DRGSystemDeutschland

D69.88Sonstige näher bezeichnete hämorrhagische Diathesen

Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295
Endständig · stationär (§ 301 SGB V): Primärkode zulässig · ambulant (§ 295 SGB V): Primärkode zulässig
Morbi-RSA’25
Purpura und sonstige Gerinnungsstörungen / Sarkoidose, exkl. Lunge / Kombinierte Immundefekte B und weitere hämatologische Erkrankungen — Zuordnung im morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich.
Orpha: 2
Unter dieser Schlüsselnummer führt die amtliche Datei Alpha-ID-SE 2 Seltene Erkrankungen mit eigener Orpha-Kennnummer. Liegt eine davon vor, ist die Kennnummer seit dem 1.4.2023 im Krankenhaus zusätzlich zu dieser Schlüsselnummer zu übermitteln. Sie stehen unten.
Diese Diagnose ist in Anlage 7 des Fallpauschalenkatalogs einem Zusatzentgelt zugeordnet. Abgerechnet wird es, wenn zusätzlich eine der auslösenden Prozeduren erbracht ist; die Schwellenwerte stehen in den Fußnoten unten.
Inklusive:

Kapillarbrüchigkeit (hereditär)

Vaskuläre Pseudohämophilie

Kodierhinweis:

Benutze für Zwecke der Abrechnung der Zusatzentgelte entsprechend Anlage 7 zur FPV eine zusätzliche Schlüsselnummer, um das Vorliegen einer "dauerhaft erworbenen" (U69.11!) oder "temporären" (U69.12!) Blutgerinnungsstörung anzuzeigen.

Diagnosehäufigkeit

Die Statistik weist D69.88 nicht einzeln aus — die Zahlen gehören zu D69.8 mit allen Subkodes.

Rang 4557 von 7.648 auf derselben Katalogebene · 0,000 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Männer ab etwa 72, der Frauen ab etwa 82 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr000––
1 bis unter 5 Jahre1101,8 %–
5 bis unter 10 Jahre000–1,0
10 bis unter 15 Jahre000––
15 bis unter 18 Jahre000––
18 bis unter 20 Jahre1101,8 %–
20 bis unter 25 Jahre000––
25 bis unter 30 Jahre000––
30 bis unter 35 Jahre000––
35 bis unter 40 Jahre1101,8 %5,0
40 bis unter 45 Jahre3215,3 %–
45 bis unter 50 Jahre1011,8 %2,5
50 bis unter 55 Jahre4407,0 %5,0
55 bis unter 60 Jahre2113,5 %3,0
60 bis unter 65 Jahre4227,0 %8,7
65 bis unter 70 Jahre3215,3 %2,0
70 bis unter 75 Jahre99016 %4,0
75 bis unter 80 Jahre4137,0 %9,5
80 bis unter 85 Jahre106418 %8,2
85 bis unter 90 Jahre126621 %5,0
90 bis unter 95 Jahre1011,8 %3,0
ab 95 Jahren1011,8 %8,0

Fälle aus dem Datenjahr 2024, Verweildauer aus 2023 — die amtliche Statistik weist die Belegungstage seit 2024 nicht mehr aus.

Behandelnde Fachabteilung’23

10.351 Fälle

Keine Abteilung überwiegt — die größte, Pädiatrie, hat 40 %

  • Pädiatrie40 %4.113
  • Innere Medizin27 %2.780
  • Hämatologie und internistische Onkologie15 %1.505
  • Dermatologie7,9 %816
  • Gastroenterologie3,4 %354
  • Übrige 27 Abteilungen7,6 %783
▸ Übrige einzeln
  • Nephrologie1,7 %179
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe1,1 %115
  • Rheumatologie0,67 %69
  • Chirurgie0,60 %62
  • Urologie0,58 %60
  • Kardiologie0,54 %56
  • Neurologie0,38 %39
  • Sonstige Fachabteilung0,37 %38
  • Geriatrie0,26 %27
  • Intensivmedizin0,23 %24
  • Pneumologie0,23 %24
  • Strahlenheilkunde0,14 %15
  • Kinderchirurgie0,14 %14
  • Neurochirurgie0,097 %10
  • Neonatologie0,087 %9
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde0,068 %7
  • Unfallchirurgie0,058 %6
  • Endokrinologie0,048 %5
  • Herzchirurgie0,039 %4
  • Kinderkardiologie0,039 %4
  • Orthopädie0,039 %4
  • Geburtshilfe0,029 %3
  • Zahn- u. Kieferheilkunde, Mund- u. Kieferchirurgie0,029 %3
  • Gefäßchirurgie0,019 %2
  • Lungen- und Bronchialheilkunde0,019 %2
  • Plastische Chirurgie0,010 %1
  • Thoraxchirurgie0,010 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Der Bericht teilt nur bis zum Dreisteller auf; die Verteilung gehört zu D69.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Zusatzentgelte1

ZE2026-139
Gabe von Blutgerinnungsfaktorenindividuell
▸ 3 Fußnoten des Katalogs
  • Nach Paragraf 5 Abs. 2 Satz 3 FPV 2026 ist für diese Zusatzentgelte das bisher krankenhausindividuell vereinbarte Entgelt der Höhe nach bis zum Beginn des Wirksamwerdens der neuen Budgetvereinbarung weiter zu erheben. Dies gilt auch, sofern eine Anpassung der entsprechenden OPS-Kodes erfolgt sein sollte.
  • Die jeweils zugehörigen ICD-Kodes und -Texte sind in Anlage 7 aufgeführt.
  • Für das Jahr 2026 gilt ein Schwellenwert in der Höhe von 6.000 € für die Summe der im Rahmen der Behandlung des Patienten für Blutgerinnungsfaktoren angefallenen Beträge. Ab Überschreitung dieses Schwellenwertes ist der gesamte für die Behandlung des Patienten mit Blutgerinnungsfaktoren angefallene Betrag abzurechnen.

Alphabetisches Verzeichnis13

Endotheliose
PrimärschlüsselPrimär†:D69.88
Hämorrhagische Diathese durch Thromboxan-Synthetase-Mangel
PrimärschlüsselPrimär†:D69.88220443
Hämorrhagische infektiöse Endotheliose
PrimärschlüsselPrimär†:D69.88
Hereditäre Brüchigkeit eines Kapillargefäßes
PrimärschlüsselPrimär†:D69.88
Hereditäre Kapillarbrüchigkeit
PrimärschlüsselPrimär†:D69.88
Kapillarbrüchigkeit
PrimärschlüsselPrimär†:D69.88
Kongenitale Kapillarfragilität
PrimärschlüsselPrimär†:D69.88
Primäre kapilläre Blutung
PrimärschlüsselPrimär†:D69.88
Primäre kapilläre Hämorrhagie
PrimärschlüsselPrimär†:D69.88
Pseudohämophilie vom Typ A
PrimärschlüsselPrimär†:D69.88
Purpura durch idiopathische Kapillarbrüchigkeit
PrimärschlüsselPrimär†:D69.88
Scott-Syndrom
PrimärschlüsselPrimär†:D69.88806
Vaskuläre Pseudohämophilie
PrimärschlüsselPrimär†:D69.88

Seltene Erkrankungen (Orpha)2

220443
OBSOLET: Hämorrhagische Diathese durch Thromboxan-Synthetase-Mangelnicht mehr geführtOBSOLET: Thromboxan-Synthetase-Mangel
806
Scott-Syndrom

Änderungen1

2015Neu
Sonstige näher bezeichnete hämorrhagische Diathesen
übergeleitet aus D69.8

Jahrgänge 2010–2026 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2026 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte