E50-E64 Sonstige alimentäre Mangelzustände

ICD-10-GM 2027Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Nicht endständig — zur Verschlüsselung einen Subkode wählen · stationär (§ 301 SGB V): – · ambulant (§ 295 SGB V): –
⚖ Regellage1 SEG-4-Empfehlung · 1 offene Streitfrage · zuletzt 01.01.2021 — Regeln außerhalb des Katalogs
Exklusive:

Alimentäre Anämien D50-D53

Regeln außerhalb des Katalogs1

gilt über E50.-FoKA: Dissens

Wie wird eine Anämie infolge Folsäuremangel verschlüsselt? Darf zusätzlich zur Anämie E53.8 Mangel an sonstigen näher bezeichneten Vitaminen des Vitamin B-Komplexes kodiert werden?

Kodierrichtlinien und Entscheidungen des Schlichtungsausschusses sind für alle verbindlich; SEG-4-Empfehlungen binden die Begutachtung des MD.

Subkodes13

E50.- Vitamin-A-Mangel⚖ 1
E51.- Thiaminmangel [Vitamin-B1-Mangel]
E52 Niazinmangel [Pellagra]Morbi-RSA’26
E53.- Mangel an sonstigen Vitaminen des Vitamin-B-Komplexes
E54 AscorbinsäuremangelMorbi-RSA’26
E55.- Vitamin-D-Mangel
E56.- Sonstige Vitaminmangelzustände
E58 Alimentärer KalziummangelMorbi-RSA’26
E59 Alimentärer SelenmangelMorbi-RSA’26
E60 Alimentärer ZinkmangelMorbi-RSA’26
E61.- Mangel an sonstigen Spurenelementen
E63.- Sonstige alimentäre Mangelzustände28 Tage – 124
E64.- Folgen von Mangelernährung oder sonstigen alimentären Mangelzuständen28 Tage – 124⚖ 2

Diagnosehäufigkeit

3.292 Fälle · 54 % Männer · Gipfel 60 bis unter 65 Jahre · 45 % Neurologie’24

Zusammengezählt über alle Kodes unter E50-E64.

Rang 192 von 227 auf derselben Katalogebene · 0,018 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 62 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr3217150,97 %5,4
1 bis unter 5 Jahre5624321,7 %4,0
5 bis unter 10 Jahre3010200,91 %7,2
10 bis unter 15 Jahre5624321,7 %3,2
15 bis unter 18 Jahre3613231,1 %8,0
18 bis unter 20 Jahre4222201,3 %5,3
20 bis unter 25 Jahre9760372,9 %5,7
25 bis unter 30 Jahre8844442,7 %8,9
30 bis unter 35 Jahre8135462,5 %9,4
35 bis unter 40 Jahre11946733,6 %11,4
40 bis unter 45 Jahre11958613,6 %14,2
45 bis unter 50 Jahre14176654,3 %11,0
50 bis unter 55 Jahre220124966,7 %13,4
55 bis unter 60 Jahre34621613011 %13,9
60 bis unter 65 Jahre43625717913 %12,6
65 bis unter 70 Jahre39925214712 %13,8
70 bis unter 75 Jahre3231701539,8 %11,6
75 bis unter 80 Jahre2401371037,3 %9,8
80 bis unter 85 Jahre2111011106,4 %10,2
85 bis unter 90 Jahre17484905,3 %10,6
90 bis unter 95 Jahre369271,1 %10,4
ab 95 Jahren10280,30 %7,3

Fälle aus dem Datenjahr 2024, Verweildauer aus 2023 — die amtliche Statistik weist die Belegungstage seit 2024 nicht mehr aus.

Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 4,0 Tagen (1 bis unter 5 Jahre) und ⌀ 14,2 Tagen (40 bis unter 45 Jahre).

Behandelnde Fachabteilung’23

3.139 Fälle

Vor allem Neurologie und Innere Medizin (45 % und 31 %)

  • Neurologie45 %1.425
  • Innere Medizin31 %973
  • Geriatrie7,2 %226
  • Pädiatrie4,7 %149
  • Gastroenterologie4,2 %132
  • Übrige 19 Abteilungen7,5 %234
▸ Übrige einzeln
  • Allgemeine Psychiatrie1,7 %53
  • Hämatologie und internistische Onkologie1,2 %37
  • Kardiologie1,1 %36
  • Chirurgie0,96 %30
  • Intensivmedizin0,70 %22
  • Nephrologie0,38 %12
  • Sonstige Fachabteilung0,38 %12
  • Kinderchirurgie0,19 %6
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe0,16 %5
  • Orthopädie0,16 %5
  • Pneumologie0,13 %4
  • Dermatologie0,064 %2
  • Neurochirurgie0,064 %2
  • Plastische Chirurgie0,064 %2
  • Rheumatologie0,064 %2
  • Augenheilkunde0,032 %1
  • Neonatologie0,032 %1
  • Psychosomatik/Psychotherapie0,032 %1
  • Urologie0,032 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Zusammengezählt über alle Dreisteller unter E50-E64.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Änderungen

2010Bestand
Sonstige alimentäre Mangelzustände

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2027 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte