Soll die Substanz angegeben werden, ist eine zusätzliche Schlüsselnummer (Kapitel XX) zu benutzen.
Arzneimittelinduzierte Panzytopenie
Verschlüsselung einer arzneimittelinduzierten Panzytopenie
Mit der ICD-10-GM Version 2009 wurde bei der Schlüsselnummer D61.1 (Arzneimittelinduzierte aplastische Anämie) das Inklusivum "Arzneimittelinduzierte Panzytopenie" aufgenommen. Dies hat zu Unklarheiten darüber geführt, ob neben der Schlüsselnummer D61.1, deren Klassentext (nur) die arzneimittelinduzierte aplastische Anämie bezeichnet, zusätzlich noch Schlüsselnummern für das Vorliegen einer Thrombozytopenie (D69.4- bis D69.6-) und einer Agranulozytose und Neutropenie (D70.-) angegeben werden dürfen, um den Zustand der arzneimittelinduzierten Panzytopenie näher zu beschreiben.
In Abstimmung mit der Arbeitsgruppe ICD des KKG (Kuratorium für Fragen der Klassifikation im Gesundheitswesen) wurde für die ICD-10-GM Version 2010 die Einführung des folgenden Hinweistextes bei der Schlüsselnummer D61.- beschlossen, um diese Unklarheiten zu beseitigen:
Benutze zusätzliche Schlüsselnummern, um das Vorliegen einer Thrombozytopenie (D69.4- bis D69.6‑) oder einer Agranulozytose und Neutropenie (D70.-) anzugeben.
Durch diesen Hinweis wird klargestellt, dass eine gleichzeitige Verwendung von Schlüsselnummern aus den Bereichen D61.-, D69.4- bis D69.6- und D70.- zulässig ist. Der Hinweistext soll auch für die Verschlüsselung mit der zurzeit gültigen ICD-10-GM Version 2009 gelten.
Kodierung therapiebedingter Anämie in der Onkologie durch - D63.0* Anämie bei Neubildungen = Tumor-Anämie, - D64.8 Sonstige näher bezeichnete Anämien, - D61.1- Arzneimittelinduzierte aplastische Anämie?
Kodierrichtlinien und Entscheidungen des Schlichtungsausschusses sind für alle verbindlich; SEG-4-Empfehlungen binden die Begutachtung des MD.
3.479 Fälle · 63 % Frauen · Gipfel 70 bis unter 75 Jahre · 49 % Innere Medizin’24
Rang 785 von 7.648 auf derselben Katalogebene · 0,019 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 69 Jahren
| Altersgruppe | Fälle | Männer | Frauen | Anteil | ⌀ Tage |
|---|---|---|---|---|---|
| unter 1 Jahr | 3 | 1 | 2 | 0,086 % | 1,5 |
| 1 bis unter 5 Jahre | 35 | 21 | 14 | 1,0 % | 1,6 |
| 5 bis unter 10 Jahre | 28 | 13 | 15 | 0,80 % | 3,7 |
| 10 bis unter 15 Jahre | 28 | 17 | 11 | 0,80 % | 4,4 |
| 15 bis unter 18 Jahre | 13 | 9 | 4 | 0,37 % | 3,9 |
| 18 bis unter 20 Jahre | 8 | 4 | 4 | 0,23 % | 6,3 |
| 20 bis unter 25 Jahre | 21 | 3 | 18 | 0,60 % | 3,7 |
| 25 bis unter 30 Jahre | 21 | 12 | 9 | 0,60 % | 7,3 |
| 30 bis unter 35 Jahre | 40 | 13 | 27 | 1,1 % | 5,2 |
| 35 bis unter 40 Jahre | 62 | 15 | 47 | 1,8 % | 5,1 |
| 40 bis unter 45 Jahre | 83 | 16 | 67 | 2,4 % | 4,8 |
| 45 bis unter 50 Jahre | 97 | 21 | 76 | 2,8 % | 4,3 |
| 50 bis unter 55 Jahre | 154 | 42 | 112 | 4,4 % | 5,7 |
| 55 bis unter 60 Jahre | 317 | 98 | 219 | 9,1 % | 4,6 |
| 60 bis unter 65 Jahre | 424 | 141 | 283 | 12 % | 5,5 |
| 65 bis unter 70 Jahre | 519 | 204 | 315 | 15 % | 5,3 |
| 70 bis unter 75 Jahre | 569 | 236 | 333 | 16 % | 5,2 |
| 75 bis unter 80 Jahre | 431 | 165 | 266 | 12 % | 6,7 |
| 80 bis unter 85 Jahre | 398 | 160 | 238 | 11 % | 7,7 |
| 85 bis unter 90 Jahre | 186 | 62 | 124 | 5,3 % | 8,2 |
| 90 bis unter 95 Jahre | 39 | 16 | 23 | 1,1 % | 6,2 |
| ab 95 Jahren | 3 | 2 | 1 | 0,086 % | 6,8 |
Fälle aus dem Datenjahr 2024, Verweildauer aus 2023 — die amtliche Statistik weist die Belegungstage seit 2024 nicht mehr aus.
Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 4,3 Tagen (45 bis unter 50 Jahre) und ⌀ 8,2 Tagen (85 bis unter 90 Jahre).
Vor allem Innere Medizin und Hämatologie und internistische Onkologie (49 % und 14 %)
Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Der Bericht teilt nur bis zum Dreisteller auf; die Verteilung gehört zu D61.
Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte
Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.
Quelle: ICD-10-GM, Version 2026 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte