DRGSystemDeutschland

9-402.1Psychosomatische Therapie: Integrierte klinisch-psychosomatische Komplexbehandlung

9-40·Psychosoziale, psychosomatische und neuropsychologische Therapie

VerwendungEndständig — dieser Kode wird so angegeben.
EinmalkodeEinmalkode — je stationärem Fall nur einmal anzugeben, auch bei mehrfacher Durchführung.
nur § 17bGilt nur nach § 17b KHG — im DRG-System, nicht im PEPP-System.
⚖ Regellage1 verbindliche Regel · zuletzt 09.12.2015 — Regeln außerhalb des Katalogs
Vorabfassung 2027: Inklusiva, Exklusiva und Hinweise veröffentlicht das BfArM für diesen Jahrgang noch nicht. Kodieranleitung des Jahrgangs 2026 ansehen

Regeln außerhalb des Katalogs1

BfArM-FAQIntegrierte klinisch-psychosomatische Komplexbehandlung09.12.2015

Kann der Kode 9-402.1 auch verwendet werden, wenn z.B. bei einem Kind eine akute oder chronische somatische Erkrankung ausgeschlossen werden konnte?

Antwort anzeigen

seit OPS 2.1

Ja, der Kode "9-402.1 Integrierte klinisch-psychosomatische Komplexbehandlung" kann auch verwendet werden, wenn bei einem Kind akute somatische Beschwerden bestehen/bestanden und als Ursache eine akute oder chronische somatische Erkrankung ausgeschlossen werden konnte.

Mit der Formulierung im Hinweis des Kodes "bei akuten und chronischen somatischen Erkrankungen" sind insbesondere auch körperliche (somatische) Beschwerden gemeint, die in einer Einrichtung für Pädiatrie zusammen mit den "psychischen" Beschwerden behandelt werden.

Beispiel:

Ein Kind wurde wegen täglichem unkontrollierten Einkoten/Enkopresis stationär behandelt. Eine organische Ursache wurde ausgeschlossen und das Kind erhielt den in der Prozedur 9-402.1 geforderten Umfang an ärztlicher/psychologischer Therapie. Es wurde mit F98.1 (Nichtorganische Enkopresis) kodiert, da die "organische" Enkopresis (R15) ausgeschlossen wurde. In diesem Fall kann der Kode 9-402.1 angegeben werden.

Kodierrichtlinien und Entscheidungen des Schlichtungsausschusses sind für alle verbindlich; SEG-4-Empfehlungen binden die Begutachtung des MD.

Prozedurenhäufigkeit

Die Statistik weist 9-402.1 nicht einzeln aus — die Zahlen gehören zu 9-402 mit allen Subkodes.

0,003 % aller Operationen und Prozeduren · Hälfte ab etwa 57 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Prozeduren
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeProzedurenMännerFrauenAnteil
unter 1 Jahr12480,55 %
1 bis unter 5 Jahre4310,18 %
5 bis unter 10 Jahre8260,37 %
10 bis unter 15 Jahre178351438,1 %
15 bis unter 18 Jahre2365518111 %
18 bis unter 20 Jahre4130,18 %
20 bis unter 25 Jahre7340,32 %
25 bis unter 30 Jahre188100,82 %
30 bis unter 35 Jahre4222201,9 %
35 bis unter 40 Jahre4420242,0 %
40 bis unter 45 Jahre8930594,1 %
45 bis unter 50 Jahre12759685,8 %
50 bis unter 55 Jahre177571208,1 %
55 bis unter 60 Jahre3668628017 %
60 bis unter 65 Jahre35510824716 %
65 bis unter 70 Jahre166461207,6 %
70 bis unter 75 Jahre11529865,3 %
75 bis unter 80 Jahre9024664,1 %
80 bis unter 85 Jahre10638684,9 %
85 bis unter 90 Jahre335281,5 %
90 bis unter 95 Jahre7520,32 %
ab 95 Jahren1010,046 %

Gezählt werden Operationen und Prozeduren, nicht Fälle — wer im selben Aufenthalt mehrfach untersucht oder operiert wird, zählt mehrfach. Erfasst sind vollstationäre Behandlungen nach der DRG-Statistik. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Ränge sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Alphabetisches Verzeichnis’261

Integrierte klinisch-psychosomatische Komplexbehandlung
Eine Schlüsselnummer1:9-402.1

Änderungen

2010Bestand
Psychosomatische Therapie: Integrierte klinisch-psychosomatische Komplexbehandlung

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.