Z40.0- Prophylaktische Operation wegen Risikofaktoren in Verbindung mit bösartigen Neubildungen

ICD-10-GM 2027Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Nicht endständig — zur Verschlüsselung einen Subkode wählen · stationär (§ 301 SGB V): nicht zur Verschlüsselung zugelassen · ambulant (§ 295 SGB V): Primärkode zulässig
Ambulant 4-stelligIn der stationären Versorgung (§ 301 SGB V) ist die endständige Schlüsselnummer anzugeben — dieser Kode selbst ist dort nicht kodierbar, sondern einer seiner Subkodes. In der ambulanten Versorgung (§ 295 SGB V) kann auf die fünfte Stelle verzichtet werden: in der hausärztlichen Versorgung, im organisierten Notfalldienst und in der fachärztlichen Versorgung für Diagnosen außerhalb des Fachgebietes.
⚖ Regellage1 SEG-4-Empfehlung · zuletzt 01.01.2026 — Regeln außerhalb des Katalogs
Inklusive:

Aufnahme wegen prophylaktischer Organentfernung

Regeln außerhalb des Katalogs1

gilt über Z40.-FoKA: Konsens

Ein Patient wird zur Netzplombenanlage bei geplanter Strahlentherapie eines Prostatakarzinoms stationär aufgenommen. Fünf Tage nach laparoskopischer Netzplombenanlage wird der Patient wieder entlassen. Die Bestrahlung erfolgte zwei Wochen später. Was ist die Hauptdiagnose? Kann ein Kode aus Z40.

Kodierrichtlinien und Entscheidungen des Schlichtungsausschusses sind für alle verbindlich; SEG-4-Empfehlungen binden die Begutachtung des MD.

Subkodes3

Z40.00 Prophylaktische Operation an der Brustdrüse [Mamma]⚖ 1
Z40.01 Prophylaktische Operation am Ovarweiblich⚖ 1
Z40.08 Prophylaktische Operation an sonstigen Organen⚖ 1

Diagnosehäufigkeit

2.219 Fälle · 100 % Frauen · Gipfel 40 bis unter 45 Jahre · 94 % Frauenheilkunde und Geburtshilfe’24

Rang 1044 von 7.648 auf derselben Katalogebene · 0,012 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Männer ab etwa 35, der Frauen ab etwa 48 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr000––
1 bis unter 5 Jahre000––
5 bis unter 10 Jahre000–1,0
10 bis unter 15 Jahre1010,045 %1,0
15 bis unter 18 Jahre3030,14 %1,0
18 bis unter 20 Jahre2020,090 %3,0
20 bis unter 25 Jahre231221,0 %2,8
25 bis unter 30 Jahre400401,8 %5,0
30 bis unter 35 Jahre12021185,4 %4,5
35 bis unter 40 Jahre289028913 %3,2
40 bis unter 45 Jahre420042019 %3,0
45 bis unter 50 Jahre305030514 %2,8
50 bis unter 55 Jahre301130014 %2,6
55 bis unter 60 Jahre293029313 %3,0
60 bis unter 65 Jahre21202129,6 %2,6
65 bis unter 70 Jahre13311326,0 %2,5
70 bis unter 75 Jahre540542,4 %2,8
75 bis unter 80 Jahre200200,90 %1,7
80 bis unter 85 Jahre3120,14 %3,0
85 bis unter 90 Jahre000–5,0
90 bis unter 95 Jahre000––
ab 95 Jahren000––

Fälle aus dem Datenjahr 2024, Verweildauer aus 2023 — die amtliche Statistik weist die Belegungstage seit 2024 nicht mehr aus.

Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 2,5 Tagen (65 bis unter 70 Jahre) und ⌀ 4,5 Tagen (30 bis unter 35 Jahre).

Behandelnde Fachabteilung’23

2.012 Fälle

Überwiegend Frauenheilkunde und Geburtshilfe (94 %)

  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe94 %1.889
  • Plastische Chirurgie3,8 %76
  • Chirurgie1,4 %28
  • Orthopädie0,45 %9
  • Kinderchirurgie0,30 %6
  • Übrige 4 Abteilungen0,20 %4
▸ Übrige einzeln
  • Pädiatrie0,050 %1
  • Thoraxchirurgie0,050 %1
  • Urologie0,050 %1
  • Zahn- u. Kieferheilkunde, Mund- u. Kieferchirurgie0,050 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Der Bericht teilt nur bis zum Dreisteller auf; die Verteilung gehört zu Z40.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Änderungen

2010Bestand
Prophylaktische Operation wegen Risikofaktoren in Verbindung mit bösartigen Neubildungen

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2027 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte