T89.0- Komplikationen einer offenen Wunde

ICD-10-GM 2022Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Nicht endständig — zur Verschlüsselung einen Subkode wählen · stationär (§ 301 SGB V): nicht zur Verschlüsselung zugelassen · ambulant (§ 295 SGB V): Primärkode zulässig
Ambulant 4-stelligIn der stationären Versorgung (§ 301 SGB V) ist die endständige Schlüsselnummer anzugeben — dieser Kode selbst ist dort nicht kodierbar, sondern einer seiner Subkodes. In der ambulanten Versorgung (§ 295 SGB V) kann auf die fünfte Stelle verzichtet werden: in der hausärztlichen Versorgung, im organisierten Notfalldienst und in der fachärztlichen Versorgung für Diagnosen außerhalb des Fachgebietes.
Morbi-RSAAndere schwere Verletzungen und Verletzungsfolgen — Zuordnung im morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich.
⚖ Regellage1 verbindliche Regel — Regeln außerhalb des Katalogs
Kodierhinweis:

Soll der Infektionserreger angegeben werden, ist eine zusätzliche Schlüsselnummer B95-B98 zu benutzen.

Regeln außerhalb des Katalogs1

Für jede Körperregion steht im Kapitel XIX ein Abschnitt für offene Wunden zur Verfügung. Hier sind auch Kodes aufgeführt, mit denen offene Wunden verschlüsselt werden, die mit einer Fraktur oder einer Luxation in Verbindung stehen oder bei denen durch die Haut in Körper­höhlen e …

Kodierrichtlinien und Entscheidungen des Schlichtungsausschusses sind für alle verbindlich; SEG-4-Empfehlungen binden die Begutachtung des MD.

Subkodes4

T89.00 Nicht näher bezeichnetMorbi-RSA⚖ 1
T89.01 Fremdkörper (mit oder ohne Infektion)Morbi-RSA⚖ 1
T89.02 InfektionMorbi-RSA⚖ 2
T89.03 SonstigeMorbi-RSA⚖ 1

Diagnosehäufigkeit

1.488 Fälle · 53 % Männer · Gipfel 80 bis unter 85 Jahre · 38 % Chirurgie’22

Rang 1323 von 7.638 auf derselben Katalogebene · 0,009 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Männer ab etwa 59, der Frauen ab etwa 67 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr5410,34 %13,6
1 bis unter 5 Jahre2414101,6 %3,9
5 bis unter 10 Jahre231491,5 %3,8
10 bis unter 15 Jahre191271,3 %6,5
15 bis unter 18 Jahre251871,7 %8,1
18 bis unter 20 Jahre141130,94 %2,6
20 bis unter 25 Jahre4728193,2 %4,8
25 bis unter 30 Jahre4428163,0 %8,0
30 bis unter 35 Jahre5741163,8 %8,2
35 bis unter 40 Jahre5236163,5 %8,0
40 bis unter 45 Jahre5631253,8 %6,5
45 bis unter 50 Jahre7650265,1 %7,9
50 bis unter 55 Jahre11158537,5 %8,4
55 bis unter 60 Jahre12069518,1 %10,4
60 bis unter 65 Jahre14683639,8 %9,5
65 bis unter 70 Jahre12063578,1 %8,7
70 bis unter 75 Jahre13170618,8 %11,8
75 bis unter 80 Jahre12664628,5 %12,1
80 bis unter 85 Jahre1545410010 %12,9
85 bis unter 90 Jahre9030606,0 %9,2
90 bis unter 95 Jahre4217252,8 %10,9
ab 95 Jahren6150,40 %8,5

Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 6,5 Tagen (40 bis unter 45 Jahre) und ⌀ 12,9 Tagen (80 bis unter 85 Jahre).

Behandelnde Fachabteilung

1.488 Fälle

Keine Abteilung überwiegt — die größte, Chirurgie, hat 38 %

  • Chirurgie38 %564
  • Unfallchirurgie19 %290
  • Orthopädie14 %204
  • Plastische Chirurgie5,6 %83
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe3,5 %52
  • Übrige 21 Abteilungen20 %295
▸ Übrige einzeln
  • Innere Medizin3,0 %45
  • Pädiatrie2,5 %37
  • Dermatologie2,3 %34
  • Kinderchirurgie1,7 %26
  • Neurochirurgie1,7 %25
  • Gefäßchirurgie1,4 %21
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde1,4 %21
  • Zahn- u. Kieferheilkunde, Mund- u. Kieferchirurgie1,2 %18
  • Urologie1,1 %16
  • Geriatrie0,81 %12
  • Gastroenterologie0,60 %9
  • Herzchirurgie0,54 %8
  • Thoraxchirurgie0,47 %7
  • Sonstige Fachabteilung0,34 %5
  • Hämatologie und internistische Onkologie0,20 %3
  • Intensivmedizin0,20 %3
  • Augenheilkunde0,067 %1
  • Endokrinologie0,067 %1
  • Neonatologie0,067 %1
  • Nephrologie0,067 %1
  • Neurologie0,067 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Der Bericht teilt nur bis zum Dreisteller auf; die Verteilung gehört zu T89.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Änderungen

2010Bestand
Komplikationen einer offenen Wunde

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2022 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte