Z29.22 HIV-Präexpositionsprophylaxe

ICD-10-GM 2024Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Endständig · stationär (§ 301 SGB V): Primärkode zulässig · ambulant (§ 295 SGB V): Primärkode zulässig
⚖ Regellage2 verbindliche Regeln · 1 SEG-4-Empfehlung · zuletzt 01.01.2026 — Regeln außerhalb des Katalogs

Regeln außerhalb des Katalogs3

gilt für Aufnahmen ab 01.09.2020 · auch für Rechnungen, die am 21.07.2020 in MD-Prüfung warengilt über Z29.2-

Einem Frühgeborenen wird wegen stöhnender Atmung und Tachypnoe bei Zustand nach vorzeitigem Blasensprung ein Antibiotikum (Mezlocillin) verabreicht. Beendigung der Gabe nach fünf Tagen bei fehlenden Entzündungsparametern, da sich kein Hinweis auf eine Neugeboreneninfektion ergab. Kann Z29.

gilt über Z29.2-

P24.– Aspirationssyndrome beim Neugeborenen

Routinemäßig erhalten alle Neugeborenen eines Krankenhauses die so genannte „Credéprophylaxe“, sofern die Eltern des Kindes mit der Medikamentengabe einverstanden sind. Die Gabe erfolgt unabhängig von der Exposition oder Erkrankung des Neugeborenen. Kann hier zusätzlich der Kode Z29.

▸ Für einen Fall prüfen: welche Regeln gelten am Aufnahmedatum?
Kodetext Z29.22 im Jahrgang 2026 →

Kodierrichtlinien und Entscheidungen des Schlichtungsausschusses sind für alle verbindlich; SEG-4-Empfehlungen binden die Begutachtung des MD.

Diagnosehäufigkeit

88 Fälle · 55 % Frauen · Gipfel unter 1 Jahr · 38 % Pädiatrie’24

Die Statistik weist Z29.22 nicht einzeln aus — die Zahlen gehören zu Z29.2 mit allen Subkodes.

Rang 4122 von 7.648 auf derselben Katalogebene · 0,000 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 1 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr80354591 %3,8
1 bis unter 5 Jahre000––
5 bis unter 10 Jahre000–16,0
10 bis unter 15 Jahre000––
15 bis unter 18 Jahre000––
18 bis unter 20 Jahre000––
20 bis unter 25 Jahre000––
25 bis unter 30 Jahre000––
30 bis unter 35 Jahre1011,1 %–
35 bis unter 40 Jahre000–4,0
40 bis unter 45 Jahre1101,1 %–
45 bis unter 50 Jahre000––
50 bis unter 55 Jahre1101,1 %1,0
55 bis unter 60 Jahre1101,1 %6,0
60 bis unter 65 Jahre000––
65 bis unter 70 Jahre2112,3 %–
70 bis unter 75 Jahre000––
75 bis unter 80 Jahre2112,3 %–
80 bis unter 85 Jahre000–4,0
85 bis unter 90 Jahre000––
90 bis unter 95 Jahre000––
ab 95 Jahren000––

Fälle aus dem Datenjahr 2024, Verweildauer aus 2023 — die amtliche Statistik weist die Belegungstage seit 2024 nicht mehr aus.

Behandelnde Fachabteilung’23

214 Fälle

Keine Abteilung überwiegt — die größte, Pädiatrie, hat 38 %

  • Pädiatrie38 %81
  • Innere Medizin15 %32
  • Neonatologie13 %28
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe12 %25
  • Kinderkardiologie9,3 %20
  • Übrige 12 Abteilungen13 %28
▸ Übrige einzeln
  • Geburtshilfe3,3 %7
  • Intensivmedizin1,9 %4
  • Chirurgie1,4 %3
  • Pneumologie1,4 %3
  • Kardiologie0,93 %2
  • Kinderchirurgie0,93 %2
  • Urologie0,93 %2
  • Dermatologie0,47 %1
  • Geriatrie0,47 %1
  • Herzchirurgie0,47 %1
  • Lungen- und Bronchialheilkunde0,47 %1
  • Neurologie0,47 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Der Bericht teilt nur bis zum Dreisteller auf; die Verteilung gehört zu Z29.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Alphabetisches Verzeichnis1

HIV-Präexpositionsprophylaxe
Primärschlüssel

Änderungen1

2020Neu
HIV-Präexpositionsprophylaxe
übergeleitet aus Z29.21

Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2024 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte