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Regeln außerhalb des Katalogs

Was für die Kodierung gilt, steht nicht nur in ICD und OPS: Schlichtungsentscheidungen, Kodierrichtlinien, Kodierfragen des BfArM, Empfehlungen der Medizinischen Dienste und Urteile. Hier stehen sie zusammen, das jüngste zuerst — jede Zeile mit Datum, Geltung und Link zur Quelle.

56 Ereignisse

BfArM-FAQRunde Klammern23.07.2020

Was bedeuten runde Klammern bei Diagnoseangaben?

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seit ICD-10-SGB-V 1.3

Runde Klammern, sog. "non-specific modifier" umschließen Textergänzungen, die vorliegen, aber auch fehlen können. Das Fehlen der durch die runden Klammern eingeschlossenen textlichen Information ändert die Verschlüsselung nicht.

Dies gilt in der ICD-10-GM für Angaben in Klassentiteln, Inklusiva und Exklusiva.

Dies soll an folgendem Beispiel erläutert werden:

M62.2- Ischämischer Muskelinfarkt (nichttraumatisch) [0-9] Nichttraumatisches Kompartmentsyndrom

Exkl.: Traumatische Muskelischämie (T79.6-) Traumatisches Kompartmentsyndrom (T79.6-) Volkmann-Kontraktur [ischämische Muskelkontraktur] (T79.60)

Die traumatische Muskelischämie ist als Exklusivum ausgeschlossen und wird mit dem Kode T79.6- Traumatische Muskelischämie verschlüsselt. Mit dem Kode M62.2- wird also ein ischämischer Muskelinfarkt kodiert, der "anderer" als traumatischer, also "nichttraumatischer" Genese ist. Fehlt die spezifische textliche Information, dass es sich um einen "nichttraumatischen" ischämischen Muskelinfarkt handelt, wird somit dennoch mit M62.2- kodiert.

BfArM-FAQIsolation bei Infektion mit isolationspflichtigen Erregern (z.B. SARS-CoV-2)16.04.2020
seit Jahrgang 2016

Können die Kodes unter 8-98g auch bei Besiedelung oder Infektion mit Erregern angewendet werden, die nicht explizit im Kode als Inklusivum genannt sind, wie z.B. für positiv auf SARS-CoV-2 getestete COVID-19-Patienten?

seit OPS 2016

Da es sich bei den Einschlussbemerkungen unter 8-98g um Beispiele für Maßnahmen handelt (siehe "Hinweise für die Benutzung" im Vorspann des OPS), sind diese nicht als abschließende Liste zu verstehen.

Die Kodes unter 8-98g Komplexbehandlung bei Besiedelung oder Infektion mit nicht multiresistenten isolationspflichtigen Erregern können also auch bei Erregern, die nicht explizit genannt sind, wie z.B. das Coronavirus SARS-CoV-2 oder andere Coronaviren, angewendet werden, sofern die spezifischen Bedingungen des Kodes erfüllt sind und die Isolation gemäß den jeweils aktuellen Richtlinien des Robert-Koch-Instituts (RKI) aufrechterhalten wird.

Empfehlungen des RKI zu Hygienemaßnahmen im Rahmen der Behandlung und Pflege von Patienten mit einer Infektion durch SARS-CoV-2

BfArM-FAQCOVID-19 Mit Fortschreibung vom 27.12.202227.03.2020
seit Jahrgang 2020

Wie sind im Zusammenhang mit COVID-19 die Zusatzschlüsselnummern U07.1! und U07.2! sowie U99.0! zu verwenden?

Volltext anzeigen (~3 Seiten)

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BfArM-FAQMehrere Komplexhandlungen während eines stationären Aufenthaltes15.03.2018
seit Jahrgang 2007

Wie ist bei der Verschlüsselung von mehreren Komplexbehandlungen - die sich in ihrer Definition überschneiden - während eines stationären Aufenthaltes zu verfahren?

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seit OPS 2007

Wird bei einem Patienten während eines stationären Aufenthaltes mehr als eine Komplexbehandlung durchgeführt, so kann es sein, dass sich die Definitionen der Behandlungen überschneiden. Das ist dann der Fall, wenn Teilbereiche der Mindestmerkmale für mehrere der angewandten Komplexbehandlungen zutreffen.

Dies trifft z.B. für die "Neurologische Komplexbehandlung des akuten Schlaganfalls" (8-981) und die "Neurologisch-neurochirurgische Frührehabilitation" (8-552) zu. Jeder einzelne Kode trägt allerdings für sich Informationen, die der jeweils andere nicht beinhaltet.

Da es die Möglichkeit gibt, die entsprechenden Behandlungen sowohl nebeneinander (gleichzeitig) als auch hintereinander durchzuführen, muss es möglich sein, auch bzgl. der Kodierung entsprechend zu verfahren. D.h., bei der gleichzeitigen Durchführung einer "Neurologischen Komplexbehandlung des akuten Schlaganfalls" und einer "Neurologischen Frührehabilitation" können beide Kodes nebeneinander angegeben werden.

Im Geltungsbereich des §17b KHG gilt: Eine Therapieeinheit (z.B. Ergotherapie) kann für mehrere Komplexbehandlungen angerechnet werden. (Dieser Satz wurde zur Klarstellung im Dezember 2013 ergänzt.)

BfArM-FAQIntegrierte klinisch-psychosomatische Komplexbehandlung09.12.2015

Kann der Kode 9-402.1 auch verwendet werden, wenn z.B. bei einem Kind eine akute oder chronische somatische Erkrankung ausgeschlossen werden konnte?

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seit OPS 2.1

Ja, der Kode "9-402.1 Integrierte klinisch-psychosomatische Komplexbehandlung" kann auch verwendet werden, wenn bei einem Kind akute somatische Beschwerden bestehen/bestanden und als Ursache eine akute oder chronische somatische Erkrankung ausgeschlossen werden konnte.

Mit der Formulierung im Hinweis des Kodes "bei akuten und chronischen somatischen Erkrankungen" sind insbesondere auch körperliche (somatische) Beschwerden gemeint, die in einer Einrichtung für Pädiatrie zusammen mit den "psychischen" Beschwerden behandelt werden.

Beispiel:

Ein Kind wurde wegen täglichem unkontrollierten Einkoten/Enkopresis stationär behandelt. Eine organische Ursache wurde ausgeschlossen und das Kind erhielt den in der Prozedur 9-402.1 geforderten Umfang an ärztlicher/psychologischer Therapie. Es wurde mit F98.1 (Nichtorganische Enkopresis) kodiert, da die "organische" Enkopresis (R15) ausgeschlossen wurde. In diesem Fall kann der Kode 9-402.1 angegeben werden.

BfArM-FAQGabe von Biosimilars22.12.2014
seit Jahrgang 2008

Ist die Gabe von Biosimilars z.B. von Infliximab mit dem entsprechenden Kode aus dem Kapitel 6 zu verschlüsseln?

seit OPS 2008

Ja, die Gabe von Biosimilars ist mit dem entsprechenden Kode aus dem Kapitel 6 zu verschlüsseln.

Beispielsweise kann die Gabe von Remsima® und Inflectra® (Biosimilars des seit Jahren zugelassenen Remicade®) mit dem OPS-Kode "6-001.e Infliximab, parenteral" verschlüsselt werden. Es handelt sich bei allen drei Produkten um Infliximab.

BfArM-FAQBiologisch abbaubare Polymerbeschichtung bei Koronarstents22.12.2014
seit Jahrgang 2007

Ist ein Koronarstent, bei dem nur die Polymerbeschichtung biologisch abbaubar ist, mit einem OPS-Kode aus dem Bereich 8-83d.0 Einlegen eines medikamentefreisetzenden, bioresorbierbaren Stents zu verschlüsseln?

seit OPS 2007

Ein Koronarstent, bei dem lediglich die Polymerbeschichtung biologisch abbaubar ist, nicht aber der Stent selbst, kann nicht mit einem OPS-Kode aus dem Bereich 8-83d.0 Einlegen eines medikamentefreisetzenden, bioresorbierbaren Stents verschlüsselt werden. Nur Koronarstents, bei denen der Stent selbst aus resorbierbarem Material besteht, sind mit diesen OPS-Kodes zu kodieren.

BfArM-FAQMaßnahme C4 beim PKMS bei neurogenen Darmfunktionsstörungen bei Para- oder Tetraplegie/-parese22.12.2014
Jahrgänge 2015–2020

Wie ist die Maßnahme C4 beim PKMS für Patienten mit neurogenen Darmfunktionsstörungen bei Paraplegie/-parese oder Tetraplegie/-parese (G12) anzuwenden?

OPS 2015 bis 2020

Wenn bei Patienten mit neurogenen Darmfunktionsstörungen bei Paraplegie/-parese oder Tetraplegie/-parese (G12) die Stuhlausscheidung im Bett mit aufwendiger Positionierung des Patienten durch stabilisierende Lagerungsmaßnahmen UND die Übernahme des Darmmanagements durch intermittierendes digitales Stimulieren, Kolonmassage mindestens einmal täglich erfolgt, können die PKMS-Punkte für den Leistungsbereich C angerechnet werden.

Für diese spezifische kleine Patientengruppe wurde nach Veröffentlichung des OPS 2015 festgestellt, dass eine mindestens viermal tägliche Durchführung der Maßnahme nicht angebracht ist. Eine entsprechende Änderung wurde mit dem OPS 2016 umgesetzt.

BfArM-FAQMehrfachkodierung18.12.2013

Ist für die Kodierung einer Prozedur mit zwei oder mehr OPS-Kodes zwingend ein entsprechender Hinweis im OPS erforderlich?

seit OPS 2.0

Im OPS sind nicht alle Kombinationsmöglichkeiten von Operationen/Prozeduren mit dem Hinweis gekennzeichnet, dass eine gesonderte Kodierung erforderlich und möglich ist. Grundsätzlich ist alles, was regelhaft Bestandteil des kodierten Eingriffes ist, im Kode abgebildet. Darüber hinausgehende Maßnahmen sind gesondert zu kodieren, auch wenn es keinen entsprechenden Hinweis im OPS gibt.

BfArM-FAQBlutgerinnungsstörung: temporär und dauerhaft erworben19.12.2012
seit Jahrgang 2013

Belegung von 'Nicht belegten Schlüsselnummern' unter U99.-! der ICD-10-GM 2013 zur weiteren Differenzierung von Blutgerinnungsstörungen in 'dauerhaft erworben' und 'temporär'

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ICD-10-GM 2013

Auf Antrag der AWMF werden in Abstimmung mit der AG ICD des KKG die Schlüsselnummern U99.0! und U99.1! der ICD-10-GM 2013 wie folgt mit Inhalten belegt:

U99.0! Dauerhaft erworbene Blutgerinnungsstörung U99.1! Temporäre Blutgerinnungsstörung

Als sekundäre Schlüsselnummern ("!-Kode") dürfen diese Zusatzkodes nur in Verbindung mit einer vorangestellten primären Schlüsselnummer aus Tabelle 3 der Anlage 7 zur FPV 2013 (s.a. unten) verwendet werden. Sie dienen der notwendigen Unterscheidung der genannten ICD-Kodes für Blutgerinnungsstörungen in "dauerhaft erworben" und "temporär", um dadurch die abrechenbaren Zusatzentgelte ZE2013-97 bzw. ZE2013-98 über die Kodierung eindeutig zu bestimmen.

Für die Anwendung sind folgende Hinweise zu beachten:

Diese Zusatzkodes sind nur im Geltungsbereichs des G-DRG-Systems (§ 17b KHG) zu verwenden.

Diese Zusatzkodes können in Verbindung mit den folgenden ICD-Kodes (s. Tabelle 3 der Anlage 7 zur FPV 2013) zur Unterstützung der Abrechnung der Zusatzentgelte ZE2013-97 und ZE2013-98 verwendet werden:

D65.0 Erworbene Afibrinogenämie D65.1 Disseminierte intravasale Gerinnung [DIG, DIC] D65.2 Erworbene Fibrinolyseblutung D68.38 Sonstige hämorrhagische Diathese durch sonstige und n. n. bez. Antikörper D68.4 Erworbener Mangel an Gerinnungsfaktoren D68.8 Sonstige näher bezeichnete Koagulopathien D69.1 Qualitative Thrombozytendefekte D69.8 Sonstige näher bezeichnete hämorrhagische Diathesen

BfArM-FAQInklusivum (Inkl.:)19.12.2012

Welche Bedeutung hat ein Inklusivum (Inkl.:) für eine Klasse?

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seit OPS 2.0

Ein Inklusivum (Einschlussbemerkung) dient der näheren Definition des Inhaltes einer Klasse oder gibt Beispiele für Prozeduren, die dieser Klasse zuzuordnen sind.

Inklusiva, die bei einer übergeordneten Klasse stehen (z.B. bei einem 4-stelligen Kode) gelten auch für alle untergeordneten Kodes (z.B. für alle 5-stelligen Kodes).

Beispiel für die Zuordnung einer Prozedur zu einer Klasse:

Die jeweils im Inklusivum einer Klasse angegebenen Prozeduren sollen speziell mit diesen Kodes verschlüsselt werden.

5-490 Inzision und Exzision von Gewebe der Perianalregion Inkl.: Inzision oder Exzision bei perianaler Thrombose

Beispiel für die nähere Definition des Inhalts einer Klasse:

Die jeweils im Inklusivum einer Klasse angegebenen Prozeduren können Bestandteil der im Klassentitel genannten Maßnahme sein und sind nicht gesondert zu kodieren.

5-323 Segmentresektion der Lunge Inkl.: Viszerale Pleurektomie

Die viszerale Pleurektomie kann Bestandteil der Segmentresektion der Lunge sein und ist nicht gesondert zu kodieren.

BfArM-FAQDreidimensionale Mappingverfahren17.07.2012
seit Jahrgang 2018

Was ist in den OPS-Kodes 8-835.8 und 8-835.j unter den "dreidimensionalen Mappingverfahren" zu verstehen?

Antwort anzeigen

seit OPS 2018

Unter den "dreidimensionalen Mappingverfahren" in den OPS-Kodes 8-835.8 und 8-835.j werden dreidimensionale, elektroanatomische Mappingverfahren verstanden.

Das bedeutet, dass diese Systeme sowohl eine 3D-anatomische Darstellung als auch eine 3D-Darstellung der elektrischen Aktivierung (z.B. Aktivierungsmaps, Voltage Maps, Impedence Maps, Contact Force Maps, CFAE-Maps) erlauben und diese Darstellungen aufeinander abbilden. Dies ist z.B. bei den jeweils als Inklusiva der Kodes aufgeführten Systemen der Fall.

Bei Mappingverfahren, die lediglich zur anatomischen Orientierung im Raum dienen und nicht über die oben beschriebenen Möglichkeiten der 3D-Darstellung der elektrischen Aktivierung verfügen, handelt es sich nicht um elektroanatomische Mappingverfahren und somit nicht um dreidimensionale Mappingverfahren im Sinne der OPS-Kodes 8-835.8 bzw. 8-835.j.

OPS 2012 bis OPS 2017

Was ist in den OPS-Kodes 8-835.8 und 8-835.d unter den "dreidimensionalen Mappingverfahren" zu verstehen?

Unter den "dreidimensionalen Mappingverfahren" in den OPS-Kodes 8-835.8 und 8-835.d werden dreidimensionale, elektroanatomische Mappingverfahren verstanden.

Das bedeutet, dass diese Systeme sowohl eine 3D-anatomische Darstellung als auch eine 3D-Darstellung der elektrischen Aktivierung (z.B. Aktivierungsmaps, Voltage Maps, Impedence Maps, Contact Force Maps, CFAE-Maps) erlauben und diese Darstellungen aufeinander abbilden. Dies ist z.B. bei den als Inklusiva aufgeführten Systemen (CARTO-System, EnSite Array, EnSite NavX, EPLogix, Rhythmia (Letzteres ergänzt ab Version 2015)) der Fall.

Bei Mappingverfahren, die lediglich zur anatomischen Orientierung im Raum dienen und nicht über die oben beschriebenen Möglichkeiten der 3D-Darstellung der elektrischen Aktivierung verfügen, handelt es sich nicht um elektroanatomische Mappingverfahren und somit nicht um dreidimensionale Mappingverfahren im Sinne der OPS-Kodes 8-835.8 bzw. 8-835.d.

BfArM-FAQPKMS bei Patienten auf einer Intermediate-Care-Station (IMC)07.12.2011
Jahrgänge 2012–2020

Kann der PKMS ab 2012 für Patienten auf einer Intermediate-Care-Station (IMC) angewendet werden?

OPS 2012 bis 2020

Ja, der PKMS kann ab 2012 für Patienten auf einer Intermediate-Care-Station (IMC) angewendet werden. Er kann aber in Zeiten, in denen Beatmungsstunden gezählt werden, nicht angewendet werden.

Wenn Punkte aus den Bereichen 8-980 Intensivmedizinische Komplexbehandlung, 8-98f Aufwendige intensivmedizinische Komplexbehandlung (Kode wurde 2013 ergänzt) und 8-98d Intensivmedizinische Komplexbehandlung im Kindesalter angerechnet werden, können für diesen Patienten am selben Kalendertag keine Punkte aus den PKMS für den Bereich 9-20 Hochaufwendige Pflege geltend gemacht werden.

BfArM-FAQPKMS-Punkte und andere OPS-Kodes im gleichen Zeitraum01.12.2010
Jahrgänge 2013–2020

Können für den gleichen Zeitraum PKMS-Punkte angerechnet werden, für den andere OPS-Kodes geltend gemacht werden?

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OPS 2013 bis 2020

Ja, außer für die Kodes 8-980 Intensivmedizinische Komplexbehandlung, 8-98f Aufwendige intensivmedizinische Komplexbehandlung, 8-98d Intensivmedizinische Komplexbehandlung im Kindesalter, 8-981 Neurologische Komplexbehandlung des akuten Schlaganfalls und 8-98b Andere neurologische Komplexbehandlungen des akuten Schlaganfalls können PKMS-Punkte angerechnet und für den gleichen Zeitraum andere OPS-Kodes geltend gemacht werden.

OPS Version 2010 bis OPS Version 2012

Ja, außer für die Kodes 8-980 Intensivmedizinische Komplexbehandlung, 8-98d Intensivmedizinische Komplexbehandlung im Kindesalter, 8-981 Neurologische Komplexbehandlung des akuten Schlaganfalls und 8-98b Andere neurologische Komplexbehandlungen des akuten Schlaganfalls können PKMS-Punkte angerechnet und für den gleichen Zeitraum andere OPS-Kodes geltend gemacht werden.

BfArM-FAQBehandlungsunterbrechung bei multimodaler Schmerztherapie01.01.2010
seit Jahrgang 2019

Wie ist beim Kode 8-918 'Interdisziplinäre multimodale Schmerztherapie' mit einer Behandlungsunterbrechung umzugehen?

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seit OPS 2019

Grundsätzlich ist die Vergabe des Kodes 8-918 davon abhängig, ob eine ausreichende Anzahl von Behandlungstagen vorliegt. Die Orientierung an Behandlungstagen zeigt sich an der Unterteilung des Kodes auf 5-Steller-Ebene, das Kriterium der Therapieintensität (6-Steller) ist nachrangig.

Erfolgt eine Therapieunterbrechung - z.B. aus therapeutischen Gründen - , führt dies nicht zur Unterbrechung der Behandlung an sich. Die Behandlungstage nach Beendigung der Unterbrechung werden weitergezählt, die Unterbrechungstage dagegen nicht berücksichtigt.

OPS 2010 bis OPS 2018

Wie ist beim Kode 8-918 'Multimodale Schmerztherapie' mit einer Behandlungsunterbrechung umzugehen?

Grundsätzlich ist die Vergabe des Kodes 8-918 davon abhängig, ob eine ausreichende Anzahl von Behandlungstagen vorliegt. Die Orientierung an Behandlungstagen zeigt sich an der Unterteilung des Kodes auf 5-Steller-Ebene, das Kriterium der Therapieintensität (6-Steller) ist nachrangig.

Erfolgt eine Therapieunterbrechung - z.B. aus therapeutischen Gründen - , führt dies nicht zur Unterbrechung der Behandlung an sich. Die Behandlungstage nach Beendigung der Unterbrechung werden weitergezählt, die Unterbrechungstage dagegen nicht berücksichtigt.

BfArM-FAQTägliche ärztliche Visite oder Teambesprechung bei multimodaler Schmerztherapie01.01.2010
seit Jahrgang 2019

Wie ist mit der im Kode 8-918 'Interdisziplinäre multimodale Schmerztherapie' geforderten täglichen ärztliche Visite oder Teambesprechung zu verfahren?

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seit OPS 2019

Die Vergabe des Kodes 8-918 ist grundsätzlich nicht von der Aufenthaltsdauer abhängig, sondern davon, dass eine ausreichende Zahl von Behandlungstagen erreicht wurde. Bei Nicht-Erfüllung der spezifischen Bedingungen des Kodes (z.B. keine Durchführung der täglichen ärztlichen Visite und auch keine Durchführung der Teambesprechung an diesem Tag) zählt der betroffene Tag nicht als Behandlungstag.

OPS 2010 bis 2018

Wie ist mit der im Kode 8-918 'Multimodale Schmerztherapie' geforderten täglichen ärztliche Visite oder Teambesprechung zu verfahren?

Die Vergabe des Kodes 8-918 ist grundsätzlich nicht von der Aufenthaltsdauer abhängig, sondern davon, dass eine ausreichende Zahl von Behandlungstagen erreicht wurde. Bei Nicht-Erfüllung der spezifischen Bedingungen des Kodes (z.B. keine Durchführung der täglichen ärztlichen Visite und auch keine Durchführung der Teambesprechung an diesem Tag) zählt der betroffene Tag nicht als Behandlungstag.

BfArM-FAQBerechnung der Behandlungstage01.01.2010
seit Jahrgang 2010

Wie wird die Anzahl der Behandlungstage bei der Kodierung mit dem OPS berechnet?

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BfArM-FAQDefinition der Bezeichnung 'Psychologe'01.01.2010
seit Jahrgang 2010

Im OPS kommt mehrmals die Bezeichnung 'Psychologe' vor. Wie ist diese Bezeichnung definiert?

seit OPS 2010

Mit der Bezeichnung 'Psychologe' ist im OPS ein Diplom-Psychologe gemeint. Ein Diplom-Psychologe hat ein entsprechendes Studium an einer Hochschule mit dem Diplom abgeschlossen. Dem Diplom-Abschluss entsprechend ist ein Master-Abschluss in Psychologie.

BfArM-FAQExklusiva (Exkl.:)01.01.2009

Dürfen Kodes, die im 'Exkl.' eines Kodes genannt werden, gleichzeitig mit diesem verwendet werden?

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seit ICD-10-SGB-V 1.3

Das "Exkl." eines Kodes besagt, dass mit dem im Exklusivum genannten Kode eine Erkrankung anderer Genese bzw. ein nicht regelhaft enthaltener Zustand abgegrenzt (klassifiziert) wird. Folglich können beide Kodes nebeneinander verwendet werden, wenn die Erkrankungen/Zustände sowohl als auch beim Patienten vorliegen und diagnostisch voneinander abgrenzbar sind.

Dies soll an folgendem Beispiel erläutert werden:

KodeKlassentitel
P22.-Atemnot [Respiratory distress] beim Neugeborenen Exkl. : Respiratorisches Versagen beim Neugeborenen (P28.5)
P22.0Atemnotsyndrom [Respiratory distress syndrome] des Neugeborenen Atemnotsyndrom [Respiratory distress syndrome] des Säuglings Hyaline Membranenkrankheit
P28.5Respiratorisches Versagen beim Neugeborenen

Für dieses Beispiel lautet die Frage also: Dürfen das "Atemnotsyndrom [Respiratory distress syndrome] des Neugeborenen" (P22.0) und das "Respiratorische Versagen beim Neugeborenen" (P28.5) bei einem Patienten nebeneinander kodiert werden?

Hier liegt eine Konstellation wie oben beschrieben vor, da nach allgemeinem medizinischen Verständnis ein "Atemnotsyndrom [Respiratory distress syndrome] des Neugeborenen" (P22.0) nicht notwendigerweise mit einem "Respiratorischen Versagen beim Neugeborenen" (P28.5) vergesellschaftet ist. Darüber hinaus können beide Zustände diagnostisch voneinander abgegrenzt werden.

bis ICD-10-GM 2008

Das "Exkl." eines Kodes besagt, dass mit dem im Exklusivum genannten Kode eine Erkrankung anderer Genese abgegrenzt (klassifiziert) wird. Folglich können besagte Kodes nebeneinander verwendet werden, wenn die Erkrankungen "sowohl als auch" beim Patienten vorkommen können und diagnostisch voneinander abgrenzbar sind.

BfArM-FAQSpezifizierung des zeitlichen Bezugs einer stationär behandelten Pneumonie zur Krankenhausaufnahme01.01.2008
seit Jahrgang 2023

Wie wird die Schlüsselnummer U69.0-! zur Spezifizierung des zeitlichen Bezugs einer vollstationär behandelten Pneumonie zur Krankenhausaufnahme verwendet?

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BfArM-FAQNicht unmittelbar durchgeführte Therapiebereiche bei multimodaler Komplexbehandlung bei Diabetes mellitus01.01.2008
seit Jahrgang 2008

Multimodale Komplexbehandlung bei Diabetes mellitus (seit OPS 2023 „Multimodale Komplexbehandlung bei Diabetes mellitus, angeborener Stoffwechselerkrankung und schwerer Mangelernährung“) (Kode 8-984): Können Therapiebereiche bei der Behandlung von Kindern und Jugendlichen angerechnet werden, wenn sie nicht unmittelbar am Kind oder Jugendlichen durchgeführt wurden?

seit OPS 2008

Bei Kindern und Jugendlichen kann sich das Problem ergeben, dass Therapien aus einigen der in den Mindestmerkmalen genannten Therapiebereichen nicht beim Kind oder Jugendlichen durchgeführt werden können, sondern nur bei den Eltern oder anderen Bezugspersonen des Kindes oder Jugendlichen. So kann z.B. eine Diabetesberatung für ein 2½-jähriges Kind nur als Beratung der Eltern durchgeführt werden.

Solche Therapien bei den Eltern oder anderen Bezugspersonen können im Sinne der Mindestmerkmale für den Kode 8-984 angerechnet werden.

BfArM-FAQSIRS25.01.2007
seit Jahrgang 2016

Was versteht man unter SIRS - Systemisches inflammatorisches Response-Syndrom?

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BfArM-FAQMindestmerkmale zum Kodebereich 8-987 (Komplexbehandlung bei MRE)01.01.2007
seit Jahrgang 2007

Wie sind die Mindestmerkmale zum Kode 8-987 Komplexbehandlung bei Besiedelung oder Infektion mit multiresistenten Erregern [MRE] zu verstehen?

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seit OPS 2007

Dieser Kode kann für Patienten angegeben werden, bei denen eine Trägerschaft mit multiresistenten Erregern aus dem Kodebereich U80 bis U82 der ICD-10-GM festgestellt wurde und eine strikte Isolierung entsprechend den Mindestmerkmalen des Kodes erfolgte.

In den Mindestmerkmalen des Kodes 8-987 ist eine Liste von Maßnahmen angegeben, die für die Berechnung des dokumentierten durchschnittlichen Mehraufwandes von mindestens 2 Stunden herangezogen werden kann. Dabei handelt es sich um eine Beispielliste, die nicht abschließend ist. Es muss daher nicht jede der in dieser Liste angegebenen Maßnahmen durchgeführt werden. Es sind aber auch nicht alle Maßnahmen, die durchgeführt werden können, in der Liste enthalten. In die Berechnung des Aufwandes sollen die Maßnahmen eingehen, die bei dem jeweiligen Patienten im Rahmen der strikten Isolierung durchgeführt wurden.

Es wird darauf hingewiesen, dass die Komplexbehandlung bei Besiedelung oder Infektion mit multiresistenten Erregern unter Berücksichtigung der aktuellen Behandlungs- und Pflegestandards und der Richtlinien des Robert-Koch-Instituts erfolgen muss.

BfArM-FAQZusatzkennzeichen01.01.2006
seit Jahrgang 2004

Welche Zusatzkennzeichen gibt es in ICD-10-GM und OPS und wie werden sie angewendet?

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BfArM-FAQZusatzkennzeichen01.01.2006
seit Jahrgang 2005

Welche Zusatzkennzeichen gibt es in ICD-10-GM und OPS und wie werden sie angewendet?

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BfArM-FAQ'Suchtmedizinische Zusatzqualifikation' für die Krankenpflege beim Qualifizierten Entzug01.01.2006
seit Jahrgang 2006

Was versteht man unter der in den Mindestmerkmalen zum Kode 8-985 Motivationsbehandlung Abhängigkeitskranker [Qualifizierter Entzug] geforderten 'suchtmedizinischen Zusatzqualifikation' für die Krankenpflege?

seit OPS 2006

In Absprache mit den Vertretern der Fachgesellschaften ist unter der geforderten suchtmedizinischen Zusatzqualifikation für die Krankenpflege die zertifizierte Fortbildung in motivierender Gesprächsführung zu verstehen.

BfArM-FAQAsthmaschulung, Diabetesschulung, während eines stationären Aufenthaltes01.01.2005
seit Jahrgang 2005

Wie soll man Asthmaschulung oder Diabetesschulung während eines stationären Aufenthaltes verschlüsseln?

seit OPS 2005

Seit Version 2005 kann mit den Kodes 9-500 die Patienten- bzw. Angehörigenschulung verschlüsselt werden. Ein Kode ist nur einmal pro stationären Aufenthalt und unter Berücksichtigung der Hinweise anzugeben.

OPS-301 Version 2.0 - OPS-301 Version 2004

Diese Maßnahmen können mit dem OPS-301 nicht verschlüsselt werden.

BfArM-FAQEndständige Kodierung01.01.2004
seit Jahrgang 2004

Müssen immer terminale (endständige) Schlüsselnummern verwendet werden?

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seit ICD-10-GM 2004

Grundsätzlich gilt für die Kodierung mit der ICD-10-GM: Es ist so spezifisch wie möglich zu kodieren. D.h., es müssen bei der Kodierung immer terminale, also endständige Schlüsselnummern verwendet werden. Endständige Schlüsselnummern sind solche, die nicht weiter unterteilt sind, die also keine Subkategorien haben.

Eine Ausnahme gilt für den vertragsärztlichen Bereich (§ 295 SGB V): Für die hausärztliche Versorgung, im organisierten Notfalldienst und in der fachärztlichen Versorgung für Diagnosen außerhalb des Fachgebietes ist die Angabe der vierstelligen Schlüsselnummer ausreichend, auch wenn es fünfstellige Subkategorien gibt.

Diese Ausnahmeregel ersetzt den sog. Minimalstandard der ICD-10-SGB-V Version 1.3 und ist wie die Regelungen zu den Zusatzkennzeichen den im Bundesanzeiger veröffentlichten "Bekanntmachungen gemäß §§ 295 und 301 des Fünften Buches Sozialgesetzbuch (SGB V) zur Anwendung des Diagnosenschlüssels" zu entnehmen, mit denen die jeweils neue Version in Kraft gesetzt wird.

Bekanntmachungen des BMG zur ICD-10-GM

BfArM-FAQSARS01.01.2004
seit Jahrgang 2007

Wie wird SARS (schweres akutes respiratorisches Syndrom) kodiert?

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seit ICD-10-GM 2007

Mit der ICD-10-GM 2007 wird der Kode für SARS - bisher eine Ausrufezeichenschlüsselnummer - wie in der WHO-Fassung ein primärer Kode. Er wird mit J17.1* kombiniert zu: U04.9+ J17.1*.

ICD-10-GM 2004 bis ICD-10-GM 2006

In der Version 2004 der ICD-10-WHO wurde ein neuer Kode für SARS eingeführt: U04 Schweres akutes respiratorisches Syndrom [SARS]. Er wird mit J17.1* kombiniert zu: U04.9+ J17.1*.

In der ICD-10-GM 2004 wurde die Kodierung von SARS modifiziert, um eine adäquate Abbildung in den G-DRGs zu ermöglichen: U04.9! ist in der GM-Fassung eine Ausrufezeichenschlüsselnummer. Aus dem Hinweis zu U04.-! ergibt sich folgende Kodierung für eine SARS-Pneumonie: J12.8 B97.2! U04.9!.

Bitte beachten Sie: Im Systematischen Verzeichnis der ICD-10-GM 2004 wird im Hinweis zum Kode U04.-! als Kodierung für eine SARS-Pneumonie irrtümlich J12.8+ B97.2* U04.9! angegeben. Korrekt muss es heißen: J12.8 B97.2! U04.9!

BfArM-FAQNicht genannte Kombinationen aus Linksherz-Katheter- und Rechtsherz-Katheteruntersuchungen01.01.2003
seit Jahrgang 2009

Wie können in 1-272 nicht genannte Kombinationen aus Linksherz-Katheter- und Rechtsherz-Katheter­unter­suchungen verschlüsselt werden?

seit OPS 2009

Seit der OPS-Version 2009 ist der Kode für die kombinierte Links- und Rechtsherz-Katheteruntersuchung weggefallen. Die durchgeführten Untersuchungen werden seitenspezifisch kodiert. Unter 1-273 und 1-275 ist ein entsprechender Hinweis ergänzt worden.

OPS-301 2.1 - OPS 2008

Ein Teil der unter 1-275 genannten Untersuchungen findet sich nicht bei den kombinierten Links- und Rechtsherz-Katheteruntersuchungen. In diesem Fall ist eine passende Ziffer aus dem Bereich der isolierten Linksherz-Katheteruntersuchungen mit einer geeigneten Ziffer aus dem Bereich für Rechtsherz-Katheteruntersuchungen (1-273) zu kombinieren.

BfArM-FAQMorphologie-Schlüssel01.01.2001
seit Jahrgang 2016

Wozu dient der Morphologie-Schlüssel?

Volltext anzeigen (~2 Seiten)

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BfArM-FAQ'Zustand nach'01.01.2001

Wie verschlüssele ich 'Zustand nach ...'?

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seit ICD-10-SGB-V 2.0

"Zustand nach" bedeutet, dass die ursprüngliche Krankheit u.U. nicht mehr vorliegt, z.B. "Zustand nach Mammakarzinom".

Für die stationäre Behandlung gilt:

  • Ist der Tumor nicht vollständig entfernt, so liegt noch ein Mammakarzinom vor, und es muss mit C50.9 verschlüsselt werden.

  • Ist das Mammakarzinom vollständig entfernt, hat die Patientin aber noch Beschwerden, so sind diese Beschwerden zu verschlüsseln (z.B. Lymphödem nach (partieller) Mastektomie I97.2-).

  • Ist die Patientin beschwerdefrei, so muss nach den Verschlüsselungsregeln die Z85.3 "Bösartige Neubildung der Brustdrüse in der Eigenanamnese" verschlüsselt werden.

Für die ambulante Behandlung gilt:

  • Die ICD-10-SGB-V (Ausgabe für die Zwecke des SGB V) und die ICD-10-GM (German Modification) sehen für "Zustand nach" das Zusatzkennzeichen "Z" vor, das an die Schlüsselnummer der Erkrankung angehängt wird. Für "Zustand nach Mammakarzinom" lautet dann die Verschlüsselung C50.9Z.

Das Zusatzkennzeichen Z kann also nur in der vertragsärztlichen ambulanten Versorgung (Kodierung nach § 295 SGB V) benutzt werden. In der stationären Versorgung sind die Deutschen Kodierrichtlinien anzuwenden.

Welche Zusatzkennzeichen gibt es in ICD-10-GM und OPS und wie werden sie angewendet? (ICD-10-GM Nr. 1010)

BfArM-FAQVerbringungsleistungen01.01.2001

Sollen Leistungen dokumentiert werden, die ein Patient während des stationären Aufenthaltes in anderen Krankenhäusern oder Praxen als Fremdleistungen erhalten hat?

seit OPS 2.0

Die Vergütung dieser sogenannten Verbringungsleistungen (z.B. MRT, Szintigraphie, usw.) erfolgt durch das überweisende Krankenhaus an den Leistungserbringer. Diese Leistungen sind, wenn sie Bestandteil des OPS sind, auch vom überweisenden Krankenhaus zu dokumentieren.

BfArM-FAQBenutzung endständiger Kodes01.01.2001

Müssen immer die endständigen Kodes benutzt werden?

seit OPS 2.0

Ja, wenn ein 6-stelliger Kode vorhanden ist, muss dieser benutzt werden. Wenn ein 5-stelliger Kode keine 6-stellige Unterteilung hat, ist dies der endständige Kode. Es gibt auch 4-stellige Kodes, die keine weitere Unterteilung haben. Auch diese dürfen dann benutzt werden. 3-stellige Kodes haben immer eine Unterteilung und dürfen für die Kodierung nicht verwendet werden. In den Metadaten sind die endständigen Kodes mit einem "T = terminale Schlüsselnummer" und die nicht endständigen Kodes mit einem "N = nichtterminale Schlüsselnummer" gekennzeichnet.

BfArM-FAQEKG, Blutdruckmessung, Röntgenuntersuchung01.01.2001

Wie sollen folgende Diagnostikverfahren kodiert werden: Routine-EKG, Belastungs-EKG, 24-Stunden-EKG, 24-Stunden-Blutdruckmessung und Röntgenuntersuchungen? (OPS-1001)

seit OPS 2.0

Die hier aufgelisteten diagnostischen Maßnahmen können und sollen mit dem OPS-301 nicht kodiert werden.

BfArM-FAQMehrfach durchgeführte diagnostische Prozeduren während eines stationären Aufenthaltes01.01.2001

Müssen mehrfach durchgeführte diagnostische Prozeduren während eines stationären Aufenthaltes (z.B. Herzkatheter, CCT, Sonographie, Gastroskopie) auch mehrfach kodiert werden?

seit OPS 2.0

Ja, mehrfach durchgeführte und kodierbare diagnostische Maßnahmen, die aufwendig sind, sollten auch mehrfach kodiert werden.

BfArM-FAQAtemgasanalyse, Blutgasanalyse01.01.2001

Wie sollen die Atemgasanalyse und die Blutgasanalyse kodiert werden?

seit OPS 2.0

Die Atemgasanalyse und die Blutgasanalyse können und sollen mit dem OPS nicht kodiert werden.

BfArM-FAQBiopsie durch Inzision01.01.2001

Was ist eine Biopsie durch Inzision?

seit OPS 2.0

Die Inzision bezieht sich auf die Art des Zuganges. Durch die Inzision wird das Biopsiegebiet freigelegt.

BfArM-FAQHirntodfeststellung01.01.2001

Wann ist der Kode für Hirntodfeststellung zu verwenden?

seit OPS 2.0

Der Kode ist immer dann anzugeben, wenn die Feststellung des Hirntodes entsprechend den dafür vorgesehenen Richtlinien erfolgte.

BfArM-FAQLungenfunktionsdiagnostik01.01.2001

Wie soll die Lungenfunktionsdiagnostik kodiert werden?

seit OPS 2.1

Die Lungenfunktionsdiagnostik kann über die pneumologischen Funktionsuntersuchungen im Kapitel 1 (Kode 1-71) abgebildet werden.

OPS-301 2.0

Die Lungenfunktionsdiagnostik kann mit dem OPS-301 nicht kodiert werden.

BfArM-FAQTransösophageale Echokardiographie01.01.2001

Wie soll die transösophageale Echokardiographie kodiert werden?

seit OPS 2.1

Die transösophageale Echokardiographie kann mit dem Kode 3-052 abgebildet werden.

OPS-301 Version 2.0

Die transösophageale Echokardiographie kann zurzeit nicht kodiert werden.

BfArM-FAQMammographie, Mamma-Markierung01.01.2001
seit Jahrgang 2009

Gibt es eine Ziffer für die Mammographie und für die Mamma-Markierungen?

seit OPS 2009

Die Mammographie wurde in die amtliche Fassung übernommen und kann mit einem Kode aus dem Bereich 3-100 verschlüsselt werden.

OPS Version 2004 - OPS Version 2008

Die Mammographie kann in der erweiterten Fassung des OPS mit einem Kode aus dem Bereich 3-100 verschlüsselt werden.

OPS-301 Version 2.0 - OPS-301 Version 2.1

Die Mammographie kann und soll als konventionelle Röntgenuntersuchung mit dem OPS nicht verschlüsselt werden.

BfArM-FAQStress-Echokardiographie01.01.2001
seit Jahrgang 2010

Wie soll die Stress-Echokardiographie kodiert werden?

seit OPS 2010

Die Stress-Echokardiographie kann mit dem Kode 3-031 abgebildet werden.

OPS Version 2009

Die Stress-Echokardiographie kann nicht mehr kodiert werden.

OPS-301 Version 2.1 - OPS Version 2008

Die Stress-Echokardiographie kann in der erweiterten Fassung des OPS mit den Kodes 3-023.1 – 3-023.3 und 3-043.1 – 3-043.3 verschlüsselt werden.

OPS-301 Version 2.0

Die Stress-Echokardiographie kann zurzeit nicht kodiert werden.

BfArM-FAQPolypektomien vs. 'Biopsien durch Inzision'01.01.2001

Sind Polypektomien 'Biopsien durch Inzision'?

seit OPS 2.0

Polypektomien sind Abtragungen eines Polypen meist im Magen-Darm-Bereich und werden im Kapitel 5 entsprechend der Entnahmestelle des Organs als "lokale Exzision und Destruktion von erkranktem Gewebe..." klassifiziert.

BfArM-FAQMonitoring-Kodes01.01.2001

Sind die Monitoring-Kodes auch zur Verschlüsselung der postoperativen Überwachung von Patienten zu verwenden?

seit OPS 2.0

Alle Monitoring-Kodes sind nicht für die postoperative Überwachung, sondern nur für intensivmedizinische Patienten zu verwenden.

BfArM-FAQIntubation01.01.2001

Wie oft muss der Kode für die Intubation angegeben werden?

seit OPS 2.0

Der Kode für die Intubation muss einmal angegeben werden.

BfArM-FAQAnästhesie01.01.2001

Wie kann man eine Anästhesie kodieren?

seit OPS 2.0

Zu jeder Operation gehört eine Anästhesie. Diese wird nicht extra verschlüsselt. Die in Kapitel 8 aufgeführten Kodes sind nur anzuwenden, wenn ausnahmsweise bei einer Maßnahme, die normalerweise ohne Anästhesie durchgeführt wird, eine Anästhesie erforderlich ist.

BfArM-FAQTherapeutische Injektion, Heparin-Injektion01.01.2001

Wie ist der Kode 8-020 'Therapeutische Injektion' zu verstehen? Zählt dazu jede Heparin-Injektion?

seit OPS 2.0

Mit dem Kode 8-020 sind nur therapeutische Injektionen in die genannten Lokalisationen zu verschlüsseln. Alle anderen Injektionen werden nicht kodiert.

Spezielle therapeutische Injektionen wie die systemische Thrombolyse (seit 2004), die chemische Synoviorthese (seit 2005) und die Thrombininjektion durch Anwendung eines Katheters in einer Arterie (seit 2009) sind in die amtliche Fassung aufgenommen worden. (Die Antidottherapie war von 2004 - 2007 in der erweiterten Fassung enthalten.)

BfArM-FAQIntraoperative Maßnahmen01.01.2001

Sind intraoperative Maßnahmen wie Monitoring, ZVK, Legen einer Magensonde, Darmspülung etc. zusätzlich zum OP-Kode zu kodieren?

seit OPS 2.0

Nein, zusätzlich zum OP-Kode sind diese Maßnahmen nicht zu verschlüsseln.

BfArM-FAQEigenblutspende, Autotransfusion01.01.2001

Wie können die Eigenblutspende und die Autotransfusion kodiert werden?

seit OPS 2.1

Die Gewinnung und Transfusion von Eigenblut wird mit dem OPS-Kode 8-803 verschlüsselt. Ein Kode aus diesem Bereich ist nur einmal pro stationären Aufenthalt anzugeben.

OPS-301 Version 2.0

Diese Maßnahmen können mit dem OPS-301 nicht verschlüsselt werden.