E50-E64 Sonstige alimentäre Mangelzustände

ICD-10-GM 2022Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Nicht endständig — zur Verschlüsselung einen Subkode wählen · stationär (§ 301 SGB V): – · ambulant (§ 295 SGB V): –
⚖ Regellage1 SEG-4-Empfehlung · 1 offene Streitfrage · zuletzt 01.01.2021 — Regeln außerhalb des Katalogs
Exklusive:

Alimentäre Anämien D50-D53

Regeln außerhalb des Katalogs1

gilt über E50.-FoKA: Dissens

Wie wird eine Anämie infolge Folsäuremangel verschlüsselt? Darf zusätzlich zur Anämie E53.8 Mangel an sonstigen näher bezeichneten Vitaminen des Vitamin B-Komplexes kodiert werden?

Kodierrichtlinien und Entscheidungen des Schlichtungsausschusses sind für alle verbindlich; SEG-4-Empfehlungen binden die Begutachtung des MD.

Subkodes13

E50.- Vitamin-A-Mangel⚖ 1
E51.- Thiaminmangel [Vitamin-B1-Mangel]
E52 Niazinmangel [Pellagra]Morbi-RSA
E53.- Mangel an sonstigen Vitaminen des Vitamin-B-Komplexes
E54 AscorbinsäuremangelMorbi-RSA
E55.- Vitamin-D-Mangel
E56.- Sonstige Vitaminmangelzustände
E58 Alimentärer KalziummangelMorbi-RSA
E59 Alimentärer SelenmangelMorbi-RSA
E60 Alimentärer ZinkmangelMorbi-RSA
E61.- Mangel an sonstigen Spurenelementen
E63.- Sonstige alimentäre Mangelzustände28 Tage – 124
E64.- Folgen von Mangelernährung oder sonstigen alimentären Mangelzuständen28 Tage – 124⚖ 2

Diagnosehäufigkeit

2.858 Fälle · 56 % Männer · Gipfel 60 bis unter 65 Jahre · 46 % Neurologie’22

Zusammengezählt über alle Kodes unter E50-E64.

Rang 194 von 226 auf derselben Katalogebene · 0,017 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 63 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr3423111,2 %8,5
1 bis unter 5 Jahre4718291,6 %5,4
5 bis unter 10 Jahre15870,52 %5,5
10 bis unter 15 Jahre5233191,8 %3,7
15 bis unter 18 Jahre3111201,1 %9,0
18 bis unter 20 Jahre133100,45 %6,5
20 bis unter 25 Jahre267190,91 %10,1
25 bis unter 30 Jahre4014261,4 %14,0
30 bis unter 35 Jahre5421331,9 %9,1
35 bis unter 40 Jahre10042583,5 %11,2
40 bis unter 45 Jahre11950694,2 %11,4
45 bis unter 50 Jahre12463614,3 %12,1
50 bis unter 55 Jahre209127827,3 %15,2
55 bis unter 60 Jahre34622312312 %16,3
60 bis unter 65 Jahre37524513013 %13,0
65 bis unter 70 Jahre35022612412 %13,3
70 bis unter 75 Jahre240142988,4 %11,1
75 bis unter 80 Jahre189105846,6 %10,5
80 bis unter 85 Jahre2801371439,8 %8,4
85 bis unter 90 Jahre15874845,5 %8,4
90 bis unter 95 Jahre5017331,7 %6,5
ab 95 Jahren6330,21 %12,0

Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 3,7 Tagen (10 bis unter 15 Jahre) und ⌀ 16,3 Tagen (55 bis unter 60 Jahre).

Behandelnde Fachabteilung

2.858 Fälle

Vor allem Neurologie und Innere Medizin (46 % und 32 %)

  • Neurologie46 %1.325
  • Innere Medizin32 %909
  • Pädiatrie6,0 %172
  • Gastroenterologie4,5 %130
  • Geriatrie2,9 %83
  • Übrige 20 Abteilungen8,4 %239
▸ Übrige einzeln
  • Allgemeine Psychiatrie2,3 %67
  • Kardiologie1,3 %36
  • Hämatologie und internistische Onkologie1,1 %31
  • Chirurgie1,0 %29
  • Nephrologie0,63 %18
  • Intensivmedizin0,45 %13
  • Sonstige Fachabteilung0,45 %13
  • Neurochirurgie0,21 %6
  • Orthopädie0,14 %4
  • Unfallchirurgie0,14 %4
  • Kinderchirurgie0,10 %3
  • Pneumologie0,10 %3
  • Gefäßchirurgie0,070 %2
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde0,070 %2
  • Rheumatologie0,070 %2
  • Urologie0,070 %2
  • Dermatologie0,035 %1
  • Herzchirurgie0,035 %1
  • Neonatologie0,035 %1
  • Psychosomatik/Psychotherapie0,035 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Zusammengezählt über alle Dreisteller unter E50-E64.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Änderungen

2010Bestand
Sonstige alimentäre Mangelzustände

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2022 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte