T88.- Sonstige Komplikationen bei chirurgischen Eingriffen und medizinischer Behandlung, anderenorts nicht klassifiziert

ICD-10-GM 2025Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Nicht endständig — zur Verschlüsselung einen Subkode wählen · stationär (§ 301 SGB V): nicht zur Verschlüsselung zugelassen · ambulant (§ 295 SGB V): nicht zur Verschlüsselung zugelassen
⚖ Regellage2 verbindliche Regeln · 1 SEG-4-Empfehlung · 1 offene Streitfrage · zuletzt 01.01.2026 — Regeln außerhalb des Katalogs
Exklusive:

Komplikationen nach: Eingriffen, anderenorts nicht klassifiziert T81.-

Komplikationen nach: Infusion, Transfusion oder Injektion zu therapeutischen Zwecken T80.-

Näher bezeichnete, anderenorts klassifizierte Komplikationen, wie z.B.: Dermatitis durch Arzneimittel und Drogen L23.3 L24.4 L25.1 L27.0-L27.1

Näher bezeichnete, anderenorts klassifizierte Komplikationen, wie z.B.: Komplikation bei: geburtshilfliche Operationen und Maßnahmen O75.4

Näher bezeichnete, anderenorts klassifizierte Komplikationen, wie z.B.: Komplikation bei: Geräte, Implantate und Transplantate T82-T85

Näher bezeichnete, anderenorts klassifizierte Komplikationen, wie z.B.: Komplikationen bei Anästhesie: im Wochenbett O89.-

▸ noch 4 Angaben
Exklusive:

Näher bezeichnete, anderenorts klassifizierte Komplikationen, wie z.B.: Komplikationen bei Anästhesie: in der Schwangerschaft O29.-

Näher bezeichnete, anderenorts klassifizierte Komplikationen, wie z.B.: Komplikationen bei Anästhesie: während der Wehentätigkeit und bei der Entbindung O74.-

Näher bezeichnete, anderenorts klassifizierte Komplikationen, wie z.B.: Vergiftung durch und toxische Wirkung von Arzneimitteln, Drogen und chemischen Substanzen T36-T65

Versehentliche Stich- oder Risswunde während eines Eingriffes T81.2

Regeln außerhalb des Katalogs3

Erkrankungen bzw. Störungen nach medizinischen Maßnah­men

Erkrankungen bzw. Störungen nach medizinischen Maßnahmen als Hauptdiagnose

Bei einem Patienten wird eine transurethrale Resektion (TUR) eines Blasenkarzinoms durchgeführt. Der intraoperative Verlauf ist komplikationslos. Am ersten postoperativen Tag kommt es zu einer Nachblutung ohne Blasentamponade, es erfolgt eine Spülbehandlung. Als Hauptdiagnose wird der Kode C67.

Kodierrichtlinien und Entscheidungen des Schlichtungsausschusses sind für alle verbindlich; SEG-4-Empfehlungen binden die Begutachtung des MD.

Subkodes10

T88.0 Infektion nach Impfung [Immunisierung]CCL:34Morbi-RSA⚖ 3
T88.1 Sonstige Komplikationen nach Impfung [Immunisierung], anderenorts nicht klassifiziertMorbi-RSA⚖ 3
T88.2 Schock durch AnästhesieCCL:1234Morbi-RSA⚖ 3
T88.3 Maligne Hyperthermie durch AnästhesieCCL:234Morbi-RSA⚖ 3
T88.4 Misslungene oder schwierige Intubation⚖ 6
T88.5 Sonstige Komplikationen infolge Anästhesie⚖ 5
T88.6 Anaphylaktischer Schock als unerwünschte Nebenwirkung eines indikationsgerechten Arzneimittels oder einer indikationsgerechten Droge bei ordnungsgemäßer VerabreichungCCL:12Morbi-RSA⚖ 3
T88.7 Nicht näher bezeichnete unerwünschte Nebenwirkung eines Arzneimittels oder einer Droge⚖ 3
T88.8 Sonstige näher bezeichnete Komplikationen bei chirurgischen Eingriffen und medizinischer Behandlung, anderenorts nicht klassifiziert⚖ 4
T88.9 Komplikation bei chirurgischen Eingriffen und medizinischer Behandlung, nicht näher bezeichnet⚖ 3

Diagnosehäufigkeit

5.184 Fälle · 61 % Frauen · Gipfel 60 bis unter 65 Jahre · 47 % Innere Medizin’24

Zusammengezählt über alle Kodes unter T88.-.

Rang 458 von 1.532 auf derselben Katalogebene · 0,029 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 54 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr16889793,2 %2,7
1 bis unter 5 Jahre13671652,6 %2,4
5 bis unter 10 Jahre12373502,4 %1,9
10 bis unter 15 Jahre13868702,7 %2,0
15 bis unter 18 Jahre10239632,0 %1,7
18 bis unter 20 Jahre7325481,4 %1,5
20 bis unter 25 Jahre188661223,6 %1,8
25 bis unter 30 Jahre186601263,6 %2,0
30 bis unter 35 Jahre258761825,0 %2,1
35 bis unter 40 Jahre3241112136,3 %1,8
40 bis unter 45 Jahre2971021955,7 %2,1
45 bis unter 50 Jahre298902085,7 %2,3
50 bis unter 55 Jahre3641272377,0 %2,5
55 bis unter 60 Jahre4111662457,9 %2,5
60 bis unter 65 Jahre52022030010 %2,7
65 bis unter 70 Jahre4461912558,6 %3,5
70 bis unter 75 Jahre4061712357,8 %3,2
75 bis unter 80 Jahre2701191515,2 %3,4
80 bis unter 85 Jahre264931715,1 %4,0
85 bis unter 90 Jahre15660963,0 %4,1
90 bis unter 95 Jahre4314290,83 %4,6
ab 95 Jahren132110,25 %3,1

Fälle aus dem Datenjahr 2024, Verweildauer aus 2023 — die amtliche Statistik weist die Belegungstage seit 2024 nicht mehr aus.

Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 1,5 Tagen (18 bis unter 20 Jahre) und ⌀ 4,6 Tagen (90 bis unter 95 Jahre).

Behandelnde Fachabteilung’23

5.013 Fälle

Vor allem Innere Medizin und Pädiatrie (47 % und 13 %)

  • Innere Medizin47 %2.366
  • Pädiatrie13 %630
  • Dermatologie6,9 %347
  • Kardiologie4,5 %227
  • Chirurgie4,3 %214
  • Übrige 28 Abteilungen25 %1.229
▸ Übrige einzeln
  • Gastroenterologie3,9 %196
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe2,6 %131
  • Neurologie2,5 %125
  • Intensivmedizin2,3 %114
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde2,1 %105
  • Sonstige Fachabteilung1,8 %92
  • Hämatologie und internistische Onkologie1,6 %82
  • Pneumologie1,4 %72
  • Urologie1,1 %57
  • Augenheilkunde0,76 %38
  • Unfallchirurgie0,60 %30
  • Orthopädie0,52 %26
  • Nephrologie0,46 %23
  • Neurochirurgie0,44 %22
  • Endokrinologie0,36 %18
  • Geriatrie0,32 %16
  • Lungen- und Bronchialheilkunde0,30 %15
  • Herzchirurgie0,28 %14
  • Rheumatologie0,28 %14
  • Plastische Chirurgie0,24 %12
  • Kinderkardiologie0,12 %6
  • Gefäßchirurgie0,100 %5
  • Kinderchirurgie0,100 %5
  • Zahn- u. Kieferheilkunde, Mund- u. Kieferchirurgie0,080 %4
  • Neonatologie0,060 %3
  • Thoraxchirurgie0,040 %2
  • Geburtshilfe0,020 %1
  • Kinder- und Jugendpsychiatrie0,020 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Änderungen

2010Bestand
Sonstige Komplikationen bei chirurgischen Eingriffen und medizinischer Behandlung, anderenorts nicht klassifiziert

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2025 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte