T88.5 Sonstige Komplikationen infolge Anästhesie

ICD-10-GM 2023Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Endständig · stationär (§ 301 SGB V): Primärkode zulässig · ambulant (§ 295 SGB V): Primärkode zulässig
⚖ Regellage2 verbindliche Regeln · 3 SEG-4-Empfehlungen · 1 offene Streitfrage · zuletzt 01.01.2026 — Regeln außerhalb des Katalogs
Inklusive:

Hypothermie nach Anästhesie

Regeln außerhalb des Katalogs5

gilt über T88.-

Erkrankungen bzw. Störungen nach medizinischen Maßnah­men

gilt über T88.-

Erkrankungen bzw. Störungen nach medizinischen Maßnahmen als Hauptdiagnose

Postoperative Hypothermie, deshalb verlängert beatmet und feuchte Wärme, intraoperativ bereits Gegenmaßnahmen (Wärmedecke und Infusionswärmer), Operation: Tumornephrektomie, Dauer 3 Stunden. Ist die Kodierung von T88.

Ist postoperatives Erbrechen mit T88.5 Sonstige Komplikationen infolge Anästhesie zutreffend verschlüsselt?

gilt über T88.-FoKA: Dissens

Bei einem Patienten wird eine transurethrale Resektion (TUR) eines Blasenkarzinoms durchgeführt. Der intraoperative Verlauf ist komplikationslos. Am ersten postoperativen Tag kommt es zu einer Nachblutung ohne Blasentamponade, es erfolgt eine Spülbehandlung. Als Hauptdiagnose wird der Kode C67.

Kodierrichtlinien und Entscheidungen des Schlichtungsausschusses sind für alle verbindlich; SEG-4-Empfehlungen binden die Begutachtung des MD.

Diagnosehäufigkeit

76 Fälle · 51 % Frauen · Gipfel 1 bis unter 5 Jahre · 47 % Innere Medizin’23

Rang 4357 von 7.684 auf derselben Katalogebene · 0,000 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 50 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr000––
1 bis unter 5 Jahre7619,2 %1,1
5 bis unter 10 Jahre6607,9 %1,0
10 bis unter 15 Jahre000––
15 bis unter 18 Jahre000––
18 bis unter 20 Jahre000––
20 bis unter 25 Jahre3123,9 %1,0
25 bis unter 30 Jahre1011,3 %1,0
30 bis unter 35 Jahre6067,9 %1,7
35 bis unter 40 Jahre4045,3 %1,5
40 bis unter 45 Jahre5146,6 %1,2
45 bis unter 50 Jahre6337,9 %1,8
50 bis unter 55 Jahre5416,6 %1,4
55 bis unter 60 Jahre7439,2 %2,4
60 bis unter 65 Jahre5056,6 %1,0
65 bis unter 70 Jahre6337,9 %1,2
70 bis unter 75 Jahre4315,3 %1,5
75 bis unter 80 Jahre4405,3 %2,0
80 bis unter 85 Jahre4225,3 %1,8
85 bis unter 90 Jahre2022,6 %4,5
90 bis unter 95 Jahre1011,3 %1,0
ab 95 Jahren000––

Behandelnde Fachabteilung

5.013 Fälle

Vor allem Innere Medizin und Pädiatrie (47 % und 13 %)

  • Innere Medizin47 %2.366
  • Pädiatrie13 %630
  • Dermatologie6,9 %347
  • Kardiologie4,5 %227
  • Chirurgie4,3 %214
  • Übrige 28 Abteilungen25 %1.229
▸ Übrige einzeln
  • Gastroenterologie3,9 %196
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe2,6 %131
  • Neurologie2,5 %125
  • Intensivmedizin2,3 %114
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde2,1 %105
  • Sonstige Fachabteilung1,8 %92
  • Hämatologie und internistische Onkologie1,6 %82
  • Pneumologie1,4 %72
  • Urologie1,1 %57
  • Augenheilkunde0,76 %38
  • Unfallchirurgie0,60 %30
  • Orthopädie0,52 %26
  • Nephrologie0,46 %23
  • Neurochirurgie0,44 %22
  • Endokrinologie0,36 %18
  • Geriatrie0,32 %16
  • Lungen- und Bronchialheilkunde0,30 %15
  • Herzchirurgie0,28 %14
  • Rheumatologie0,28 %14
  • Plastische Chirurgie0,24 %12
  • Kinderkardiologie0,12 %6
  • Gefäßchirurgie0,100 %5
  • Kinderchirurgie0,100 %5
  • Zahn- u. Kieferheilkunde, Mund- u. Kieferchirurgie0,080 %4
  • Neonatologie0,060 %3
  • Thoraxchirurgie0,040 %2
  • Geburtshilfe0,020 %1
  • Kinder- und Jugendpsychiatrie0,020 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Der Bericht teilt nur bis zum Dreisteller auf; die Verteilung gehört zu T88.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Alphabetisches Verzeichnis11

Abnorme Anästhesiereaktion a.n.k.
Primärschlüssel
Abnorme Anästhesiewirkung
Primärschlüssel
Anästhesie mit Nebenwirkung a.n.k.
Primärschlüssel
Anästhesiekomplikation a.n.k.
Primärschlüssel
Gehirnschaden durch Anoxie nach chirurgischem Eingriff
Primärschlüssel
Hirnschaden durch Anoxie nach chirurgischem Eingriff
Primärschlüssel
Hypothermie nach Anästhesie
Primärschlüssel
Kopfschmerzen nach Spinal- und Epiduralanästhesie
Primärschlüssel
Kopfschmerzen nach Spinal- und Periduralanästhesie
Primärschlüssel
Periduralanästhesie mit Nebenwirkung
Primärschlüssel
Spinalanästhesie mit Nebenwirkung
Primärschlüssel

Änderungen

2010Bestand
Sonstige Komplikationen infolge Anästhesie

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2023 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte