht durch Alkohol oder andere psychotrope Substanzen bedingt

ICD-10-GM 2023Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Endständig · stationär (§ 301 SGB V): Primärkode zulässig · ambulant (§ 295 SGB V): Primärkode zulässig
CCL:12Complication and Comorbidity Level je Partition: Als Nebendiagnose kann dieser Kode mit den Stufen 1, 2 in die PCCL-Berechnung eingehen.
Morbi-RSAAnpassungsstörungen, sonstige Reaktionen auf schwere Belastung, sonstige nicht-psychotische organische Störungen, schädlicher Gebrauch von Alkohol / Drogen ohne Abhängigkeitssymptom — Zuordnung im morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich.
⚖ Regellage1 verbindliche Regel — Regeln außerhalb des Katalogs
Definition:

Ein Syndrom mit deutlichen Beeinträchtigungen des Kurz- und Langzeitgedächtnisses, bei erhaltenem Immediatgedächtnis. Es finden sich eine eingeschränkte Fähigkeit, neues Material zu erlernen und zeitliche Desorientierung. Konfabulation kann ein deutliches Merkmal sein, aber Wahrnehmung und andere kognitive Funktionen, einschließlich Intelligenz, sind gewöhnlich intakt. Die Prognose ist abhängig vom Verlauf der zugrunde liegenden Läsion.

Inklusive:

Korsakow-Psychose oder -Syndrom, nicht alkoholbedingt

Exklusive:

Amnesie: anterograd R41.1

Amnesie: dissoziativ F44.0

Amnesie: retrograd R41.2

Amnesie: o.n.A. R41.3

Korsakow-Syndrom: alkoholbedingt oder nicht näher bezeichnet F10.6

Korsakow-Syndrom: durch andere psychotrope Substanzen bedingt F11-F19, vierte Stelle .6

Regeln außerhalb des Katalogs1

-Anmerkung: Erläuterungen, die mit den entsprechenden Abschnitten aus dem Regelwerk für die WHO-Ausgabe der ICD-10 (Band II) identisch sind, sind am Ende mit „(WHO)“ gekennzeichnet.

Kodierrichtlinien und Entscheidungen des Schlichtungsausschusses sind für alle verbindlich; SEG-4-Empfehlungen binden die Begutachtung des MD.

Diagnosehäufigkeit

90 Fälle · 66 % Männer · Gipfel 60 bis unter 65 Jahre · 66 % Allgemeine Psychiatrie’23

Rang 1264 von 1.537 auf derselben Katalogebene · 0,001 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 63 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr000––
1 bis unter 5 Jahre000––
5 bis unter 10 Jahre000––
10 bis unter 15 Jahre000––
15 bis unter 18 Jahre000––
18 bis unter 20 Jahre1101,1 %10,0
20 bis unter 25 Jahre000––
25 bis unter 30 Jahre1101,1 %30,0
30 bis unter 35 Jahre1101,1 %54,0
35 bis unter 40 Jahre3303,3 %47,0
40 bis unter 45 Jahre4224,4 %63,5
45 bis unter 50 Jahre2112,2 %19,0
50 bis unter 55 Jahre6336,7 %37,8
55 bis unter 60 Jahre149516 %19,9
60 bis unter 65 Jahre1915421 %21,6
65 bis unter 70 Jahre96310 %46,3
70 bis unter 75 Jahre1510517 %14,1
75 bis unter 80 Jahre6246,7 %37,2
80 bis unter 85 Jahre5235,6 %9,8
85 bis unter 90 Jahre3213,3 %9,0
90 bis unter 95 Jahre1101,1 %34,0
ab 95 Jahren000––

Behandelnde Fachabteilung

90 Fälle

Überwiegend Allgemeine Psychiatrie (66 %)

  • Allgemeine Psychiatrie66 %59
  • Neurologie24 %22
  • Innere Medizin7,8 %7
  • Geriatrie1,1 %1
  • Psychosomatik/Psychotherapie1,1 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Alphabetisches Verzeichnis7

Amnestisches Zustandsbild
Primärschlüssel
Dysmnesie
Primärschlüssel
Dysmnestisches Zustandsbild
Primärschlüssel
Nichtalkoholbedingte Korsakow-Krankheit
Primärschlüssel
Nichtalkoholbedingte Korsakow-Psychose
Primärschlüssel
Nichtalkoholisches Korsakow-Syndrom
Primärschlüssel
Nichtalkoholisches organisches amnestisches Syndrom
Primärschlüssel

Änderungen

2010Bestand
Organisches amnestisches Syndrom, nicht durch Alkohol oder andere psychotrope Substanzen bedingt

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2023 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte