DRGSystemDeutschland

D00-D09In-situ-Neubildungen

Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295
Nicht endständig — zur Verschlüsselung einen Subkode wählen · stationär (§ 301 SGB V): – · ambulant (§ 295 SGB V): –
Hinweis:

Von vielen In-situ-Neubildungen wird angenommen, dass sie auf einer kontinuierlichen Skala der morphologischen Veränderung liegen, die von der Dysplasie bis hin zum invasiven Wachstum reicht. So gelten z.B. für zervikale intraepitheliale Neoplasie (CIN) drei Grade, von denen Grad III sowohl die hochgradige Dysplasie als auch das Carcinoma in situ umfasst. Diese Einteilung wird auch für andere Organe verwendet, z.B. für Vulva und Vagina. Dem nachstehenden Abschnitt sind Beschreibungen des Grades III der intraepithelialen Neoplasie mit oder ohne Angabe einer hochgradigen Dysplasie zugeordnet; die Grade I und II sind als Dysplasien des betreffenden Organsystems klassifiziert und sollten mit einer Schlüsselnummer aus dem Kapitel des jeweiligen Körpersystems kodiert werden. Von diesem Prinzip wird lediglich bei der intraepithelialen Neoplasie der Prostata abgewichen: Bei der älteren Einteilung in drei Grade wird nur Grad I als Dysplasie der Prostata klassifiziert, die Grade II und III werden hingegen dem nachstehenden Abschnitt zugeordnet; nach der neueren Einteilung in zwei Grade wird der niedrige Grad als Dysplasie klassifiziert, der hohe Grad hingegen dem nachstehenden Abschnitt zugeordnet.

Inklusive:

Bowen-Krankheit

Erythroplasie

Morphologieschlüsselnummern mit Malignitätsgrad /2

Erythroplasie Queyrat

Subkodes9

D00.-Carcinoma in situ der Mundhöhle, des Ösophagus und des Magens
D01.-Carcinoma in situ sonstiger und nicht näher bezeichneter Verdauungsorgane
D02.-Carcinoma in situ des Mittelohres und des Atmungssystems
D03.-Melanoma in situ
D04.-Carcinoma in situ der Haut
D05.-Carcinoma in situ der Brustdrüse [Mamma]
D06.-Carcinoma in situ der Cervix uteriweiblich
D07.-Carcinoma in situ sonstiger und nicht näher bezeichneter Genitalorgane
D09.-Carcinoma in situ sonstiger und nicht näher bezeichneter Lokalisationen

Diagnosehäufigkeit

Zusammengezählt über alle Kodes unter D00-D09.

Rang 106 von 227 auf derselben Katalogebene · 0,18 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Männer ab etwa 73, der Frauen ab etwa 62 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr000––
1 bis unter 5 Jahre000––
5 bis unter 10 Jahre000––
10 bis unter 15 Jahre000–1,0
15 bis unter 18 Jahre3300,009 %6,0
18 bis unter 20 Jahre4040,012 %6,0
20 bis unter 25 Jahre4514310,14 %2,3
25 bis unter 30 Jahre11622940,36 %2,1
30 bis unter 35 Jahre361283331,1 %2,6
35 bis unter 40 Jahre1.101711.0303,4 %2,7
40 bis unter 45 Jahre1.4451041.3414,5 %2,9
45 bis unter 50 Jahre1.5991551.4445,0 %2,9
50 bis unter 55 Jahre3.2313552.87610 %2,9
55 bis unter 60 Jahre3.5597462.81311 %3,0
60 bis unter 65 Jahre4.2841.1393.14513 %3,1
65 bis unter 70 Jahre4.2441.4012.84313 %3,5
70 bis unter 75 Jahre3.6581.6262.03211 %3,5
75 bis unter 80 Jahre2.9631.4151.5489,2 %3,9
80 bis unter 85 Jahre3.2221.6821.54010,0 %3,8
85 bis unter 90 Jahre1.9139439705,9 %4,2
90 bis unter 95 Jahre4352092261,3 %4,0
ab 95 Jahren7640360,24 %3,6

Fälle aus dem Datenjahr 2024, Verweildauer aus 2023 — die amtliche Statistik weist die Belegungstage seit 2024 nicht mehr aus.

Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 2,6 Tagen (30 bis unter 35 Jahre) und ⌀ 4,2 Tagen (85 bis unter 90 Jahre).

Behandelnde Fachabteilung’23

32.422 Fälle

Vor allem Frauenheilkunde und Geburtshilfe und Dermatologie (52 % und 14 %)

  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe52 %16.899
  • Dermatologie14 %4.417
  • Urologie12 %3.941
  • Chirurgie6,1 %1.980
  • Innere Medizin5,2 %1.691
  • Übrige 20 Abteilungen11 %3.494
▸ Übrige einzeln
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde4,7 %1.524
  • Gastroenterologie2,2 %714
  • Plastische Chirurgie1,2 %404
  • Zahn- u. Kieferheilkunde, Mund- u. Kieferchirurgie0,80 %260
  • Augenheilkunde0,79 %255
  • Pneumologie0,22 %70
  • Sonstige Fachabteilung0,16 %52
  • Strahlenheilkunde0,14 %46
  • Geriatrie0,093 %30
  • Hämatologie und internistische Onkologie0,074 %24
  • Unfallchirurgie0,074 %24
  • Thoraxchirurgie0,065 %21
  • Kardiologie0,049 %16
  • Intensivmedizin0,046 %15
  • Lungen- und Bronchialheilkunde0,043 %14
  • Orthopädie0,031 %10
  • Gefäßchirurgie0,015 %5
  • Neurologie0,012 %4
  • Herzchirurgie0,009 %3
  • Nephrologie0,009 %3

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Zusammengezählt über alle Dreisteller unter D00-D09.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Änderungen

2010Bestand
In-situ-Neubildungen

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2026 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2026 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte