T50.- Vergiftung durch Diuretika und sonstige und nicht näher bezeichnete Arzneimittel, Drogen und biologisch aktive Substanzen

ICD-10-GM 2023Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Nicht endständig — zur Verschlüsselung einen Subkode wählen · stationär (§ 301 SGB V): nicht zur Verschlüsselung zugelassen · ambulant (§ 295 SGB V): nicht zur Verschlüsselung zugelassen
⚖ Regellage1 verbindliche Regel — Regeln außerhalb des Katalogs

Regeln außerhalb des Katalogs1

Die Diagnose „Vergiftung durch Arzneimittel/Drogen“ wird gestellt bei irrtümlicher Einnahme oder unsachgemäßer Anwendung (z.B. Einnahme zwecks Selbsttötung und Tötung).

Kodierrichtlinien und Entscheidungen des Schlichtungsausschusses sind für alle verbindlich; SEG-4-Empfehlungen binden die Begutachtung des MD.

Subkodes10

T50.0 Vergiftung: Mineralokortikoide und deren AntagonistenMorbi-RSA⚖ 1
T50.1 Vergiftung: Schleifendiuretika [High-ceiling-Diuretika]Morbi-RSA⚖ 1
T50.2 Vergiftung: Carboanhydrase-Hemmer, Benzothiadiazin-Derivate und andere DiuretikaMorbi-RSA⚖ 1
T50.3 Vergiftung: Auf den Elektrolyt-, Kalorien- und Wasserhaushalt wirkende MittelMorbi-RSA⚖ 1
T50.4 Vergiftung: Auf den Harnsäurestoffwechsel wirkende ArzneimittelMorbi-RSA⚖ 1
T50.5 Vergiftung: AppetitzüglerMorbi-RSA⚖ 1
T50.6 Vergiftung: Antidote und Chelatbildner, anderenorts nicht klassifiziertMorbi-RSA⚖ 1
T50.7 Vergiftung: Analeptika und Opioid-Rezeptor-AntagonistenMorbi-RSA⚖ 1
T50.8 Vergiftung: DiagnostikaMorbi-RSA⚖ 1
T50.9 Vergiftung: Sonstige und nicht näher bezeichnete Arzneimittel, Drogen und biologisch aktive SubstanzenMorbi-RSA⚖ 1

Diagnosehäufigkeit

3.005 Fälle · 61 % Frauen · Gipfel 1 bis unter 5 Jahre · 51 % Innere Medizin’23

Zusammengezählt über alle Kodes unter T50.-.

Rang 598 von 1.537 auf derselben Katalogebene · 0,017 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 34 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr4725221,6 %1,4
1 bis unter 5 Jahre2851611249,5 %1,1
5 bis unter 10 Jahre4129121,4 %1,3
10 bis unter 15 Jahre172371355,7 %1,3
15 bis unter 18 Jahre269582119,0 %1,4
18 bis unter 20 Jahre140391014,7 %1,3
20 bis unter 25 Jahre259891708,6 %1,8
25 bis unter 30 Jahre182671156,1 %1,4
30 bis unter 35 Jahre14662844,9 %1,4
35 bis unter 40 Jahre14065754,7 %1,6
40 bis unter 45 Jahre11247653,7 %1,8
45 bis unter 50 Jahre10345583,4 %1,4
50 bis unter 55 Jahre15981785,3 %1,7
55 bis unter 60 Jahre14969805,0 %2,1
60 bis unter 65 Jahre14261814,7 %2,6
65 bis unter 70 Jahre9943563,3 %3,4
70 bis unter 75 Jahre11040703,7 %3,2
75 bis unter 80 Jahre10738693,6 %3,3
80 bis unter 85 Jahre149461035,0 %3,4
85 bis unter 90 Jahre13844944,6 %3,9
90 bis unter 95 Jahre4815331,6 %3,2
ab 95 Jahren8260,27 %2,1

Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 1,1 Tagen (1 bis unter 5 Jahre) und ⌀ 3,9 Tagen (85 bis unter 90 Jahre).

Behandelnde Fachabteilung

3.005 Fälle

Vor allem Innere Medizin und Pädiatrie (51 % und 25 %)

  • Innere Medizin51 %1.540
  • Pädiatrie25 %744
  • Intensivmedizin8,0 %241
  • Gastroenterologie4,7 %140
  • Kardiologie3,5 %105
  • Übrige 21 Abteilungen7,8 %235
▸ Übrige einzeln
  • Neurologie2,6 %78
  • Sonstige Fachabteilung1,6 %49
  • Pneumologie0,70 %21
  • Nephrologie0,60 %18
  • Geriatrie0,43 %13
  • Chirurgie0,30 %9
  • Hämatologie und internistische Onkologie0,27 %8
  • Kinderkardiologie0,27 %8
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe0,13 %4
  • Neonatologie0,13 %4
  • Allgemeine Psychiatrie0,100 %3
  • Kinderchirurgie0,100 %3
  • Orthopädie0,100 %3
  • Gefäßchirurgie0,067 %2
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde0,067 %2
  • Herzchirurgie0,067 %2
  • Kinder- und Jugendpsychiatrie0,067 %2
  • Neurochirurgie0,067 %2
  • Unfallchirurgie0,067 %2
  • Dermatologie0,033 %1
  • Lungen- und Bronchialheilkunde0,033 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Änderungen

2010Bestand
Vergiftung durch Diuretika und sonstige und nicht näher bezeichnete Arzneimittel, Drogen und biologisch aktive Substanzen

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2023 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte