Nr. 60 Anämie, Neubildungen, Chemotherapie

VerwendungKodierempfehlung — die abgestimmte Auffassung der Sozialmedizinischen Expertengruppe 4 der Medizinischen Dienste. Sie ist keine Rechtsnorm: verbindlich sind die Klassifikationen und die Deutschen Kodierrichtlinien, die der Empfehlung vorgehen.
ICD:D61.1-,D63.0*,D64.8
  • D61.1- Arzneimittelinduzierte aplastische Anämie
  • D63.0* Anämie bei Neubildungen
  • D64.8 Sonstige näher bezeichnete Anämien
FoKA: KonsensPosition des Fachausschusses für ordnungsgemäße Kodierung und Abrechnung der DGfM. FoKA-Wiki ↗
Im Text erwähntD61.10
2026-01-01Zuletzt überarbeitet (erstmals veröffentlicht 2006-02-28). SEG-4 arbeitet einzelne Empfehlungen über Jahre fort — der Stand sagt, wie aktuell diese Auffassung ist.
GeändertSeit dem Abruf vom 12.02.2026 neu datiert (turnusmäßige Überprüfung, Wortlaut unverändert).
QuelleDatenbank der SEG-4-Kodierempfehlungen des Medizinischen Dienstes, Nr. 60, abgerufen am 25.09.2026.

Wortlaut der Empfehlung

Problem/Erläuterung:


Kodierung therapiebedingter Anämie in der Onkologie durch


- D63.0* Anämie bei Neubildungen = Tumor-Anämie,

- D64.8 Sonstige näher bezeichnete Anämien,

- D61.1- Arzneimittelinduzierte aplastische Anämie?


Kodierempfehlung:


Die Chemotherapie-induzierte Anämie wird durch D61.10 Arzneimittelinduzierte aplastische Anämie, Aplastische Anämie infolge zytostatischer Therapie sachgerecht kodiert. Eine Differenzierung ist bei gleichzeitig bestehender Tumoranämie auf Grund der Erythrozyten-Überlebenszeit oftmals schwierig, jedoch bei Tumorpatienten ohne vorbestehende Tumor-induzierte Anämie sinnvoll möglich.