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Nr. 393Magenblutung, Teerstuhl – durch Schlichtungsausschuss entschieden

Verwendung
Kodierempfehlung — die abgestimmte Auffassung der Sozialmedizinischen Expertengruppe 4 der Medizinischen Dienste. Sie ist keine Rechtsnorm: verbindlich sind die Klassifikationen und die Deutschen Kodierrichtlinien, die der Empfehlung vorgehen.
  • K92.2 Gastrointestinale Blutung, nicht näher bezeichnet
  • T81.0 Blutung und Hämatom als Komplikation eines Eingriffes, anderenorts nicht klassifiziert
  • Y84.9! Zwischenfälle durch medizinische Maßnahmen, nicht näher bezeichnet
2021-01-01
Zuletzt überarbeitet (erstmals veröffentlicht 2011-06-16). SEG-4 arbeitet einzelne Empfehlungen über Jahre fort — der Stand sagt, wie aktuell diese Auffassung ist.

Wortlaut der Empfehlung

Problem/Erläuterung:


Zwei Tage nach endoskopischer Polypektomie am Magen wird ein Patient mit Teerstuhl stationär aufgenommen. Ursächlich wird eine Blutung aus der Polypabtragungsstelle festgestellt. Was ist die Hauptdiagnose?


K92.2 Gastrointestinale Blutung, nicht näher bezeichnet


oder


T81.0 Blutung und Hämatom als Komplikation eines Eingriffs, anderenorts nicht klassifiziert


Kodierempfehlung:


Entscheidung Schlichtungsausschuss:


Wird ein Patient zwei Tage nach endoskopischer Polypektomie am Magen mit Teerstuhl stationär aufgenommen und wird die Polypabtragungsstelle als ursächlich für die Blutung festgestellt, ist der Kode K92.2 Gastrointestinale Blutung, nicht näher bezeichnet als Hauptdiagnose anzugeben.


Kodierempfehlung bis zur Entscheidung des Schlichtungsausschusses:


K92.2 Gastrointestinale Blutung, nicht näher bezeichnet ist als Hauptdiagnose zu verschlüsseln, optional mit Y84.9! Zwischenfälle durch medizinische Maßnahmen, nicht näher bezeichnet als Nebendiagnose. K92.2 ist der spezifische Kode in Bezug auf die Erkrankung.


Siehe auch Kodierempfehlung 559.