Z40-Z54 Personen, die das Gesundheitswesen zum Zwecke spezifischer Maßnahmen und zur medizinischen Betreuung in Anspruch nehmen

ICD-10-GM 2026Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Nicht endständig — zur Verschlüsselung einen Subkode wählen · stationär (§ 301 SGB V): – · ambulant (§ 295 SGB V): –
⚖ Regellage2 SEG-4-Empfehlungen · zuletzt 01.01.2026 — Regeln außerhalb des Katalogs
Hinweis:

Die Kategorien Z40-Z54 dienen der Angabe eines Betreuungsgrundes. Sie können bei Patienten benutzt werden, die bereits wegen einer Krankheit oder Verletzung behandelt wurden, aber nachsorgende oder prophylaktische Betreuung, Betreuung während der Rekonvaleszenz oder zur Konsolidierung des Behandlungsergebnisses, zur Behandlung von Restzuständen, zur Absicherung, dass kein Rezidiv aufgetreten ist oder zur Verhütung eines Rezidivs erhalten.

Exklusive:

Nachuntersuchung zur medizinischen Überwachung nach einer Behandlung Z08-Z09

Regeln außerhalb des Katalogs2

Fallkonstellation 1: Ein Patient erhält wegen einer Harninkontinenz während des stationären Aufenthaltes einen Dauerkatheter. Der stationäre Behandlungsfall war durch eine andere Hauptdiagnose veranlasst. Ist die Harninkontinenz oder ein Z-Kode (z. B.: Z46.

gilt über Z40.-FoKA: Konsens

Ein Patient wird zur Netzplombenanlage bei geplanter Strahlentherapie eines Prostatakarzinoms stationär aufgenommen. Fünf Tage nach laparoskopischer Netzplombenanlage wird der Patient wieder entlassen. Die Bestrahlung erfolgte zwei Wochen später. Was ist die Hauptdiagnose? Kann ein Kode aus Z40.

Kodierrichtlinien und Entscheidungen des Schlichtungsausschusses sind für alle verbindlich; SEG-4-Empfehlungen binden die Begutachtung des MD.

Subkodes15

Z40.- Prophylaktische Operation⚖ 1
Z41.- Maßnahmen aus anderen Gründen als der Wiederherstellung des Gesundheitszustandes
Z42.- Nachbehandlung unter Anwendung plastischer Chirurgie⚖ 1
Z43.- Versorgung künstlicher Körperöffnungen⚖ 1
Z44.- Versorgen mit und Anpassen einer Ektoprothese
Z45.- Anpassung und Handhabung eines implantierten medizinischen Gerätes
Z46.- Versorgen mit und Anpassen von anderen medizinischen Geräten oder Hilfsmitteln
Z47.- Andere orthopädische Nachbehandlung
Z48.- Andere Nachbehandlung nach chirurgischem Eingriff
Z49.- Dialysebehandlung
Z50.-! Rehabilitationsmaßnahmen⚖ 2
Z51.- Sonstige medizinische Behandlung
Z52.- Spender von Organen oder Geweben⚖ 1
Z53 Personen, die Einrichtungen des Gesundheitswesens wegen spezifischer Maßnahmen aufgesucht haben, die aber nicht durchgeführt wurden
Z54.-! Rekonvaleszenz⚖ 2

Diagnosehäufigkeit

42.347 Fälle · 53 % Frauen · Gipfel 80 bis unter 85 Jahre · 28 % Innere Medizin’24

Zusammengezählt über alle Kodes unter Z40-Z54.

Rang 89 von 227 auf derselben Katalogebene · 0,24 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Männer ab etwa 69, der Frauen ab etwa 57 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr6637290,16 %5,7
1 bis unter 5 Jahre2421401020,57 %4,6
5 bis unter 10 Jahre5153092061,2 %3,7
10 bis unter 15 Jahre4282591691,0 %3,0
15 bis unter 18 Jahre245146990,58 %3,1
18 bis unter 20 Jahre237931440,56 %2,2
20 bis unter 25 Jahre9692477222,3 %2,1
25 bis unter 30 Jahre1.3983241.0743,3 %2,1
30 bis unter 35 Jahre1.9804721.5084,7 %2,4
35 bis unter 40 Jahre2.3355441.7915,5 %2,4
40 bis unter 45 Jahre2.4096451.7645,7 %2,6
45 bis unter 50 Jahre2.0356231.4124,8 %3,0
50 bis unter 55 Jahre2.4499601.4895,8 %2,9
55 bis unter 60 Jahre3.5251.6441.8818,3 %3,2
60 bis unter 65 Jahre3.7892.0061.7838,9 %3,7
65 bis unter 70 Jahre3.5841.9981.5868,5 %3,2
70 bis unter 75 Jahre3.3632.0711.2927,9 %3,3
75 bis unter 80 Jahre2.9201.8751.0456,9 %3,0
80 bis unter 85 Jahre4.2492.4991.75010 %2,5
85 bis unter 90 Jahre3.7772.0941.6838,9 %2,6
90 bis unter 95 Jahre1.4256867393,4 %2,1
ab 95 Jahren3691482210,87 %2,2

Fälle aus dem Datenjahr 2024, Verweildauer aus 2023 — die amtliche Statistik weist die Belegungstage seit 2024 nicht mehr aus.

Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 2,1 Tagen (90 bis unter 95 Jahre) und ⌀ 3,7 Tagen (5 bis unter 10 Jahre).

Behandelnde Fachabteilung’23

43.965 Fälle

Keine Abteilung überwiegt — die größte, Innere Medizin, hat 28 %

  • Innere Medizin28 %12.151
  • Kardiologie24 %10.585
  • Dermatologie12 %5.237
  • Plastische Chirurgie9,2 %4.040
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe4,9 %2.145
  • Übrige 29 Abteilungen22 %9.807
▸ Übrige einzeln
  • Chirurgie4,5 %1.967
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde3,6 %1.579
  • Hämatologie und internistische Onkologie2,9 %1.292
  • Herzchirurgie2,0 %882
  • Pädiatrie2,0 %880
  • Pneumologie1,9 %814
  • Lungen- und Bronchialheilkunde0,81 %358
  • Nephrologie0,72 %318
  • Urologie0,59 %259
  • Kinderkardiologie0,47 %208
  • Orthopädie0,46 %202
  • Intensivmedizin0,34 %151
  • Gefäßchirurgie0,29 %129
  • Thoraxchirurgie0,26 %115
  • Gastroenterologie0,25 %111
  • Sonstige Fachabteilung0,24 %104
  • Kinderchirurgie0,21 %94
  • Neurochirurgie0,16 %72
  • Unfallchirurgie0,14 %62
  • Zahn- u. Kieferheilkunde, Mund- u. Kieferchirurgie0,13 %56
  • Neurologie0,11 %48
  • Geburtshilfe0,075 %33
  • Augenheilkunde0,064 %28
  • Geriatrie0,043 %19
  • Neonatologie0,020 %9
  • Strahlenheilkunde0,014 %6
  • Nuklearmedizin0,011 %5
  • Allgemeine Psychiatrie0,007 %3
  • Endokrinologie0,007 %3

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Zusammengezählt über alle Dreisteller unter Z40-Z54.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Änderungen

2010Bestand
Personen, die das Gesundheitswesen zum Zwecke spezifischer Maßnahmen und zur medizinischen Betreuung in Anspruch nehmen

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2026 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte