Erheblicher Gewichtsverlust [Unterernährung] [Kachexie] bei Kindern oder Erwachsenen oder fehlende Gewichtszunahme bei Kindern, die zu einem Gewichtswert führen, der mindestens 3 Standardabweichungen unter dem Mittelwert der Bezugspopulation liegt (oder eine ähnliche Abweichung in anderen statistischen Verteilungen). Wenn nur eine Gewichtsmessung vorliegt, besteht mit hoher Wahrscheinlichkeit eine erhebliche Unterernährung, wenn der Gewichtswert 3 oder mehr Standardabweichungen unter dem Mittelwert der Bezugspopulation liegt.
Hungerödem
Welche Kriterien/Angaben sind für die Diagnosestellung einer Krankheit aus E43 Nicht näher bezeichnete erhebliche Energie- und Eiweißmangelernährung bzw. E44.- Energie- und Eiweißmangelernährung mäßigen und leichten Grades erforderlich?
Aufnahme wegen Gewichtsverlust (ca. 5 kg in 4 Wochen), verminderter Belastbarkeit und Fieber. Es zeigt sich eine poststenotische Pneumonie bei Erstdiagnose eines bereits multipel metastasierten Lungenkarzinoms. Der Patient wiegt bei einer Größe von 175 cm 50 kg (BMI 16,3 kg/m²), im NRS Score ergibt sich ein Wert von 5.
Ohne im Krankenhaus gemessene Körpergröße ließ sich kein BMI berechnen, das Screening lag erst zur Entlassung vor, das Gesamteiweiß war normal und das Gewicht stieg während des Aufenthalts. Eine bei Entlassung nur vermutete Mangelernährung mit unspezifischer Behandlung wird als Symptom (R63.4) kodiert.
Bei schwerer Mangelernährung als Folge eines Speicheldrüsenkarzinoms, bei der weitere tumorbedingte Probleme behandelt wurden, ist der Tumor die Hauptdiagnose. E43 wäre Hauptdiagnose nur, wenn allein die Mangelernährung behandelt worden wäre (Fall aus 2010).
Kodierrichtlinien und Entscheidungen des Schlichtungsausschusses sind für alle verbindlich; SEG-4-Empfehlungen binden die Begutachtung des MD.
329 Fälle · 61 % Frauen · Gipfel 75 bis unter 80 Jahre · 46 % Innere Medizin’24
Rang 1060 von 1.532 auf derselben Katalogebene · 0,002 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 68 Jahren
| Altersgruppe | Fälle | Männer | Frauen | Anteil | ⌀ Tage |
|---|---|---|---|---|---|
| unter 1 Jahr | 7 | 3 | 4 | 2,1 % | 8,2 |
| 1 bis unter 5 Jahre | 13 | 7 | 6 | 4,0 % | 9,5 |
| 5 bis unter 10 Jahre | 4 | 1 | 3 | 1,2 % | 8,7 |
| 10 bis unter 15 Jahre | 5 | 2 | 3 | 1,5 % | 3,0 |
| 15 bis unter 18 Jahre | 2 | 2 | 0 | 0,61 % | 3,8 |
| 18 bis unter 20 Jahre | 2 | 0 | 2 | 0,61 % | 8,8 |
| 20 bis unter 25 Jahre | 10 | 3 | 7 | 3,0 % | 11,7 |
| 25 bis unter 30 Jahre | 6 | 3 | 3 | 1,8 % | 9,7 |
| 30 bis unter 35 Jahre | 7 | 1 | 6 | 2,1 % | 10,3 |
| 35 bis unter 40 Jahre | 9 | 3 | 6 | 2,7 % | 17,9 |
| 40 bis unter 45 Jahre | 8 | 3 | 5 | 2,4 % | 13,8 |
| 45 bis unter 50 Jahre | 6 | 2 | 4 | 1,8 % | 14,0 |
| 50 bis unter 55 Jahre | 14 | 2 | 12 | 4,3 % | 16,0 |
| 55 bis unter 60 Jahre | 24 | 13 | 11 | 7,3 % | 14,8 |
| 60 bis unter 65 Jahre | 31 | 17 | 14 | 9,4 % | 15,3 |
| 65 bis unter 70 Jahre | 25 | 8 | 17 | 7,6 % | 18,2 |
| 70 bis unter 75 Jahre | 31 | 13 | 18 | 9,4 % | 12,5 |
| 75 bis unter 80 Jahre | 42 | 14 | 28 | 13 % | 9,0 |
| 80 bis unter 85 Jahre | 33 | 13 | 20 | 10 % | 11,0 |
| 85 bis unter 90 Jahre | 35 | 12 | 23 | 11 % | 10,3 |
| 90 bis unter 95 Jahre | 12 | 5 | 7 | 3,6 % | 17,0 |
| ab 95 Jahren | 3 | 1 | 2 | 0,91 % | 7,0 |
Fälle aus dem Datenjahr 2024, Verweildauer aus 2023 — die amtliche Statistik weist die Belegungstage seit 2024 nicht mehr aus.
Vor allem Innere Medizin und Gastroenterologie (46 % und 18 %)
Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat.
Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte
Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.
Quelle: ICD-10-GM, Version 2025 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte