E10.8- Diabetes mellitus, Typ 1: Mit nicht näher bezeichneten Komplikationen

ICD-10-GM 2022Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Nicht endständig — zur Verschlüsselung einen Subkode wählen · stationär (§ 301 SGB V): nicht zur Verschlüsselung zugelassen · ambulant (§ 295 SGB V): Primärkode zulässig
Ambulant 4-stelligIn der stationären Versorgung (§ 301 SGB V) ist die endständige Schlüsselnummer anzugeben — dieser Kode selbst ist dort nicht kodierbar, sondern einer seiner Subkodes. In der ambulanten Versorgung (§ 295 SGB V) kann auf die fünfte Stelle verzichtet werden: in der hausärztlichen Versorgung, im organisierten Notfalldienst und in der fachärztlichen Versorgung für Diagnosen außerhalb des Fachgebietes.
Morbi-RSAKinder mit Diabetes mellitus Typ 1 (<12 Jahre) — Zuordnung im morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich.
⚖ Regellage3 verbindliche Regeln · 1 SEG-4-Empfehlung · zuletzt 01.01.2026 — Regeln außerhalb des Katalogs

Regeln außerhalb des Katalogs4

gilt über E10.-

Typen des Diabetes mellitus

gilt über E10.-

Kapitel XV enthält zwei Bereiche zur Kodierung von Komplikationen in der Schwangerschaft:

gilt über E10.-

Die Diagnose „Vergiftung durch Arzneimittel/Drogen“ wird gestellt bei irrtümlicher Einnahme oder unsachgemäßer Anwendung (z.B. Einnahme zwecks Selbsttötung und Tötung).

gilt über E10.-FoKA: Konsens

Eine Schwangere wird mit entgleistem Diabetes mellitus Typ I stationär aufgenommen. Es besteht eine Ketoazidose mit der Notwendigkeit einer intensivmedizinischen Überwachung und Behandlung. Darf O24.0 Diabetes mellitus in der Schwangerschaft, vorher bestehender Diabetes mellitus, Typ 1 zusammen mit E10.

Kodierrichtlinien und Entscheidungen des Schlichtungsausschusses sind für alle verbindlich; SEG-4-Empfehlungen binden die Begutachtung des MD.

Subkodes2

E10.80 Nicht als entgleist bezeichnetMorbi-RSA⚖ 4ATC: 5
E10.81 Als entgleist bezeichnetMorbi-RSA⚖ 4ATC: 5

Diagnosehäufigkeit

154 Fälle · 58 % Männer · Gipfel 15 bis unter 18 Jahre · 50 % Innere Medizin’22

Rang 3581 von 7.638 auf derselben Katalogebene · 0,001 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 16 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr000––
1 bis unter 5 Jahre8445,2 %4,1
5 bis unter 10 Jahre15699,7 %8,4
10 bis unter 15 Jahre44222229 %5,0
15 bis unter 18 Jahre46311530 %7,6
18 bis unter 20 Jahre8715,2 %7,6
20 bis unter 25 Jahre3031,9 %1,7
25 bis unter 30 Jahre9815,8 %5,9
30 bis unter 35 Jahre2111,3 %3,5
35 bis unter 40 Jahre1010,65 %7,0
40 bis unter 45 Jahre2201,3 %8,0
45 bis unter 50 Jahre2111,3 %8,5
50 bis unter 55 Jahre2201,3 %3,5
55 bis unter 60 Jahre2201,3 %1,0
60 bis unter 65 Jahre1100,65 %13,0
65 bis unter 70 Jahre1100,65 %6,0
70 bis unter 75 Jahre1010,65 %4,0
75 bis unter 80 Jahre2111,3 %6,0
80 bis unter 85 Jahre3031,9 %7,3
85 bis unter 90 Jahre2111,3 %2,0
90 bis unter 95 Jahre000––
ab 95 Jahren000––

Behandelnde Fachabteilung

39.219 Fälle

Vor allem Innere Medizin und Pädiatrie (50 % und 33 %)

  • Innere Medizin50 %19.538
  • Pädiatrie33 %12.781
  • Gastroenterologie4,7 %1.846
  • Endokrinologie2,5 %999
  • Chirurgie2,4 %946
  • Übrige 25 Abteilungen7,9 %3.109
▸ Übrige einzeln
  • Gefäßchirurgie1,4 %541
  • Kardiologie1,3 %521
  • Augenheilkunde1,2 %456
  • Nephrologie1,2 %452
  • Intensivmedizin0,92 %361
  • Neurologie0,54 %211
  • Geriatrie0,34 %135
  • Sonstige Fachabteilung0,30 %117
  • Unfallchirurgie0,21 %83
  • Orthopädie0,16 %62
  • Pneumologie0,15 %57
  • Plastische Chirurgie0,074 %29
  • Hämatologie und internistische Onkologie0,048 %19
  • Dermatologie0,041 %16
  • Herzchirurgie0,033 %13
  • Urologie0,031 %12
  • Rheumatologie0,018 %7
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe0,013 %5
  • Kinderchirurgie0,010 %4
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde0,005 %2
  • Lungen- und Bronchialheilkunde0,005 %2
  • Kinderkardiologie0,003 %1
  • Neonatologie0,003 %1
  • Neurochirurgie0,003 %1
  • Strahlenheilkunde0,003 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Der Bericht teilt nur bis zum Dreisteller auf; die Verteilung gehört zu E10.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Arzneimittelvalidierung Morbi-RSA (ATC)5

A10AB
Insuline und Analoga zur Injektion, schnell wirkendICD:E10.2-E10.20E10.21+152
A10AC
Insuline und Analoga zur Injektion, intermediär wirkendICD:E10.2-E10.20E10.21+152
A10AD
Insuline und Analoga zur Injektion, intermediär oder lang wirkend kombiniert mit schnell wirkendICD:E10.2-E10.20E10.21+152
A10AE
Insuline und Analoga zur Injektion, lang wirkendICD:E10.2-E10.20E10.21+152
A10AF
Insuline und Analoga zur InhalationICD:E10.2-E10.20E10.21+152

Änderungen

2010Bestand
Diabetes mellitus, Typ 1: Mit nicht näher bezeichneten Komplikationen

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2022 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte